Testbericht und Erfahrungsbericht4 TB Festplatte Hitachi DeskStar 0S03356 HDS724040ALE640 H3IK40003272SE mit vielen Bildern

Seit fast 3 Jahren besitze ich eine Buffalo Link Station Duo LS-WXL mit 2 X 1 TB Festplattenkapazität. Bisher war die Kapazität einigermaßen ausreichend, jedoch stiegen die Datenmengen mit Anschaffung einer FullHD-Digitalkamera immer weiter an.

Bereits vor einem Jahr kam ich an die Grenzen der Link Station und schaute mich auf dem Festplattenmarkt um. Ich überlegte, eine Aufrüstung auf 2 X 2 TB bzw. später dann auf 2 X 3 TB. Aufgrund der Flutkatastrophe in Thailand, stiegen die Festplattenpreise dann aber enorm an, so dass ich das Thema erst einmal auf Eis legte.

Vor einigen Wochen, meine Link Station platzte schon aus allen Nähten und der Platz für nötige Backups wurde auch schon knapp, entschied ich, probeweise zwei 4 TB Festplatten zu bestellen.

Da in der Kompatibilitätsliste für die Link Station nur die HDS724040ALE640 als einzige 4 TB Festplatte aufgeführt war, galt es erst einmal herauszufinden, was es mit den unterschiedlichen Bezeichnungen auf sich hat, da mir dies im Zusammenhang mit den sehr guten Testergebnissen der HDS724040ALE640 von diversen Fachzeitschriften schon sehr wichtig war.

Es gibt bei Amazon und bei anderen Händlern nämlich explizit das Model HDS724040ALE640 im Angebot, welche allerdings preislich oft weit über der H3IK40003272SE liegt. Tatsächlich ist die Bezeichnung der hier gelieferten Platte auch H3IK40003272SEund auch die von HGST erhältliche, kostenlose Testsoftware WinDFT zeigt bei der Analyse diese Bezeichnung an.

HDS724040ALE640

HDS724040ALE640

Eine Aufrüstung von 2 X 1 TB auf 2 X 4 TB ist natürlich schon eine gewaltige Verbesserung und wenn man bedenkt, dass die Link Station Duo in dieser Konfiguration fast 500 EUR kostet, auch eine kostengünstige Maßnahme und den Speicherplatz im NAS zu erhöhen.

Verpackung

Hier wird immer wieder bemängelt, dass Amazon schlecht verpackt. Dem kann ich nur zustimmen. Der Karton mit der Festplatte lag relativ lose im Karton.

HDS724040ALE640

Da es sich bei der Festplatte um Retailware handelt, ist das zu verschmerzen, da die Festplatte selber noch einmal stoßfest in einem Herstellerkarton verpackt und somit dennoch gut geschützt ist.

HDS724040ALE640

Lieferumfang

Im Karton waren neben der Festplatte auch eine knappe Anleitung und vier Schrauben zur Montage enthalten.

HDS724040ALE640

Inbetriebnahme

Bevor die Festplatten von mir im NAS verbaut wurden, habe ich mir das kostenlose Tool WinDFT von HGST hier heruntergeladen. Damit kann man einen Test der Festplatten durchführen und sie schon vorab auf fehlerhafte Sektoren prüfen.

HDS724040ALE640

Zuerst hatte ich eine der Platten über einen USB-Adapter angeschlossen. Da sie sich sehr schnell und stark erwärmte, beschloss ich den vorübergehenden Umbau in ein Desktopgehäuse und dort den Test mit Win DFT fortzusetzen. Generell sollte man Festplatten nicht einfach offen in Betrieb nehmen, da hier die Luftzirkulation fehlt, was zu Überhitzung führen kann. Die bisherige Samsung Platte hatte ich jedoch auch einige Stunden zum Backup von Daten offen auf dem Schreibtisch liegen und sie erwärmte sich nur handwarm.

Sowohl Temperatur als auch Lautstärke sind also höher als bei meinen bisherigen Platten (Samsung HD103SI). Da diese aber nur mit 5400 Umdrehungen arbeiten, ist das nichts Ungewöhnliches.

Auch wenn die Festplatte im ausgebauten Zustand lauter war, nach dem Einbau ins NAS konnte ich diesen Unterschied nicht mehr feststellen. Der Lüfter im NAS übertönt immer noch die Geräusche der Festplatte.

