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Testbericht Erfahrungsbericht Polar M400 mit vielen Bildern und Beispielen

Update vom 29.06.2015: Test bei exakt vermessener Strecke:

Am Wochenende bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen und meinen ersten Wettbewerb mit dieser Uhr überhaupt. Spätestens hier hat sich gezeigt, dass das GPS-Modul sehr genau ist. Die Strecke in Münster/Altheim war exakt vermessen und nach dem Zieleinlauf zeigte die M400 21,22 KM an (s.Bild). Die Abweichung beträgt also nur 120 Meter und die Garmin Forerunner 220 einer meiner Mitläufer hatte mit 400 Meter eine deutlich größere Abweichung.

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Update vom 08.06.2015:

Polar hat heute ein neues Update herausgebracht, mit dem es möglich sein soll, Nachrichten und Meldungen über verpasste Anrufe auf dem Display der Uhr anzeigen zu lassen. Über Licht- und Soundsignal wird man darüber informiert, wenn ein neuer Anruf oder eine neue Nachricht eingangen ist. Ein tolles Feature, leider derzeit nur für iOS. Android soll in Kürze folgen.

Ürsprünglicher Artikel vom 23.Mai 2015:

■ Ausgangssituation

Ich laufe schon einige Jahre mindestens 2 Mal in der Woche 10 km und bereite mich gerade auf einen Halbmarathon vor. Zum Vergleich der Herzfrequenz mit meiner persönlichen Einschätzung, nutzte ich bisher hin und wieder eine herkömmliche Pulsuhr aus einem Discounter. Seit ungefähr 1 Jahr zeichne ich meine Strecken auch mit Runtastic Pro auf. Dies hat den Vorteil, sich einen Überblick über die gelaufenen Strecken zu verschaffen oder sich in fremden Terrain besser zurecht zu finden. Ohne Runtastic hätte ich beim letzten Urlaub wohl gar nicht mehr ins Hotel zurück gefunden. Vor allem hilft mir diese App dabei, mein Trainingsziel im Auge zu behalten, den Halbmarathon in weniger als 2 Stunden zu laufen. So bin ich bei meinen Trainingsläufen oft ziemlich üppig ausgestattet. Mein größtes Problem war aber, dass ich mit Runtastic die Daten immer erst nachher sehen konnte. Den aktuellen Pace (min/km) sieht man nur, wenn man das Smartphone entsperrt und das war mir insgesamt zu umständlich. Auch die Ansagefunktion konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Da mir bei Runtastic auch die Herzfrequenzmessung fehlte, wollte ich mir zunächst probeweise einen Bluetooth-Gurt zulegen und stieß auf den H7 von Polar, darüber dann aber auch gleich auf die M400, die denselben Gurt enthält. Hinzu kommt, dass ich mein Samsung Galaxy S4 auch als Bewegungstracker benutze, dafür aber wieder eine andere App brauche. Ab und zu nutze ich auch einen Schlaftracker, der meine Schlafphasen analysiert. Für dieses Armband von Xiaomi benötigt man natürlich wieder deren eigene App, so dass am Ende des Tages meine Daten auf verschiedene Apps und Dienste verteilt sind und so ganz schnell der Überblick verloren geht, vor allem aber die Motivation, diese Dinge auch wirklich zu nutzen.

Jetzt kommt die M400 ins Spiel. Die Polar M400 kann das alles. Sie trackt Bewegung und Schlaf, zeichnet Strecken beim Laufen per GPS auf und liefert immer die aktuellen Daten auf einem Blick am Handgelenk. Zur Langzeitauswertung und weiteren Analyse steht ein Web Portal zur Verfügung. Nach Rücksprache mit einigen Mitläufern bei meinem Lauftreff, die diese Uhr auch besitzen, bestellte ich mir also die Polar M400

■ Lieferumfang

Die Uhr wird in einem kompakten Karton geliefert und es braucht etwas Zeit, das gute Stück daraus zu befreien.

Polar M400

Der Herzfrequenzsensor ist ebenfalls gut verpackt. Daneben finden sich noch zahlreiche Einzelanleitungen in unterschiedlichen Sprachen und ein USB-Kabel zum Aufladen des integrierten Akkus und synchronisieren mit dem PC.

