Testbericht mit Videoreview zum Cubot Max

Smartphones bekannter Markenhersteller kosten ohne Vertragsbindung fast ein kleines Vermögen. Als Alternative dazu bieten viele chinesische Hersteller sehr gut ausgestattete Smartphones für den Bruchteil des Preises eines Markengerätes an. Nachdem ich schon das Cubot S550 und UMI Iron Pro testen durfte, konnte ich bereits einen groben Überblick über die Vor- und Nachteile solcher Geräte gewinnen.

so gespannter war ich auf meine nächste Teststellung, dass Cubot Max, welches zu einem aktuellen Straßenpreis von um ca. 150 EUR angeboten wird. Natürlich ist ein so günstiger Preis ohne Abstriche in einigen Punkten nicht machbar. Die Frage ist, wie schmerzhaft diese Abstriche sind und ob man gut damit leben kann. Das habe ich in meinem ausführlichen Testbericht mit Videoreview und zahlreichen Bildern beleuchtet.

Lieferumfang – Was bekommt man für knapp 150 EUR?

Die Verpackung macht schon einmal einen edlen Eindruck. Man erhält einen hübschen, goldfarbenen und stabilen Pappkarton.Cubot MaxGleich nach dem Abheben des Deckels, sieht man sofort das Cubot Max, welches gut geschützt in eine Kunststoffwanne gebettet ist. Darunter befinden sich die weiteren Zubehörteile:Cubot MaxEin micro-USB-Ladekabel, ein Steckernetzteil, eine Schutzhülle, eine bereits angebrachte Displayschutzfolie und eine Kurzanleitung. Die durchsichtige Schutzhülle befindet sich bereits am Smartphone.

Technische Daten – Was steckt drin ? – Benchmarks und Bewertung – Vergleich zum Cubot S550

Als Display kommt ein 6″ IPS-Panel mit einer Auflösung von 1280 X 720 Pixel mit einer Pixeldichte von 245 PPI zum Einsatz.

Der MediaTek Achtkern-Prozessor MTK6753 taktet mit 1,3 Ghz und ist mit 64 Bit angebunden. Dieser war seinerzeit für das S550 angekündigt, kam aber nicht zum Einsatz. Hier werkelt noch der Vierkern-Prozessor MTK6735, ein wesentlich schwächerer Prozessor. Im AnTuTu Benchmark kommt das Cubot Max somit auf 38.129 Punkte (Cubot S550: 31769 Punkte).Cubot MaxWas sagt das aus? Dazu vergleicht man einfach die Werte mit denen bekannter Geräte. Dass Samsung Galaxy S5 liegt auf ähnlichem Niveau, das S6 schafft teilweise Werte um bis 60.000, da hier ein deutlich leistungsfähigerer Prozessor verbaut wurde.

Mit 3 GB Arbeitsspeicher besitzt das Cubot Max ausreichend RAM für aktuelle Anwendungen. Selbst mit 2 GB ist man heutzutage noch gut gerüstet. Obwohl mein Cubot S550 nur 2 GB Arbeitsspeicher besitzt, konnte ich im Vergleich keine deutlichen Unterschiede feststellen, selbst wenn mehrere Anwendungen geöffnet sind. Der integrierte Datenspeicher ist mit 32 GB üppig und doppelt so groß wie beim Cubot S550. Mit Android 6 hat man ohnehin die Möglichkeit, den Arbeitsspeicher des Geräts mit dem einer zusätzlichen microSD zu einem Gesamtspeicher zu kombinieren. Mit einer Schreibgeschwindigkeit von etwa 60 MB/s und einer Lesegeschwindigkeit von circa 80 MB/s erreicht der Speicher akzeptable Werte, welche aber deutlich unter denen eines flotten SSD-Speichers liegen. Durch die Unterstützung von bis zu 128 GB großen microSD-Karten ist so der Gesamtspeicher auf bis zu üppige 160 GB erweiterbar!

Als Rückkamera wird ein 8 MP-Sensor verwendet, der auf 13 MP interpoliert wird. Ein recht heller Blitz ist obligatorisch und auch gut als Taschenlampe zu gebrauchen. Die Frontkamera ist ebenfalls von 1,3 MP auf 5 MP interpoliert und besitzt keinen Blitz.

