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Testbericht Arshiner Q5C Syma X5C Drohne Quadcopter mit Video und vielen Bildern

Auf der “Über mich” Seite habt Ihr sicher schon gelesen, das RC Modellbau zu einem meiner Hobbys gehört. Hier bin ich sehr aktiv, bis hin zum RC Truck mit Verbrennermotor. Fliegen betreibe ich eher nebenher, besitze aber schon einige kleine Helikopter und den E-Sky Lama V4, ein etwas größeres Modell. Mit der JJRC H20 bin ich vor kurzem ins „Drohnengeschäft“ eingestiegen und führte nach einigen Tagen ein Upgrade auf die Arshiner Q5C durch. Diese ist deutlich größer als die kleine H20 und besitzt nur 4 Propeller. Es handelt sich dabei um ein baugleiches Modell zur Syma X5C. Eine Kamera ist ebenfalls vorhanden. Auch hier habe ich schon Erfahrungen mit dem GoPro-Klon SJ4000 auf der Ladefläche meines Monster Trucks. Die Perspektive aus einem Modell ist einfach eine völlig neue Erfahrung. Nun wollte ich dies auch in die Luft übertragen. So hat man quasi seine eigene Aussichtsplattform an beliebiger Stelle.

Syma X5C Arshiner Q5C

Die Intention für diesen Beitrag war, dass es zwar einige Meinungen und Testberichte im Netz zu diesen kleinen Flugobjekten gibt, aber nicht wirklich eine Hilfe, wie man die ersten Flugminuten unbeschadet übersteht oder wie man sich bei bestimmten Problemen selbst helfen kann. Nicht zuletzt quälen sich auch viele mit der oft dürftig formulierten deutschen Anleitung, sofern diese überhaupt vorhanden ist. In diesem Fall ist sogar nur eine englische Anleitung dabei.

Kinderspielzeug oder ernst zu nehmendes RC-Modell ?

Als Zusatz wird oft “Geeignet ab 14 Jahren” angegeben. Bei dieser Drohne sehe ich das etwas anders. Da die Steuerung deutlich einfacher als bei einem Helikopter ist, kommen auch jüngere Kinder damit zurecht. Zudem ist die Arshiner Q5C sehr stabil und hat bei mir schon einige Crashs an Decke, Wände und Boden unbeschadet überstanden. Selbst wenn sie mal komplett kaputt gehen sollte, was eher unwahrscheinlich ist, bei einem Preis von knapp etwa 50 EUR kann man dies noch einigermaßen verschmerzen. In Regionen von einigen hundert bis tausend Euro sieht das schon wieder anders aus. Deshalb ist ein solches Modell der ideale Einstieg, um die Tauglichkeit für dieses Hobby zu testen und steht in der Funktion den großen Modellen kaum nach. Dennoch muss man Abstriche hinnehmen. Einen Vergleich mit der mehr als 10 mal so teuren DJI Phantom 3 hält die Arshiner Q5C nicht stand. Das war mir bewusst und so waren meine Erwartungen angesichts des Preises nicht sehr hoch.

Vorbemerkung – Oder wie funktioniert eigentlich ein Quadcopter bzw. eine Drohne?

Die Funktion ist schnell erklärt. Es drehen sich jeweils 2 Propeller im und 2 Propeller gegen den Uhrzeigersinn. Demnach sind auch 2 verschieden drehende Propeller verbaut, die in diesem Quadcopter mit A/B gekennzeichnet sind. Einer dreht im und der andere gegen den Uhrzeigersinn. Darauf muss man beim Tauschen auch achten. Ein A-Propeller darf nie direkt neben einem A-Propeller liegen. Das gilt auch für jene mit dem Aufdruck B. Macht man das falsch, merkt man das schnell, denn die Drohne hebt dann nicht ab, sondern rutscht am Boden beim Gas geben einfach weg.

Nach dem Starten steht der Quadcopter zunächst in der Luft. Zu diesem Zeitpunkt neutralisieren sich alle Kräfte, die von den Propellern ausgehen und er steht sozusagen im Gleichgewicht. Durch die unterschiedlichen Drehrichtungen und mit der Fernsteuerung beeinflussbaren Drehzahlen der einzelnen Motoren, wird dieses Gleichgewicht bewusst gestört und es findet dadurch die Steuerung in die jeweilige Richtung statt.