■ Technische Daten

Die für mich wichtigen Daten sind:

– 56,6 Gramm (Damit nur halb so schwer wie eine typische Breitling -Uhr und mit ähnlichen Abmessungen)
– Wasserbeständig bis 30 Meter und daher fürs Schnorcheln geeignet.
– Displayauflösung: 128 X 128 Pixel
– Speicherkapazität: 30 Trainingseinheiten mit GPS
– Akkulaufzeit: 8 Stunden bei aktivem GPS und Bluetooth; 30 Tage ohne GPS und Bluetooth (Nur Aktivitätstracker)
– GPS Chipset: u-Blox (Die V800 nutzt SiRF; Soll angeblich genauer sein) mit A-GPS

■ Design und Verarbeitung

Die M400 besitzt ein paar Unterschiede zur V800. Neben der kürzeren Akkulaufzeit und etwas weniger Funktionsumfang, ist die M400 aus Kunststoff gefertigt.

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Sie wirkt auf manchen Bildern klobig, ist sie aber nicht wirklich.

Polar M400

Ich habe ein recht schmales Handgelenkt und wie man sieht, sieht sie recht gut aus, weswegen ich die M400 auch Tag- und Nacht trage. Einmal wurde ich schon auf der Straße von einem Fremden angesprochen, der die Uhr erkannt hat und etwas zu meinen Erfahrungen wissen wollte.

Polar M400

Die Tasten selber glänzen durch einen optimalen Druckpunkt und sind aus Metall gefertigt. Der USB-Anschluss befindet sich leider auf der Rückseite unter einer Silikonkappe.

Polar M400

Das ist ungünstig, da man die Uhr erst ausziehen muss. Bisher macht diese USB-Buchse einen stabilen Eindruck, ich nutze aber auch nur das von Polar beigelegte Kabel.

Das Armband besteht aus Silikon und ist auswechselbar. Es macht einen stabilen Eindruck, zieht aber Fusseln an.

Polar M400

Der Herzfrequenzsensor besteht aus Stoff mit einer gummierten, leitfähigen Schicht im Brustbereich. Der Sensor wird darauf mittels 2 Druckknöpfen vor dem Training fixiert.

Polar M400

Das ist hygienisch, da das Stoffband nach jedem Lauf ausgewaschen werden kann.

Polar M400

Insgesamt finde ich die Verarbeitungsqualität der M400 sehr gelungen und dem Preis entsprechend angemessen

■ Inbetriebnahme

Vor dem ersten Lauf, sollte die Uhr voll aufgeladen werden. Schon während des Ladens werden die persönlichen Daten abgefragt wie Körpergröße, Gewicht, etc., etc. Diese kann man später recht einfach über das Web Portal anpassen.

Zunächst einmal hatte ich die Software zum Synchronisieren heruntergeladen und installiert und danach auf der Webseite ein Konto für das Web Portal Flow eingerichtet. Diese Software dient dazu, die M400-Daten auszulesen und in das Web Portal zu übertragen. Nun kann man die M400 am PC anschließen und die Synchronisierung starten. Dabei wird bei der Erstinstallation auch gleich ein Firmware-Update durchgeführt. Das kann bis zu einer halben Stunden dauern. Wer ein Smartphone besitzt, kann dort auch die App Flow installieren. So lassen sich die M400-Daten auch auf das Smartphone übertragen. Die Synchronisation mit dem Smartphone funktioniert im Gegensatz zum PC drahtlos per Bluetooth, indem man bei geöffneter App einfach den Zurück-Knopf unten rechts länger gedrückt hält. Auch das kann je nach Datenmenge einige Zeit dauern.

Die Kopplung mit dem Herzfrequenzsensor funktioniert nur dann richtig, wenn dieser angelegt wird, d.h. erst durch das Aufklipsen mit den Druckknöpfen wird der Sensor eingeschaltet. Deswegen sollte man den Sender nach Benutzung auch wieder vom Gurt lösen, da sonst die Batterielebensdauer stark verkürzt wird. Etwas Wasser auf den Sensorflächen verbessert die Erfassung. Auch hier kann man die Zurück-Taste verwenden, nachdem man vorher in den Vorbereitungsmodus für ein Training gewechselt hat.

Diese 1-Tasten-Kopplung ist praktisch und funktioniert sehr zuverlässig.