Geladen und mit dem PC verbunden wird das Cubot Max per micro-USB-Kabel. Der austauschbare Akku besitzt eine Kapazität von 4100 mAh und wird mit dem beiliegenden Netzteil mit nur maximal 1 A geladen. Mein USB-Powermonitor zeigte aber auch beim Laden mit einem stärkeren Netzteil keinen höheren Ladestrom als 0,9 A an. Damit dauert das Aufladen bis zu 4 1/2 Stunden. Am Ende des Ladevorgangs wurden etwas weniger als 3900 mAh angezeigt, was aber im Hinblick auf Verluste beim Laden in Ordnung geht.

Sicherheitsfeatures wie Fingerabdrucksensor oder Augenscanner sucht man in dieser Preisklasse vergeblich.

Als Android Betriebssystem kommt Marshmallow in der Version 6 zum Einsatz. Ein Update auf die Version 6.0.1 ist nicht geplant, da laut Hersteller das Gerät dadurch langsamer würde. Man erwäge aber ein künftiges Update auf eine mögliche Version 6.1. Die Version 6.0.1 bringt einige kleine Verbesserungen, neue Emoji-Symbole und Bugfixe mit, auf die man aber auch verzichten kann.

Für die Datennutzung sind die üblichen Netze wie 2G, 3G und 4G (LTE) verfügbar. Das sagt aber noch nicht viel aus. Wichtig sind auch die unterstützten Bänder. Hier wird B1, B3, B7 und B20 angegeben. Das entspricht 800MHz, 1800 Mhz, 2100 Mhz und 2600 Mhz. Das Band B20 ist aber bei vielen Smartphones aus Fernost NICHT enthalten, auch nicht bei meinem aktuellem UMI Iron Pro. Viele ländliche Gegenden sind jedoch mit 800 Mhz angebunden, speziell zur Umsetzung von LTE zu DSL. Der Grund ist, dass man mit 800 Mhz eine höherer Reichweite hat und man weniger Funkmasten braucht. Dafür ist die Geschwindigkeit langsamer als mit 1800 Mhz und 2600 Mhz, wo man Bruttoraten bis 100 Mbit/s. erreicht. Dies wird häufig von T-Mobile eingesetzt. Im Klartext: Wer sein Smartphone hauptsächlich mit LTE in ländlichen Regionen nutzen möchte, wird mit diesem Gerät keine Probleme haben, im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones aus Fernost. Ich dachte, damit keine Probleme zu haben, aber gerade in Bahn und Bus verweigerte mein UMI Iron Pro aufgrund des fehlenden 800 Mhz Bandes oft den Dienst. Mit dem Cubot Max habe ich solche Probleme nicht mehr und würde daher auch bei keinem Smartphone mehr auf das 800 Mhz Band verzichten wollen. Besonders praktisch: Es gibt gleich 2 microSIM-Kartenslots, so dass man bei Nutzung einer privaten und dienstlichen SIM-Karte nur ein Smartphone benötigt.Cubot MaxMit 256 Gramm inkl. Schutzhülle und 225 Gramm Nettogewicht inkl. Akku, ist das Cubot Max recht schwer, wenn man bedenkt, dass mein UMI Iron Pro nur 150 Gramm wiegt! Man spürt es auch aufgrund der Displaydiagonalen von 15 cm deutlich in der Hosentasche.

Da mir meine Gesundheit wichtig ist, habe ich mir auch die Mühe gemacht, den SAR-Wert nachzuforschen. Dieser Wert gibt die Intensität der Strahlung in Watt pro kg Körpergewicht an. Der EU-Grenzwert liegt bei 2 W/kg und den blauen Engel gibt es bei Werten unter 0,6 W/kg. Cubot hat sich hier viel Mühe gemacht und den SAR-Wert professionell prüfen lassen und einen SAR-Report erstellt, den mir der Anbieter zur Verfügung gestellt hat. Aus dem 245 Seiten umfassenden Report geht hervor, dass der SAR-Wert keine statische Größe ist und von sehr vielen Faktoren abhängt und je nach Band unterschiedliche Werte annehmen kann. Die Werte liegen dabei zwischen ca. 0,1 Watt/kg bei LTE/UMTS und 1,05 Watt/kg bei GSM und damit deutlich unter den EU-Grenzwerten.

Ansonsten verfügt das Cubot Max natürlich über die üblichen technischen Features, wie WLAN, GPS und diverse Sensoren. Ein Gyroskop fehlt aber, so dass man beispielsweise bei Spielen wie Pokemon Go auf die Liveansicht verzichten muss.

Die technischen Daten lassen somit zumindest teilweise auf einiges hoffen.