Lieferumfang – Was bekomme ich für etwas über 50 EUR?

Die Drohne wird gut verpackt in einem kleinen Karton mit Trageriff geliefert. Beim baugleichen Syma X5C gibt es verschiedene Ausstattungsvarianten. Bei dieser Variante handelt es sich um die einfachste Version.

Syma X5C Arshiner Q5C

Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:

Syma X5C Arshiner Q5C

  • Arshiner Q5C QuadcopterSyma X5C Arshiner Q5C
  •  Fernbedienung ohne Batterien (4 Batterien oder Akkus vom Typ AA erforderlich)Syma X5C Arshiner Q5C
  •  Kamera (2 MP)Syma X5C Arshiner Q5C
  •  Entgegen der Beschreibung keine 2 GB microSD-Karte, sondern eine mit 4 GB und Kartenleser!Syma X5C Arshiner Q5C
  •  Akku (650 mAh)Syma X5C Arshiner Q5C
  •  4 Ersatzpropeller
  • USB-LadekabelSyma X5C Arshiner Q5C
  •  Kleines LandegestellSyma X5C Arshiner Q5C
  •  Großes Landegestell
  •  Kreuzschraubendreher
  •  Anleitung in englischer  Sprache

Was mir hier sehr gut gefällt ist, dass man nahezu jedes Teil zu günstigen Preisen nachkaufen kann.

Technische Daten

Die Arshiner Q5C besitzt 4 Kanäle und 6 Achsen zur Steuerung. Das ist deutlich mehr als preisgleiche Helikopter. So kann sie nicht nur nach oben und nach unten, sondern sich um die eigene Achse drehen, vorwärts, rückwärts und zur Seite fliegen. Daneben besitzt sie noch einige Features, wie die “Back to Home” Funktion, mit der sie auf Knopfdruck wieder zu einem zurück kommt, oder die 3D-Rolle, bei der sie einen kleinen Salto absolviert. Natürlich brauchen gewisse Flugmanöver etwas mehr Übung als andere.

Die Reichweite nach Herstellerangabe beträgt 50 Meter, wobei ich gefühlt auch die doppelte Reichweite schaffte. Das sollte man nicht bis an die Grenzen ausreizen. Verliert die Drohne das Funksignal, sinkt die Drehzahl der Motoren. Mit etwas Glück, kann man sie dann wieder zurück holen. Die Akkulaufzeit ist bei eingeschalteter Kamera kürzer!

Das Gewicht der Arshiner Q5C beträgt 69,5 Gramm ohne Akku. Der Akku selbst wiegt 14,5 Gramm, so dass das Fluggewicht bei 74 Gramm liegt. Der Durchmesser beträgt 39 cm mit Propellerschutz, ohne sind es nur noch 25 cm. Ohne das Landegestell und die Kamera ist die Arshiner Q5C nur 3,5 cm hoch. Nach Montage des großen Landegestells kommt man auf 9 cm.

Als Akku kommt ein LiPo-Akku zum Einsatz mit 3,7 Volt und 650 mAh. Dieser ist in etwa 100 Minuten vollständig aufgeladen.

Funktionen der Fernsteuerung – Features

Im Vergleich zu meinen kleinen Helikoptern bietet dieses Modell unglaublich viele Zusatzfunktionen, die man über die Fernsteuerung aktivieren kann. Zunächst einmal besitzt diese 2 3D-Joysticks, wie man sie beispielsweise von einem Konsolenpad her kennt. Der linke Joystick dient zum auf- und absteigen (nach vorne und nach hinten drücken) und zur Rotation um die eigene Achse (Druck nach links oder rechts). Der rechte Joystick bewegt die Drohne in alle 4 Richtungen, also vorwärts, rückwärts und seitwärts analog zur Richtung in der er bewegt wird. Das klingt erst einmal einfach, solange die Drohne nach vorne schaut. Sobald man sie um die eigene Achse dreht, stimmt das alles nicht mehr und man muss sich zur Steuerung immer gedanklich hinter die Drohne platzieren. Das ist anfangs bei allen RC-Modellen etwas schwierig, gelingt mit ein wenig Übung aber bald sehr gut. Oder man verwendet den „Headlessmode“:

Die Fernsteuerung besitzt oben (außen) links einen Taster. Durch einmaliges Betätigen wird zunächst die „Back to Home“-Funktion aktiviert. Das bedeutet, die Drohne fliegt zu seinem Besitzer zurück, landet aber nicht selbstständig. Nutzt man diese Funktion, sollte man rechtzeitig wieder die manuelle Steuerung übernehmen, damit man nicht wie von einem nicht gefangenen Bumerang erschlagen wird. Sobald man die Steuerung übernimmt, beginnt die Fernsteuerung wild zu piepsen. Jetzt ist der sogenannte „Headless-Mode“ aktiviert. Die Drohne ist dann im wahrsten Sinne des Wortes „kopflos“. Was bedeutet das in der Praxis? Nun, im Headless-Mode lässt sich die Drohne besonders für Anfänger einfacher steuern. Egal wie man die Drohne dreht oder in welche Richtung sie fliegt, die Steuerung bleibt gleich, d.h. sie fliegt immer nach vorne, zurück, rechts, links, wenn man den Joystick in die jeweilige Richtung bewegt, ohne umdenken zu müssen. Man gelangt aber nur über die „Back to Home“ – Funktion in den Headless Mode, sobald man danach die Steuerung übernimmt. Nochmaliges Betätigen des Tasters, schaltet die Assistenten wieder aus.

Für den Anfang ist auch der kleine Taster unterhalb des rechten Joysticks von Bedeutung. Damit steuert man die Geschwindigkeit der Drohne. Sie besitzt 2 Geschwindigkeiten und nach Betätigung folgen 1 bis 2 Bestätigungstöne für die jeweilige Geschwindigkeitsstufe. Als Standard ist die niedrigste Stufe eingestellt. Das reicht für den Anfang vollkommen aus. Die Empfindlichkeit beträgt hier etwa 40%. Es ist eigentlich nicht ganz korrekt, von Geschwindigkeitsstufen zu sprechen, es handelt sich vielmehr um Empfindlichkeitsstufen. In der 2. Stufe verändert sich die Empfindlichkeit auf ein Maximum. Die Drohne ist extrem agil und reagiert sofort und mit viel mehr Kraft auf Richtungsänderungen. Gerade draußen und bei etwas mehr Wind, ist diese Stufe wichtig. In meinem Nachtflugvideo habe ich beide Stufen kurz demonstriert.

Der obere, rechte Taster bereitet eine 3D-Rolle vor. Betätigt man diesen, piept die Fernbedienung zur Bestätigung und im Anschluss kann man mit dem rechten Joystick die Rolle in die gewünschte Richtung starten. Wer fit ist, kann dies natürlich genauso über die normale Steuerung erreichen.

Die beiden Schiebeschalter links und unterhalb des rechten Joysticks sind die sogenannten Trimmregler. Diese benötigt man, um die Drohne in einen stabilen Schwebezustand zu bekommen. Ansonsten kann es sein, dass sie immer „abhaut“ und man beim Fliegen ständig nachkorrigieren muss.

Zusammenbau und Einrichtung

Zunächst einmal muss der Arshiner Q5C zusammengebaut werden. Das ist einfach und fast schon selbsterklärend:

Als erstes steckt man jeden Protektor

Syma X5C Arshiner Q5C

in die dafür vorgesehenen Befestigungspunkte und schraubt diesen jeweils mit einer der Kreuzschrauben fest.

Syma X5C Arshiner Q5C

Syma X5C Arshiner Q5C

Dann kann man die Kamera montieren.

Syma X5C Arshiner Q5C

Diese wird mit 2 Kreuzschrauben am Akkudeckel befestigt.

Syma X5C Arshiner Q5C

Das ist etwas fummelig und wenn man einen magnetischen Kreuzschraubendreher besitzt, sollte man lieber den verwenden.

