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Chronik und Bilder der Dreifach-Katastrophe in Japan: Hintergründe und Auswirkungen auf Deutschland

Eine Zusammenfassung der Ereignisse in Japan und deren Einfluss auf Deutschland konnte ich bisher nirgends finden. Daher habe ich mir einmal die Mühe gemacht, die letzten 8 Tage zu recherchieren und die wichtigsten Punkte in Form eines Logbuchs aufzuschreiben, über die Hintergründe zu informieren und natürlich ausgiebig zu kommentieren. Besonders viel Zeit kostete die Beschaffung von eindrucksvollen und vor allem auch lizenzfreien Bildern. Über die Teilnahme an meiner Umfrage würde ich mich freuen!

Was bisher geschah:

11.03.2011:

Am vergangenen Freitag erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9,0 den Inselstaat Japan. Die zweite Katastrophe folgte unmittelbar in Form eines Tsunami, der mit mehr als zehn Meter hohen Wellen zahlreiche Küstenstädte regelrecht verwüstete. Autos, Schiffe, Eisenbahnen und Häuser wurden wie Spielzeuge aus Plastik weggeschwemmt. Manche Städte sind nach dem Tsunami komplett zerstört. Zehntausende Menschen werden vermisst und täglich steigt die Zahl der Toten an. Ganze Wirtschaftszweige kommen zum Erliegen, da Häfen und Flughäfen geschlossen sind und aufgrund der Strom- und Telefonnetzausfälle die Produktion in vielen Bereichen wie z.B. der Automobilindustrie steht.

1 Bild aus der Region Wakuya aus dem Hubschrauber der U.S. Hilfskräfte

2 Luftaufnahme aus der Region Wakuya

3 Bild aus der Region Wakuya. Schiffe einfach an Land gespült wie Spielzeuge.

4 Luftaufnahme aus der Region Wakuya. Unfassbare Zerstörung.

5 Bild aus der Region Wakuya, das für sich spricht

12.03.2011:

Eigentlich sollte man meinen, dass dies mehr als genug sei, doch getreu der Redensart „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“, kommt noch eine nie dagewesene Atomkatastrophe hinzu: Schon am nächsten Tag nach dem Beben wird bekannt, dass aufgrund der Flutwelle im Atomkraftwerk Fukushima 1 die Stromversorgung ausgefallen ist. Die Reaktoren wurden nach dem Beben zwar automatisch abgeschaltet, jedoch ist aufgrund der Nachzerfallswärme auch bis zu einem Jahr nach dem Herunterfahren eine permanente Kühlung notwendig.  So kommt es aufgrund der fehlenden Kühlung zu einer Explosion in Reaktor 1. Die Betreiberfirma TEPCO  beschwichtigt jedoch und schließt eine Kernschmelze aus. Dennoch wird im Umkreis von 3 km die Evakuierung veranlasst. Anwohner im Umkreis von 10 km sollen in ihren Häusern bleiben  (Welche Häuser?). Nachbeben erschüttern das Land und die ersten Helfer treffen ein. In Baden-Württemberg bilden 60.000 Atomkraftgegner eine 45 km lange Menschenkette vom Amtssitz des Staatsministeriums bis zum Kernkraftwerk Neckarwestheim.

13.03.2011:

Spätestens am Sonntag laufen im Fernsehen nahezu ohne Unterbrechung Sondersendungen. Ein Brennpunkt folgt dem nächsten. Die Evakuierungsmaßnahmen wurden ausgeweitet und mehr als eine halbe Million Menschen in tausenden Notunterkünften untergebracht. Viele Menschen flüchten in den sicheren Süden und die Lebensmittel- und Treibstoffvorräte werden durch Hamsterkäufe immer weiter minimiert.

14.03.2011:

Am Montag findet eine Wasserstoff-Explosion im Reaktor 3 statt und zerstört die Gebäudehülle  nahezu komplett:

6 Satellitenaufnahme direkt nach der Explosion

Der innere Druckbehälter sei jedoch sicher und unbeschädigt, so die Betreiberfirma. Während die Kernschmelze immer wahrscheinlicher wird, versucht man verzweifelt die Kühlung mit Meerwasser vorzubereiten. An der Tokioter Börse bricht der NIKKEI Index ein. Die Bundeskanzlerin verhängt ein dreimonatiges Moratorium über die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke.