Brauche ich ein Gerät mit Android 6 oder tut es nicht auch die Version 5?

Android 6 bietet zahlreiche Neuerungen, die besonders für Business-Nutzer interessant sein sollen. Die Oberfläche selbst hat sich nur unwesentlich verändert. Die für mich wichtigsten Neuerungen sind:

Bisher musste man die Apps durch vertikales Blättern in verschiedenen Seiten mühsam suchen. Als Abhilfe konnte man sog. Launcher installieren. Android 6 bietet nun eine ähnliche Oberfläche, wie sie in alten Versionen vorhanden war. Es gibt nur noch eine Seite, in der man nach unten durch die Apps scrollen kann, inklusive einer Schnellscrollfunktion. Die Sortierung ist nach wie vor alphabetisch. Das erleichtert die Bedienung ungemein.

Die Akkuleistung wurde durch eine intelligentere Akkusteuerung verbessert. Die neue Doze-Funktion analysiert das Nutzerverhalten und erkennt auch, wenn das Smartphone in der Nacht nicht benutzt wird und reduziert dann den Stromverbrauch drastisch.

Der externe Speicher verschmilzt nun mit dem internen Speicher und ist damit ohne Einschränkungen zur Erweiterung des internen Speichers nutzbar. Bisher konnte man nur Teile von Apps auf den externen Speicher verschieben, was nicht immer zuverlässig funktioniert hat. Auch der Zugriff auf das Dateisystem ist endlich möglich.

Die Sicherheit wurde verbessert, indem man die Berechtigungen der Apps individuell nach der Installation noch anpassen kann. Auch hier kann man jetzt auf Zusatzapps dazu verzichten.

Daher würde ich mir kein Gerät mehr mit Android 5 kaufen.

Design und Verarbeitung – Kann sich das Cubot Max sehen lassen?

Das lässt sich nur bedingt bejahen. Das Cubot Max sieht schon eher unscheinbar aus und ist mit mehr als 9,9 mm Dicke auch recht klobig.

Die mitgelieferte Hülle schützt zwar gut, verstärkt aber den Eindruck. Über die Qualität oder das Material des Display-Glases finden sich keine Informationen. Möglicherweise handelt es sich um das stabile Panda Glas wie beim Cubot S550, aber das ist nur Spekulation. Das Display endet seitlich etwa 4,5 mm vor dem Rand und füllt damit das Gehäuse nicht komplett aus.

Der Hersteller wirbt mit einem 2,5D Curved-Design, dass man aber nicht mit dem des Samsung Galaxy Edge vergleichen darf. Tatsächlich sind die Glasflächen am Rand leicht abgeschrägt. Deswegen auch die Bezeichnung 2,5D. Das Display selbst befindet sich jedoch außerhalb des abgeschrägten Bereichs. Beim Galaxy Edge ist auch das Display selbst abgeschrägt, wodurch man hier von einem echten 3D Curved-Design sprechen kann. Es geht also bei 2,5D mehr in Richtung Marketing. Dennoch liegt ein Smartphone mit abgeschrägtem Display besser in der Hand und sieht auf jeden Fall auch besser aus, als eines mit herkömmlichen 2D-Display.

Die Tasten zur Bedienung befinden sich, im Gegensatz zu meinem UMI Iron Pro und vielen anderen Smartphones, nicht im Display, sondern darunter, so dass keine wertvolle Displayfläche verloren geht.

Das äußere Gehäuse des Cubot Max besteht komplett aus Kunststoff. Aufgrund des hohen Gewichts, liegt die Vermutung nahe, dass zumindest der Rahmen aus Metall gefertigt ist. Der Power-Button und die Lautstärkeregler befinden sich oben rechts und besitzen einen sehr guten Druckpunkt. Üblich und praktisch ist eigentlich die Unterbringung der Lautstärketasten auf der linken Seite.

Die Gehäuserückseite besitzt einen abnehmbaren Deckel, hinter der sich neben dem Wechselakku auch die separaten Einschübe für die microSD- und die microSIM-Karte befinden. Für beide muss der Akku nicht entfernt werden. Im Gegensatz zu anderen Geräten mit Karteneinschüben von außen muss man hier bezüglich der Bestückung keine Kompromisse eingehen. Alle Einschübe sind gleichzeitig verwendbar!