Syma X5C Arshiner Q5C

Fällt nämlich dabei eine der Schrauben ins Gehäuse, kann es etwas länger dauern, diese wieder dort heraus zu bekommen. Die Kamera besitzt ein kurzes Kabel mit einem kleinen Stecker, der in die Buchse neben dem Akkugehäuse eingesteckt wird. Das Landegestell besteht aus 2 Teilen. Ich hatte zuerst die beiden großen davon an der Unterseite eingesteckt.

Syma X5C Arshiner Q5C

Nach dem Zusammen muss man den Akku erst einmal mit dem beiliegenden Ladekabel an einem USB Ladegerät aufladen. Das Laden mit einer Powerbank ist ebenfalls möglich und praktisch, wenn man mit der Drohne im Freien spielen möchte, wo es keine Möglichkeit zur Aufladung gibt. Den Akku kann man zur Aufladung auch in der Drohne belassen. Nach dem Einstecken des Akkus in den Ladestecker, leuchtet die Lampe am USB-Stecker und schaltet sich erst dann wieder aus, wenn der Akku voll geladen ist. Nun noch den Akku mit dem kleinen Stecker im Gehäuse verbinden und es kann losgehen.

Syma X5C Arshiner Q5C

Jungfernflug und Tipps für Einsteiger – Meine deutsche Anleitung

Man sollte normalerweise immer zuerst den Sender (Fernbedienung), dann den Empfänger (Modell) einschalten. Ansonsten kann es schon einmal vorkommen, dass sich das Modell verselbständigt. Hier scheint es aber egal zu sein, da beides funktioniert. Dennoch kann es nicht schaden, erst die Fernsteuerung (es piepst zur Bestätigung) und dann die Drohne einzuschalten. Das funktioniert aber nur in dieser Reihenfolge, wenn sich der Gashebel in der Mitte bzw. nicht ganz am unteren Anschlag befindet.  Dann sollte man die Drohne auf einen flachen Untergrund stellen und einschalten. Die LEDs blinken nun. Drückt man jetzt den Gashebel einmal nach unten, wechselt das Blinklicht zu Dauerlicht und die Drohne ist abflugbereit.

Moment, bevor es losgeht, noch etwas Wissenswertes: Die Drohne besitzt oben jeweils 2 rote und 2 blaue Pfeile.

Syma X5C Arshiner Q5C

Dies hat einen besonderen Grund. Die beiden roten Pfeile kennzeichnen die Vorderseite und die beiden blauen die Rückseite. Im Dunkeln sorgen jeweils 2 LEDs für die Kennzeichnung. Die beiden orangefarbenen LEDs befinden sich an der Vorderseite und die beiden grünen LEDs an der Rückseite.

Syma X5C Arshiner Q5C

Das ist wichtig, denn zum besseren Einstieg in die Steuerung, sollte man die Drohne vor dem Start erst einmal so aufstellen, das sie nach vorne schaut. So muss man beim Steuern nach vorne, hinten und zu den Seiten nicht umdenken.

Nun kann man das kleine Fluggerät mit dem Gashebel (links) durch Druck nach vorne in die Luft bringen. Da sie in Bodennähe aufgrund der durch die Rotorblätter erzeugten Luftwirbel sehr instabil ist, sollte man sie gleich durch beherztes Gas geben in Kopfhöhe bringen. Nun wird sich die Drohne vermutlich zur Seite, nach vorne oder nach hinten bewegen, ohne dass man etwas dazu tut. Dann ist eine Trimmung erforderlich. Fliegt die Drohne beispielsweise nach rechts, muss der untere Trimmregler in die entgegengesetzte Richtung, also nach links, gedrückt werden, solange, bis die Drohne eine stabile Seitenlage besitzt. Fliegt sie nach vorne oder nach hinten, wird durch Drücken des Trimmreglers an der linken Seite, ebenfalls in die entgegengesetzte Richtung, eine stabile Lage erreicht. Erst dann sollte man mit den ersten Flugübungen beginnen. Nun kann man das Starten und Landen üben, bis es ohne Probleme klappt. Im Anschluss die Drehung um die eigene Achse und wenn man diese beherrscht, kommt erst der rechte Joystick zum tragen, um in die gewünschte Richtung los zu fliegen. Anfangs sind die Assistenten auf jeden Fall nützlich, besonders der Headless-Mode.