Der Herzfrequenzsensor ist zusätzlich auch mit der Lauf-App Runtastic koppelbar. Er besitzt 2 Übertragungstechniken, einmal über ein codiertes, analoges Signal und Bluetooth. Ersteres kommt bei zahlreichen Polar-Pulsuhren zum Einsatz wie z.B. den FT-Modellen. So kann man den Sensor nicht nur mit einer Lauf-App koppeln, sondern auch parallel mit einer Pulsuhr und hat diesen dann auch immer im Blick. Das gleichzeitige Koppeln einer App wie Runtastic und der M400 schien beim ersten Versuch funktioniert zu haben, ist aber nach einem Update auf Android 5.0.1 nicht mehr reproduzierbar. Da es für mich auch keinen Sinn macht, beides gleichzeitig zu benutzen, habe ich es auch nicht weiter verfolgt.

■ Bedienung

Die Bedienung ist aus meiner Sicht einfach und intuitiv. Man kann die Kurzanleitung nutzen, um gleich loszulegen. Es empfiehlt sich aber, die komplette fast 100 Seiten starke Anleitung bei Polar herunterzuladen. Dort sind alle Tastenfunktionen und das Web Portal sehr gut erklärt. Das Bedienkonzept sieht im Groben so aus:

Es gibt 3 Ebenen. Die erste Ebene ist die der Uhrzeit, in der man die Einstellungen der Uhr ändern kann und sie als Schlaf- oder Aktivitätstracker benutzt.

Die 2. Ebene ist der Vorstartmodus, d.h. wenn man mit der roten Taste in die Vorbereitung für das Training geht. Hier kann man verschiedene andere Einstellungen setzen, wie z.B. die Anzeigen während des Laufs oder den Herzfrequenzsensor koppeln.

In der 3. Ebene, also während dem Lauf oder Training, gibt es weitere Möglichkeiten zur Bedienung. Wenn man das einmal verstanden hat, kann man die Uhr fast blind bedienen und sich wirklich voll auf das Laufen konzentiereren.

Nicht alle Einstellungen können an der Uhr selbst vorgenommen werden. So gibt es Einstellungen, die man nur in Flow ändern kann wie z.B. die Sportprofile.

Polar M400

Werksseitig ist dort Laufen, Fahrrad fahren, Sonst. Indoor- und Outdoor-Sportarten eingestellt. Da ich hin und wieder auch Nordic Walking betreibe und Inliner fahre, freute es mich umso mehr, dass es hierfür schon passende Profile gibt, die nach Einstellung in Flow und anschließender Synchronisation auf die M400 übertragen werden. Die Auswahl an Profilen ist so riesig, dass man die M400 für nahezu jede Sportart einsetzen kann. Von Reiten, Ballsportarten bis hin zu Surfen ist alles vertreten. Zu jedem Sportprofil gibt es wiederum zahlreiche, weitere Einstellungen.

So kann man die Ansichten auf der M400 im Flow Portal komplett entsprechend den eigenen Bedürfnissen einrichten. Das muss man sich so vorstellen, dass man virtuelle Displayanzeigen sieht und dort die Parameter per Drag & Drop hin und her schieben kann. So kann auch komplett neue Ansichten definieren, gerade so, wie man sie für die aktuelle Trainingssituation benötigt. Pro Ansicht werden maximal 4 Werte angezeigt.

■ Mein erster Lauf – Anzeigen und Funktionen – Akkulaufzeit – GPS-Empfang

Nach Betätigen des roten Tasters gelangt man in den Vorstartmodus. Das GPS Signal wird gesucht und die Herzfrequenz des Sensors abgefragt, sofern vorhanden. Ein Bestätigungston teilt mit, dass GPS und Herzfrequenz gefunden wurden. Bei mir dauerte es maximal 50 Sekunden bis zur vollen Erkennung des GPS-Signal. Die Uhr sollte dabei ruhig gehalten werden. Dank A-GPS beschleunigt sich die Positionsbestimmung erheblich auf teils um 30 Sekunden und weniger. Normalerweise wird bei Smartphones durch A-GPS die Satellitenposition schon vorbestimmt, anhand von Daten aus dem Mobilfunknetz. Bei der M400 werden ebenfalls diese A-GPS Daten verwendet, nur holt sich die Uhr die Daten beim Synchronisieren mit dem PC oder der Flow App aus dem Internet. Diese sind dann 14 Tage gültig. Das Ablaufdatum kann in der Uhr geprüft werden. Bei Problemen mit dem Empfang sollte also erst einmal geprüft werden, ob die A-GPS Daten aktuell sind. Ein Smartphone braucht nur “scheinbar” weniger Zeit, da viele GPS permanent aktiviert haben.