Displayqualität

Die Auflösung von 1280 X 720 Pixel ist auf dem ersten Blick nicht viel, da die meisten Smartphones schon eine Mindestauflösung von 1920 X 1080 Pixel besitzen. Die Frage ist, ob man das wirklich erkennt und braucht. Tatsächlich befinden sich manche Hersteller im Auflösungswahn, wie man es seinerzeit bei den Digitalkameras beobachten konnte. Fakt ist, dass menschliche Auge kann den Unterschied zwischen 300 PPI und 450 PPI bei normalen Betrachtungsabstand gar nicht erkennen. Mit 245 PPI liegt der Wert beim Cubot Max etwas über der Wahrnehmungsgrenze von 300 ppi. Bei normalen Betrachtungsabstand merkt man den Unterschied jedoch nicht wirklich. Ein zu scharfes Display bringt eher viele Nachteile mit sich: Die Geräte werden teurer, die Akkus stärker belastet und man benötigt leistungsfähigere Prozessoren und Grafikeinheiten. Die Helligkeit liegt nach Herstellerangabe bei 450cd/m², ein guter Wert, der sich in der Praxis bestätigt, aber doch deutlich unter dem (750 cd/m²) des Cubot S550 liegt. Dennoch kann man das Display auch bei Sonneneinstrahlung noch gut ablesen.

Da ein IPS-Panel verbaut wurde, besitzt das Display zudem einen sehr guten Schwarzwert, was sich beim Anschauen von Videos sehr positiv bemerkbar macht. Die Blinkwinkelstabilität ist IPS-typisch sehr gut, so dass auch bei seitlichem Blick der Kontrast und die Helligkeit kaum darunter leiden. Ob man das als Vorteil sehen kann, sei mal dahin gestellt. So hat natürlich auch der Sitznachbar im Bus uneingeschränkte Sicht auf meinen Bildschirm.

Einrichtung und Bedienung – Einfach oder kompliziert?

Nach dem Einschalten und eingeben der PIN sieht die Oberfläche noch recht leer aus. Der vorab eingestellte Hintergrund passt optisch sehr gut zum Smartphone. Die von anderen Herstellern bekannte Bloatware findet man hier nicht. Es sind wirklich nur die zum Betrieb zwingend notwendigen Anwendungen installiert. Wer seine Daten bereits vorab über Google synchronisiert hat, sollte keine Probleme haben, denn nach Konfiguration des Google-Kontos, werden alle Apps des zuvor genutzten Smartphones automatisch installiert. Ich habe aber alle Apps einzeln nach Bedarf sukzessive nach installiert, denn vieles, was sich so im Laufe der Zeit ansammelt, braucht man nicht wirklich.

Die neuste WhatsApp-Version nutzt glücklicherweise die Google Cloud zur Datensicherung. Eine Sicherung vom alten Smartphone, kann so einfach wieder hergestellt werden. Da ich dort auch meine Kontakte hinterlegt habe, war so die Rücksicherung aller persönlichen Daten in kürzester Zeit erledigt.

Die Bedienung als solches funktioniert einwandfrei. Der 5-Punkt-Touchscreen reagiert bis in die Ecken sehr zuverlässig und präzise. Als Schnell- und Vielschreiber komme ich sehr gut damit zurecht. Die Navigation durch die Oberfläche gelingt absolut flüssig und schnell, trotz vieler, noch später installierter Apps.

Obwohl das Cubot Max durch das 6″-Display recht groß ist, liegt es gut in der Hand. Die einhändige Bedienung ist aber nur eingeschränkt möglich.
Features und Funktionen – Was macht das Cubot Max aus?
Der Name Max ist hier auf jeden Fall Programm. Sowohl von den Abmessungen, als auch von den technischen Daten. Man bekommt mit dem Cubot Max ein „Phablet“, also eine Mischung zwischen Smartphone und Tablet. Ein großes Display, hoher Arbeitsspeicher und ein üppiger Schreibspeicher zeichnen das Gerät aus. Bluetooth, GPS, die Mobilfunkdatenverbindung und WLAN funktionieren einwandfrei und sehr zuverlässig. Die Displayqualität ist ausgesprochen gut. Das Farbschema kann vollständig konfiguriert werden und die automatische Reduzierung des Blaulichtanteils zu bestimmten Tageszeiten sorgt dafür, dass man nicht unbewusst die ganze Nacht durchmacht. Das alles bekommt man für einen minimalen Preis.

Minimal ist neben dem Preis aber auch die Displayauflösung und der Umfang an Zusatzfeatures. Extras wie Fingerabdrucksensor oder Gyroskop sucht man vergebens.