Leistungsdaten

Die wichtigsten technischen Daten des Herstellers sehen so aus:

  • Schnittstelle: SATA 6Gb/s
  • Kapazität: 4 TB
  • Sektorengröße: 512 Byte
  • Cache: 64 MB
  • Drehzahl: (RPM) 7200
  • Maximale Transferrate (MB/s, max) 204
  • Schnittstellentransferrate: (MB/s, max) 600
  • Load/unload cycles (bei 40˚ C) 600,000
  • Betriebszeiten: 24×7 (Dauerbetrieb!)
  • Stromverbrauch: 6.9 Watt

Besonders hervorzuheben ist, dass diese Festplatte somit für den Dauerbetrieb zugelassen ist, genauso wie die Western Digital Red!

Ganz besonders interessant ist auch der Load Cycle Count (LCC): Dabei handelt es sich um die Anzahl der Parkvorgänge des Schreib-Lese-Kopfes. Bei den Green-Modellen von WD beträgt der Wert z.B. 150.000. Das klingt viel, ist aber wenig, denn die Köpfe parken bei Nichtbenutzung extrem häufig (unter 10 Sekunden), was man nur schwer abstellen kann. D.h. nach jedem Schreibzugriff und kurzer Pause fahren die Köpfe in Parkposition! So kann eine Platte in wenigen Wochen oder Monaten schon diesen Maximalwert übersteigen! Die Hitachi DeskStar hat bisher genauso viele LCCs wie Einschaltvorgänge. Vermutlich parken die Köpfe nur nach einer längeren Zeit oder gar nicht. Damit stelle ich die Prognose, dass die Hitachi-Festplatte vermutlich deutlich langlebiger sein wird, als die Green-Modelle von WD und eher mit den Red-Modellen verglichen werden kann.

Im NAS selber hatte ich mit einem externen Temperaturfühler nach 2 Stunden Dauerbetrieb einen Wert von 30 Grad gemessen, bei einer Außentemperatur von 18 Grad. Das ist mehr als zufriedenstellend. Im PC Gehäuse lieferte CrystalDiskInfo jedoch einen höheren Wert von in der Spitze 37 Grad.

HDS724040ALE640

Solange die Temperatur aber unter 40 Grad bleibt, bewegt sich die Festplatte im optimalen Bereich.

Der Benchmark ist wie bei allen Festplatten immer abhängig von der Größe der Dateien, die geschrieben oder gelesen werden. Bei großen Dateien erreicht die Festplatte Schreib- und Leseraten von über 160 MB/sec, was ein extrem guter Wert ist und fast schon an die Größenordnung von kleineren SSD-Laufwerken heranreicht.

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Beim Übertragen von kleinen Dateien sind die Datenraten ernüchternd, aber nicht schlechter als bei vergleichbaren Laufwerken: Bei Datenraten von 4-8 MB, wie sie bei Bilddateien oft vorkommen, sinkt die Übertragungsrate auf Werte zwischen 40 MB/sec. bis 80 MB/sec. Da mein NAS nur mit maximal 45 MB/sec. lesen kann, spielt das für mich keine Rolle. Beim Einsatz in Desktopsystemen kann das Kopieren einer Bildersammlung schon zum Geduldspiel werden.

Fazit

Selbst wenn der Hersteller meines NAS auch andere Festplatten empfohlen hätte, wäre die Entscheidung wahrscheinlich dennoch für die Hitachi DeskStar gefallen. Gerade bei den renommierten, anderen Herstellern findet man in Foren sehr oft Beiträge über Probleme mit Ausfällen wie z.B. bei den Western Digital Platten in der Green-Variante, sowie den aktuellen Desktop Modellen von Seagate.

HGST 0S03356 interne Festplatte 4TB (8,9 cm (3,5 Zoll), 7200rpm, 64MB Cache, SATA III)
Preis: --
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Bei mir läuft die HDS724040ALE640 nun schon einige Zeit und es gab keine Ausfälle oder sonstige Probleme. Die Zugriffszeiten konnte ich nicht ausreizen, da mein NAS mit 12 MB/sec. Schreib- und maximal 45 MB/sec. Leserate recht träge ist. Für die Wiedergabe meiner FullHD-Videos von der Digitalkamera reicht selbst im 1080p-Modus die Datenrate locker aus.