Nochmaliger Druck startet die Trainingseinheit. Während des Laufs kann man zwischen zunächst 6 Ansichten hin- und her schalten. Es gibt z.B. eine Ansicht mit der Herzfrequenz und der aktuellen Trainingszone, sowie eine weitere mit allen Trainingszonen in Summe und die jeweilige Zeitdauer pro Trainingszone. Daneben sind verschiedene Ansichten mit unterschiedlichen Parametern abrufbar, wie aktueller Pace, Durchschnitts-Pace, Distanz, Höhemeter, etc. Hier ist für jeden etwas dabei. Wer seine Ausdauer mit dem Herzfrequenzsensor trainiert, kann sich einen Überblick über die Zonen verschaffen. Wer sich für einen Lauf vorbereitet und ein festes Ziel vor Augen hat, kann sich an dem Durchschnitts-Pace orientieren. Bei mir steht z.B. in Kürze ein Halbmarathon an, den ich eigentlich in weniger als 2 Stunden schaffen möchte. So kann ich im Training gelegentlich darauf achten, einen Durchschnitt von mindestens 5:41 min/km zu laufen. Laufe ich in unbekannten Terrain, besteht die Möglichkeit, die Back to Start Funktion aufzurufen. Ein Richtungspfeil markiert nach der Hälfte der gewünschten Trainingsdauer den Rückweg in Luftlinie.

Die Bedienung während des Laufs ist aufgrund des guten Druckpunkts der Tasten sehr bequem.

Nach meinem ersten Lauf von 1,5 Stunden mit GPS und Herzfrequenzmessung mit dem Pulsgurt, war allerdings der Anzeigebalken des Batteriestatus bereits auf etwa 70% geschrumpft! Ich hoffe, die Akkukapazität verbessert sich nach ein paar Lade- und Entladezyklen noch etwas.

■ Auswertung

Nach dem Lauf geht es an die Auswertung. Dazu habe ich ein paar Bilder hochgeladen und eine meiner Trainingseinheiten Öffentlich geschaltet. So könnt Ihr Euch HIER selber einen Einblick in die Web-Oberfläche verschaffen.

Polar M400

Wenn man den USB Anschluss schonen möchte, sollte man nicht mit dem PC, sondern per Bluetooth mit der Flow App am Smartphone synchronisieren. Die Daten werden dann automatisch auch ins Internet übertragen und sind kurz darauf auch im Web Front End zu sehen.

Polar M400

Daneben gibt es noch die App Polar Beat mit einer eigenen Auswertefunktion. Was mir hier gar nicht gefällt ist, dass man die Daten aus Flow nicht nach Beat synchronisieren kann. D.h. Polar Beat kann nur Daten, die mit dem Smartphone ausgezeichnet wurden zu Polar Flow senden, aber umgekehrt funktioniert das nicht.

Die Möglichkeiten bei der Auswertung sind enorm. Man kann die Strecke auf einer Karte sehen und verschiedene Ansichten wählen wie Satellit oder Gelände und Markierungen setzen wie automatische Runden oder selbst erstellte Runden.

Polar M400

Daneben erhält man eine Übersicht über die Dauer der gelaufenen Kilometer oder selbst gestoppten Runden. Eine genaue Auswertung der Herzfrequenzzonen und verbale Bewertung des Trainings ist ebenfalls abrufbar.

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Nicht zuletzt kann man mit der Funktion „Nacherleben“ ein kurzes Video ansehen, in dem man auf einer Karte die eigene Strecke noch einmal präsentiert bekommt. Wenn man das ganze mit seinen Freunden auf Facebook teilen möchte, kann man das Profil für die zu teilende Trainingseinheit auf Öffentlich stellen und den Link teilen. Für weitere Analysen können die Daten auch in verschiedenen Formaten wie GPX, CSV und TCX exportiert werden.