Apps – Alles dabei ?Ja und Nein

Es sind kaum Apps vorhanden. Bloatware ist für das Cubot Max ein Fremdwort. Die wenigen, vorinstallierten Apps kann man an einer Hand aufzählen. Die eine ist die FM-App, ein recht empfindlicher Radioempfänger, der nur bei angeschlossenem Kopfhörer funktioniert. Gerade diejenigen, die PrePaid-Karten nutzen, könnten davon profitieren, da das Cubot Max einen FM-Empfänger verbaut hat. Samsung verzichtet seit geraumer Zeit darauf. Das fand ich sehr schade. Umso mehr freut mich, dass Cubot dieses Feature implementiert hat, um auch im Offline-Modus und bei fehlender Datenverbindung Radio hören zu können.

Alle anderen Apps muss man bei Bedarf nachinstallieren. Dabei gab es zu keinem Zeitpunkt Probleme. Zur Navigation mit dem Auto nutze ich beispielsweise Navigon und im Nahverkehr Öffi. Beide Apps ließen sich problemlos installieren und funktionieren einwandfrei.

Konnektivität – Daten rein und raus

Ein LTE-Benchmark in meinem Netz zeigte gute Werte bis zu 73 Mbit/s. Nettodatenrate im Download und 15,5 MBit/s. im Upload.screenshot_20161007-165607Das kann auch keines meiner bisherigen Smartphones überbieten und stellt mich mehr als zufrieden. Die Empfangsqualität ist sehr gut. Ich fahre jeden Morgen den gleichen Weg zur Arbeit und hatte schon alle möglichen Smartphones bis hin zum iPhone 6 (leihweise) dabei. Dabei ergaben sich im Vergleich keine Schwächen und Stärken des Cubot Max. Es bringt durchgehend gute LTE-Konnektivität und scheitert auch an denselben Funklöchern, wie seine Kontrahenten.

Zu Hause im WLAN bin ich ebenfalls zufrieden. Die Feldstärke ist ähnlich wie die meiner anderen mobilen Geräte, die ich zu Hause nutze. Verbindungsabbrüche sind selten und bei guter Empfangsstärke gar nicht vorhanden.

Bluetooth funktioniert zuverlässig, allerdings ohne NFC. Stattdessen verwendet Cubot das im Prozessor integrierte ‚Hot Knot‘. Damit können 2 Geräte verbunden werden, wenn sich die Displays in Reichweite befinden. Da andere Hersteller diese Form der Verbindung eher nicht implementiert haben und NFC viel weiter verbreitet ist, macht dieses Feature aus meiner Sicht keinen Sinn.

Bitte lächeln – Kameraqualität – Bild und Video

Bei den Kameraangaben handelt es sich um interpolierte Werte. Das bedeutet, die Auflösung wird auf die vom Hersteller angegebenen Werte hoch gerechnet. Die Rückkamera besitzt eine tatsächliche, physikalische Auflösung von 8 MP, die Frontkamera eine Auflösung von 1,3 MP. Diese Werte lassen sich in der Kamera-App einstellen und verbessern die recht schwache Bildqualität ein wenig. Die rückseitige Kamera bietet nur bei Tageslicht gute und farbtreue Bildwiedergabe. In der Dämmerung ist das Bild sehr körnig. Details sind dann nicht mehr so gut erkennbar. Die Frontkamera reicht zur Videotelefonie aus und auch für das ein oder andere Selfie bei guten Lichtverhältnissen. Hier leisten selbst die alten Modelle der Markenhersteller wie Apple oder Samsung deutlich mehr!

Der Blitz ist ausreichend hell. Nutzt man die Taschenlampenfunktion, kann man damit einen kompletten Raum aufhellen. Videos werden nur im 3gp-Format aufgenommen, besitzen jedoch eine ordentliche Qualität. Selbst bei schnellen Schwenks sind die Aufnahmen noch flüssig.

Insgesamt sind die beiden Kameras für ein Smartphone in dieser Preisklasse jedoch akzeptabel und reichen für den ein oder anderen Schnappschuss aus.

Sound- und Sprachqualität – Kinosound oder Blechbüchse?