Worauf sollte man noch achten ?

Sobald man Schwierigkeiten bekommt, sofort Gas wegnehmen, um die Schäden zu begrenzen.  Alles andere macht es nur noch schlimmer. Anfangs hilft es, die Drohne vom Bett aus zu starten oder eine Yogamatte auf den Boden zu legen. Natürlich kann man auch gleich ins Freie gehen und auf einer Wiese üben.

Syma X5C Arshiner Q5C

Fliegt die Drohne außerhalb des Empfangsbereichs der Fernsteuerung, drehen die Motoren etwas langsamer und sie verliert an Höhe. Eine Maßnahme, die wohl dazu dienen soll, sie wieder in den Empfangsbereich zurück zu holen. So kann sie zumindest nicht einfach irgendwohin verschwinden. Sobald das passiert, sollte man sich dem Objekt nähern und versuchen, sie wieder „einzufangen“.

Ist der Akku leer, blinkt die Drohne einige Sekunden und die Motoren schalten sich aus. Hier ist es hilfreich, einen Timer am Smartphone zu nutzen, der auf 5 Minuten eingestellt wird. Nach Ablauf des Timers, sollte man die Drohne wieder in die Nähe steuern. Ansonsten wird sie einfach zu Boden fallen. Auf einer Wiese vielleicht ein geringes Problem, aber wenn sie sich gerade über einem hohen Baum befindet, ist das eher ungünstig.

Ein Wort zur Kamera

Die Kamera wird mit dem rechten Schieberegler eingeschaltet, indem man diesen nach unten drückt. Die Kamera besitzt eine eigene, blaue Bereitschafts-LED. Nach erfolgreicher Aktivierung leuchtet daneben eine rote LED auf. Ein erneuter Druck nach unten, schaltet die Kamera wieder aus. Drückt man den Regler nach oben, wird ein Foto erstellt. Die Bilder und Videos werden in gleichnamigen Ordnern auf der microSD-Karte mit fortlaufenden Nummern abgelegt.

Syma X5C Arshiner Q5C

Die Qualität der Videos und Photos ist mäßig. Besonders in Innenräumen. Die Kamera pumpt bei Farbwechseln und bei schnellen Bewegungen, sind die Aufnahmen verpixelt. Zudem ist die Position nicht verstellbar und der  voreingestellte Blinkwinkel ungünstig, da die Kamera zu stark nach unten zeigt. Das könnte man ggf. modifizieren. Die Vibrationen des Motors werden auf die Kamera übertragen, da diese keine Stabilisierung besitzt. Hier darf man bei einem Preis von 50 EUR aber auch keine Wunder erwarten. Schließlich kostet eine gute Actionkamera schon ein mehrfaches dieses Flugmodells. Es handelt sich wirklich nur um eine Spaßkamera, mit der man im Anschluss an einen Flug den Blick aus einer anderen Perspektive bekommt.

Während des Flugs mit der Kamera sollte man unbedingt hin und wieder die Aufnahme stoppen und neu starten, da bei ganz entladenem Akku eventuell das Video nicht mehr gespeichert werden kann.

Tuning und Mods

Wem die Arshiner Q5C zu langsam und träge ist, kann den Propellerschutz und die Kamera demontieren. Wählt man zudem noch die höchste Geschwindigkeitsstufe, macht das Fliegen noch einmal deutlich mehr Spaß. Allerdings ist dann auch die Gefahr von Schäden deutlich erhöht.

