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Testbericht Sonixx X-Touch Bluetooth-Kopfhörer

Ich besitze schon einige, kleine Bluetooth-Kopfhörer als ständige Begleiter beim Joggen. Der Klang ist zwar nicht schlecht, aber kam bisher nicht an meine günstigen, aber guten Superlux HD 668B heran. Was mir fehlte, war ein klanglich sehr guter, drahtloser Kopfhörer zum Musik hören und Filme schauen, speziell zum Anschluss an mein Fire TV. Ich wollte aber kein Vermögen für einen teuren Sennheiser oder Beyerdynamic ausgeben. Also gab ich diesem preiswerten Modell eine Chance.

Lieferumfang

Nach dem Öffnen des Kartons war ich zunächst etwas überrascht, als ich eine Art ovales Plastikei mit Reißverschluss vorfand.

Sonixx X-Touch

Es handelt sich hier um eine Box mit Reißverschluss zur dauerhaften Aufbewahrung. Nach dem Öffnen, findet man auf einer Seite den zusammengeklappten Kopfhörer, sowie diverses Zubehör:

Sonixx X-Touch

  • Ein ca. 1,2 Meter langes 3,5 mm Klinkenkabel zum Anschluss an herkömmliche Geräte
  • USB-Ladekabel
  • Reinigungstuch
  • Ausführliche Anleitung in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch

Sonixx X-Touch

Technische Daten

  •  Impedanz: 32 Ohm (Sehr gut bei Quellen mit schwachem Ausgangssignal)
  • Frequenzbereich: 20 bis 20.000 Hz
  • 9 Stunden Akkulaufzeit (Bisher 7 Stunden genutzt, ohne aufzuladen)
  • Ladezeit: 2-3 Stunden – Bluetooth-Standard 3.0

Design und Verarbeitung

Der Kopfhörer ist weitgehend aus Kunststoff gefertigt in mattem Design. Die Oberfläche fühlt sich leicht gummiert an und ist sehr griffig.

Sonixx X-Touch

Der Mechanismus zum Einstellen der Bügel ist sehr stabil und die Verbindung zwischen Hörmuschel und Bügel besteht aus einem Metallgestänge. Das Scharnier für den Klappmechanismus befindet sich an derselben Stelle und wirkt sehr stabil und von der Konstruktion her gut durchdacht. Sonixx X-Touch

Obwohl die Ohrpolster aus Kunststoff bestehen, fühlen sie sich weich und angenehm an.

Sonixx X-Touch

Die einzelnen Komponenten sind mit kleinen Kreuzschrauben verschraubt: Das könnte darauf hindeuten, dass man den Kopfhörer für einen Akkutausch zerlegen kann. Wegen der Garantie wollte ich das aber nicht ausprobieren. Durch seine schmale Bauweise und die etwas kleinen Ohrpolster wirkt dieser Kopfhörer nicht so wuchtig, wie die teuren Modell anderer Hersteller. Die Ohrpolster sind aber dennoch groß genug, das Ohr komplett zu umschließen. Das Touchfeld für die Bedienung befindet sich außen an der rechten Hörmuschel,

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etwas weiter darüber, an der Seite, sitzt der Druckschalter zum Ein- und Ausschalten. Auch die innen gepolsterte Aufbewahrungsbox macht einen edlen und stabilen Eindruck, so dass ich insgesamt mit der Verarbeitungsqualität und dem Design sehr zufrieden bin.

Tragekomfort

Als Brillenträger für mich ein wichtiges Kriterium. Nach dem Aufsetzen, fühlt es sich etwas “eng” an, da die Spannung des Bügels dafür sorgt, dass die Ohrmuschel fest am Ohr sitzt. Meine anfänglichen Zweifel waren aber schnell verflogen, denn nach gut 1 Stunde Benutzung tat es nirgendwo weh. Man schwitzt aber schon etwas am Ohr, wenn man die Kopfhörer länger auf hat. Das ist aber bei meinem Superlux auch so. Durch den verstellbaren Bügel ist eine Anpassung an verschiedene Kopfformen kein Problem.

Installation und Bedienung

Zunächst hatte ich den Kopfhörer an meiner alten Stereoanlage mit dem beiliegenden Klinkenkabel getestet. Leider ist das mitgelieferte Kabel viel zu kurz. Mich stört das aber nicht, da ich ja einen zusätzlichen, kabelgebundenen Kopfhörer besitze, sowie einen Bluetooth-Transmitter zur Kopplung an ältere Geräte ohne Bluetooth-Funktionalität. Die Kopplung selber ist kinderleicht. Einfach den Einschalter drücken und länger als 4 Sekunden halten, bis die darin enthaltene LED abwechselnd rot und blau blinkt. Auf dem Smartphone wird dann X-TOUCH als neues Gerät angezeigt. Der Multifunktionsschalter hat tatsächlich sehr viele Funktionen, je nach Druckdauer. Zum Einschalten betätigt man ihn 2 Sekunden, weitere 2 Sekunden zum pairen. Zum Ausschalten muss man ihn jedoch 4 Sekunden drücken und 2 Sekunden zum aktivieren der Sprachssteuerung. Außerdem dient er auch als Pause- und Anruftaste. Das Touchfeld ist aber die eigentliche Innovation. Es funktioniert ausschließlich im Bluetooth-Modus und es reicht nicht aus, einfach nur eine der Tasten zu berühren, sondern man muss sie “swipen”. D.h. man wischt vom Zentrum des Touchfeldes in die jeweilige Richtung: Hoch und runter für die Einstellung der Lautstärke und seitlich rechts und links zum Titelsprung. Das funktioniert nach etwas Eingewöhnung erstaunlich gut und zuverlässig.

Klangqualität

Die Klangqualität hat mich sehr begeistert. Als Freund tiefer Bässe passt dieser Kopfhörer gut zu mir, da die Bässe kräftig und knackig rüber kommen. Deutlicher als bei meinem Superlux, eher vergleichbar mit den höherpreisigen Modellen von Beyerdynamic, die auch eher basslastig sind. Dennoch werden die Höhen und der Mitteltonbereich nicht vernachlässigt und auch die Kanaltrennung empfinde ich gelungen. Subjektiv betrachtet gefällt mir der Klang also sehr, sehr gut und hat mich für diese Preisklasse doch ein wenig positiv überrascht. Für Rock- und Popmusik, besonders auch Hip Hop und R&B, ist dieser Kopfhörer sehr gut geeignet. Auch Filme kommen richtig gut rüber, was nicht zuletzt der guten Basswiedergabe geschuldet ist.

Fazit

Ich bin mit diesem Kopfhörer rundum zufrieden. Neben seiner tollen Optik und dem innovativen Bedienkonzept, bietet er auch einen sauberen und sehr guten Klang, der mich sehr überzeugt hat.

Aber auch hier gilt: Gerade die Beurteilung der Klangqualität ist einer sehr subjektive Sache. Wer keine dominanten Bässe mag, könnte vielleicht weniger zufrieden sein. Im Zweifel sollte man den Kopfhörer daher vorher ausprobieren.

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