Insgesamt bin ich mit der Auswertung sehr zufrieden, hätte mir aber wie gesagt noch gewünscht, dass man die Daten aus Flow in die App Beat exportieren könnte

■ Vergleichswerte

Zur Ermittlung der GPS-Genauigkeit besitze ich zwar keine wirklich optimalen Vergleichswerte, habe aber mal im Selbstversuch eine Strecke mit Runtastic und der Polar M400 aufgezeichnet. Besonders vor dem Hintergrund, dass in diversen Tests die GPS-Genauigkeit der M400 kritisiert wird.

Ich habe zum Vergleich einmal mein Samsung Galaxy S4 inkl. der passenden Apps mitgenommen und die Werte denen der Polar M400 gegenübergestellt:

Der Aktivitätsträcker: Hier bin ich eine Strecke von 2,6 km auf dem täglichen Weg zur Arbeit gelaufen inkl. Busfahrt auf holprigen Straßen. Die Polar M400 zählte dabei 2957 Schritte und die App “S Health” von Samsung 2991 Schritte, was einer Abweichung von ca. 1% entspricht und damit für mich tolerierbar ist.

Im Anschluss bin ich eine Strecke in der Stadt gewalkt. Dabei versuchte ich der polar M400 eine möglichst große Herausforderung zu bieten: Strecken durch Parks mit dichtem Baumbestand, vorbei an hohen Hausfassaden mit Abschattungen und abschließend noch durch eine lange Bahnhofshalle von ca. 300 Meter ohne GPS-Signal.

Runtastic lieferte folgende Werte:
Strecke: 3,68 km; Ø Pace: 10:18 min/km;

Die Polar M400:
Strecke: 3,87 km; Ø Pace: 9:48 min/km

Der Unterschied bei der Strecke ist mit 5% recht hoch. Das ist auch der Grund, weshalb sich die durchschnittlichen Rundenzeiten so deutlich unterscheiden.

Da meine Laufstrecken i.d.R. nicht durch geschlossene Räume gehen, habe ich den Test bei einem Lauf wiederholt. Ich bin also eine mir bekannte Laufstrecke gelaufen, die auch für Wettbewerbe genutzt wird und mit 10 km exakt vermessen wurde. Hier gibt es kaum Abschattungen oder Bäume und siehe da, beide Geräte zeigen nahezu gleiche Werte an:

Runtastic lieferte eine Strecke von 9,75 km und die M400 zeigte 10,2 km an, eine Abweichung von ca. 2%. Das liegt im normalen Bereich und ist bei anderen Uhren auch nicht besser.

■ Service und Support

Dazu kann ich noch nicht viel sagen, nur einen Tipp geben: Polar hat seinen deutschen Service in Büttelborn. Meine Läuferkollegen, die schon länger Uhren von Polar benutzen, brachten ihre Uhren zum Batteriewechsel oder zur Reparatur immer gleich dorthin und konnten die Uhr dann auch sofort wieder mitnehmen.

■ Fazit

Ich bin mit der Polar M400 absolut zufrieden. Sie ist fast schon die eierlegende Wollmilchsau, da sie 2 Geräte in sich vereint, die es bisher nur getrennt gab: Aktivitätstracker und Trainingsuhr. So kann ich mein Smartphone als Trainingsbegleiter in Rente schicken. Zum Hören von Musik tut es auch ein günstiger MP3-Player. Zudem ist der Herzfrequenzsensor nicht nur mit der M400 einsetzbar, was für den ein oder anderen sicher einen zusätzlichen Mehrwert bringt. Das Display ist sehr übersichtlich und verschafft mir während des Trainings einen optimalen Überblick über alle wichtigen Parameter, um mich optimal auf Wettkämpfe vorzubereiten oder einfach nur eine Übersicht mit Auswertung meiner Trainingseinheiten zu bekommen. Die M400 ist auch kein Schwergewicht und längst nicht sooo klobig, wie es auf den Bildern erscheint. Daher trage ich sie auch rund um die Uhr und nutze sie quasi wie eine ganz normale Armbanduhr auch zur Zeitanzeige.

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Dennoch muss ich 2 Kritikpunkte nennen: Die Akkulaufzeit mit GPS und Herzfrequenzmessung könnte besser sein und die Synchronisation von Flow nach Beat sollte auf jeden Fall noch ermöglicht werden.

In Anbetracht des Preises gibt es aus meiner Sicht keine Laufuhr mit einem solch immensen Funktionsumfang auf dem Markt. Deswegen kann ich sie auf jeden Fall weiter empfehlen, egal für welche Sportart sie eingesetzt werden soll.

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