Die ohnehin schon große Reichweite lässt sich noch weiter erhöhen. Hier kann man die Antenne der Fernsteuerung verlängern, indem man ein 6,25 cm langes Kabel (oder ein vielfaches davon) innen an die Platine der Fernsteuerung lötet oder das vorhandene Kabel verlängert. Die Länge ist wichtig und bezieht sich auf die Funkfrequenz von 2,4 Ghz und die zugehörige Wellenlänge. Andere Längen führen zum gegenteiligen Effekt. Idealerweise ist es auch denkbar, die Außenantenne durch eine andere zu ersetzen. Ich hatte bisher noch nicht den Bedarf. Gibt man „range extend syma x5c“ in Google ein, bekommt man zahlreiche Anleitungen, auch mit Videos, wie dies durchzuführen ist. Oder einfach mal hier schauen.

Wichtig: Die Garantie geht bei solchen Modifikationen natürlich verloren!

Und wenn mal was kaputt geht ?

Bei vielen Modellen ist damit der Weg zum Elektroschrott geebnet. Mit dem Arshiner Q5C sieht das anders aus, da sie mit dem Modell X5C von Syma baugleich ist.. Es hat sich ein Markt mit Ersatzteilen jeder Art entwickelt. So bekommt man recht günstig Sets mit Zusatzakkus,

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Motoren

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und diversen anderen Ersatzteilen.

Auch wenn die Drohne sehr stabil ist, ist es doch gut zu wissen, dass man viele Dinge austauschen kann und so wahrscheinlich sehr lange Freude daran haben wird. Ich gönnte mir als erstes einen Pack mit 4 Zusatzakkus und einem Multilader. Der Lader selber ist nicht so optimal, aber die Akkus sorgen dafür, dass man nicht jedes Mal 100 Minuten bis zur nächsten Aufladung waren muss:

Aber Vorsicht! Die Motoren brauchen Zeit zum Abkühlen. Wer mehrere Akkus gleich hintereinander verwendet, riskiert, dass die Motoren durchbrennen. Daher ist es ratsam, nach jedem Akkuwechsel ein paar Minuten zu warten.

Probleme und Fehler

Die Drohne ruckelt und zappelt wild in der Luft, obwohl sie sich in der Nähe befindet:

Das trat bei mir mit einigen der nachgekauften Akkus auf. Ich fand heraus, dass die Kontakte der Akkus nach dem zusammenstecken nicht fest genug sitzen. So verlieren diese bei gewissen Flugmanövern die Verbindung und die Drohne bekommt Aussetzer. Das ist in meinen Videos teilweise auch zu erkennen. Ich habe das behoben, indem ich die Kontakte enger zusammengedrückt habe.

Zu starke Drift in eine oder mehrere Richtungen, die nicht durch Trimmung behoben werden kann:

Hier hilft ein Neukalibrieren der Drohne. Das erreicht man, indem man beide Steuerknüppel bei eingeschaltetem Modell jeweils einmal nach links unten und danach nach rechts unten bewegt. Dabei wechselt die grüne LED jeweils von Blink- auf Dauerlicht.

Nach dem Propellerwechsel hebt die Drohne nicht mehr ab:

Prüfen, ob der richtige Propeller verbaut wurde. Es dürfen sich keine Propeller mit derselben Buchstabenkennzeichnung nebeneinander befinden.

Kein Video nach Kameraflug:

Wie unter dem Punkt Kamera beschrieben, sollte man während des Flugs hin und wieder die Aufnahme stoppen und neu starten.

Fazit

Ich bin von der Arshiner Q5C absolut überzeugt, nachdem ich mich ausreichend lange damit beschäftigt habe. Die Flugeigenschaften sind als sehr gutmütig und stabil zu bezeichnen. So stellen sie auch Anfänger vor keine allzu großen Probleme. Zudem ist sie sehr gut verarbeitet und stabil, so dass bei kleineren Crashs kaum etwas kaputt geht. Selbst wenn es soweit kommt, kann man nahezu alles für wenig Geld austauschen. Profis kommen durch Erhöhung der Empfindlichkeit und entsprechende Modifikationen ebenfalls auf ihre Kosten.

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5.0 von 5 Sternen (12 Kundenmeinungen)

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Die Kamera liefert keine wirklich gute Qualität ab. Das führt aber nicht zur Abwertung, denn ich erinnere: Das komplette Ready-to-Fly Set kostet gerade einmal 50 EUR. Da kann einfach nicht alles perfekt sein.

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