Hier habe ich nicht viel erwartet und ich wurde weder enttäuscht noch überrascht. Musik klingt relativ blechern, flach und im Vergleich klingt selbst mein altes Samsung Galaxy S4 um einiges besser. Bei Spielen ist der Sound aber akzeptabel. Ein Kopfhörer liegt dem Smartphone nicht bei, was mich auch nicht stört. Ich besitze bereits gute Kopfhörer und wenn ich diese anschließe, bin ich mit dem Klang mehr als zufrieden. Hier habe ich glücklicherweise keine Unterschiede zu meinem Samsung Galaxy S4 oder iPod feststellen können.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist jedoch als sehr gut zu bezeichnen. Man versteht seinen Gesprächspartner optimal und wird von diesem ebenfalls sehr gut verstanden.

Akkukapazität – Wann ist die Luft raus ?

Der Akku soll eine Kapazität von 4100 mAh besitzen und kann sogar gewechselt werden.Cubot MaxEine Herstellerangabe zur Nutzungsdauer konnte ich nicht finden. Das ist auch besser so, denn die Nutzungsdauer hängt stark von den eigenen Gewohnheiten ab. Wer nur telefoniert und sonst das Smartphone kaum benutzt und im Offline-Modus hält, kann sicher eine Woche mit einer Ladung auskommen. Tatsächlich hält der Akku bei mir bis zu 2 Tage, wenn ich das Smartphone etwa 4 bis 5 Stunden im Schnitt nutze. Dabei nutze ich es relativ häufig zum Schreiben von Mails und Nachrichten, spiele das ein oder andere Spiel und surfe im Netz. Das summiert sich eben auf circa 4 bis 5 Stunden täglich, so dass ich annehme, dass bis zu 10 Stunden Dauernutzung mit einer Akkuladung möglich sind. Das ist deutlich mehr, als ich es bisher gewohnt war und ist der sehr hohen Akkukapazität zu verdanken. Das Cubot S550 konnte hier nur mit 3000 mAh aufwarten und maximal 1 ½ Tage Nutzungsdauer.

Fazit – Kaufen oder nicht kaufen ?

Hier habe ich einfach mal kurz die Pros und Kontras aufgeführt:

+Gute Verarbeitung
+Hoher Arbeitsspeicher von 3 GB
+Hoher interner Speicher von 32 GB
+Sehr Gute Erweiterbarkeit von bis zu 128 GB mit microSD-Karte
+Helles und gleichmäßig ausgeleuchtetes Display mit hoher Blickwinkelstabilität
+Sehr gute Reaktionszeit und flüssige Bedienung
+FM Radio
+Alle deutschen LTE-Bänder enthalten
+Sehr guter WLAN/Bluetooth/Mobilfunkempfang
+Wechselbarer und leistungsstarker Akku

Cubot Max 4G FDD-LTE Smartphone 6.0inch IPS 720 * 1280px HD-Bildschirm Android 6.0 OS 1,3 GHz Octa-Core 3GB RAM+32GB ROM 5.0MP +13.0MP Kamera 4100mAh Batterie
Preis: EUR 139,99
2 neu von EUR 139,991 gebraucht von EUR 123,19

-Fehlendes NFC
-Schwacher Klang
-Mittelmäßige Kamera
-Niedrige Displayauflösung
-Hohes Gewicht

Hier gilt es also abzuwägen: Man bekommt mit dem Cubot Max für etwas über 150 EUR ein hochwertig verarbeitetes Smartphone mit einem sehr guten und großem Display und einem präzise ansprechenden Touchscreen. Die Speicherausstattung und Erweiterbarkeit um bis zu 128 GB erlauben das Installieren vieler Apps. Ebenso positiv empfinde ich die Möglichkeit, den Akku bei Bedarf tauschen zu können. Der hardwareseitig verbaute FM-Empfänger funktioniert auch in Funklöchern, im Gegensatz zu diversen Streaming-Apps, die teilweise mit Werbung vollgestopft sind. Aufgrund der Unterstützung des 800 Mhz LTE-Bands, ist auch die schnelle Datenübertragung in weniger gut versorgten Gebieten kein Problem.

Die Klangqualität ist für die Preisklasse akzeptabel, genauso wie die Bild- und Videoqualität, wenn man auf eine hohe FullHD-Auflösung verzichten kann.

Für den aktuellen Preis relativieren sich aus meiner Sicht einige Nachteile. Bis auf die durchschnittliche Kameraqualität und den eher mittelmäßigen Sound, leistet sich das Cubot Max keine Schwächen, so dass man hier schon von einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen kann. Deswegen kann ich es für den preisbewussten Anwender, der sich ein extrem großes Display wünscht, jedoch nicht auf gute Qualität verzichten möchte, uneingeschränkt weiter empfehlen.