15.03.2011:

Kaum einen Tag später kommt es gleich zu zwei weiteren Explosionen in den Reaktorblöcken 2 und 4. Besonders dramatisch dabei ist, dass im Abklingbecken von Block 4 ca. 135 Tonnen abgebrannte Elemente lagern.  Viele Mitarbeiter des Kraftwerks werden nun in Sicherheit gebracht. Aufgrund der stündlich steigenden Strahlenbelastung löst die Regierung einen Strahlungsalarm aus, da nun auch mit einer Gesundheitsgefährdung zu rechnen ist. Weitere Evakuierungsmaßnahmen folgen. Die Sorge über eine radioaktive Wolke über der 37 Millionen Einwohner umfassenden Metropole Tokio wächst nun auch bei den Japanern.  In den Nachbarländern wie z.B. Russland steigt die Nervosität und Angst vor möglichen Folgen. Die Tokioter Börse folgt den dramatischen Ereignissen mit einem weiteren und heftigeren Absturz von mehr als 10%. Die 7 ältesten deutschen Kernkraftwerke sollen während des Moratoriums abgeschaltet werden.

16.03.2011:

Nachdem am Mittwoch die Meldung kam, dass sogar die Schutzhülle von Reaktor 3 beschädigt sei, wurden vorübergehend die restlichen 50 Mitarbeiter aus dem Kernkraftwerk Fukushima 1 evakuiert, um sie dann doch einige Stunden später wieder zurückzuschicken, weil angeblich die Lage weniger schlimm als angenommen sei. Während ein Leck im Reaktor 2 als Ursache für die erhöhte Strahlung in Verdacht gerät, soll Reaktor 3, in dem Brennstäbe mit hochgiftigem Plutonium im Einsatz sind,  per Hubschrauber aus der Luft gekühlt werden. Diese Aktion wird kurze Zeit später aufgrund der hohen Strahlenbelastung wieder abgebrochen. Währenddessen steigt zusehends die Gefahr der Selbstentzündung der in Reaktor 4 gelagerten Brennstäbe durch die dort stattfindende Kernschmelze. Dies würde dazu führen, dass die Radioaktivität bis hoch in die Atmosphäre gelangt und sich so sehr weit verbreitet. Die Wetterverhältnisse ändern sich positiv, so dass der nach Tokio wehende Wind zum Pazifik abdreht. Viele Politiker, auch aus den Reihen der CDU, zweifeln an der Rechtsmäßigkeit des Moratoriums, da das Parlament nicht beteiligt wurde und hierzu eine Gesetzesänderung notwendig sei.

17.03.2011:

Am Donnerstag werden die hilflosen Versuche der Kühlung von Reaktor 3 und 4 aus der Luft fortgeführt und am Boden Wasserwerfer eingesetzt. Ein Aufruf der Firma TEPCO nach freiwilligen Helfern erhöht die Anzahl der Mitarbeiter von 50 auf jetzt 70. Obwohl die freiwilligen Helfer wissen, dass sie sich auf einen „Kamikaze-Einsatz“ begeben, sind sie hochmotiviert dabei. Große Hoffnung wird jetzt auf die Verlegung einer neuen Hochspannungsleitung gesetzt. Mit dem Strom aus diesen Leitungen könnten die Kühlsysteme der Reaktoren wieder aktiviert werden. Einige Konstrukteure des Kernkraftwerks Fukushima 1 räumen mittlerweile Planungsfehler ein. So seien z.B. Reaktoren und Sicherheitssysteme überhaupt  nicht auf einen Tsunami ausgelegt. Aufgrund der sinkenden Temperaturen wird die Lage in den Notunterkünften immer angespannter, da die Gasvorräte zu Neige gehen. Während in Neckarwestheim und Philippsburg die ersten Atomreaktoren abgeschaltet werden, erwägt der Energiekonzern E.ON eine Klage gegen das Moratorium.

18.03.2011:

Die Kühlmaßnahmen in den 4 betroffenen Reaktorblöcken laufen weiter. Block 1 und 2 sollen aufgrund der provisorisch verlegten Stromleitungen wieder über das normale Kühlsystem gekühlt werden. Mittlerweile unterstützt auch die Feuerwehr mit Löschfahrzeugen bei der Kühlung der beiden kritischen Reaktorblöcke 3 und 4, mit deren Anschluss an das provisorische Stromnetz am kommenden Sonntag zu rechnen ist. Besonders dramatisch ist mittlerweile die Situation im Nordosten. Immer mehr alte und schwache Menschen erfrieren bei den niedrigen Temperaturen.

7 Das Bild ist zwar vom 12.03., zeigt aber eindrucksvoll, wie kalt es ist.

Offiziell spricht man von 6400 Toten. Da jedoch weitaus mehr Menschen noch vermisst werden, ist von einer deutlich höheren Zahl auszugehen. Inoffiziellen Quellen zufolge, will man die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke in Zukunft deutlich höher ansetzen. Den Folgen von Erdbeben, Hochwasser und Flugzeugabstürzen müssen sie künftig standhalten. Alle sicherheitsrelevanten Systeme wie z.B. Notstromaggregate sind in Bunkern unterzubringen.

Die Fakten und Hintergründe:

Erdbeben sind in Japan nichts Ungewöhnliches: Mehr als 10 Beben mit hunderttausenden Toten hat die Halbinsel schon in den letzten 90 Jahren ertragen müssen und daraus sicher eine Menge gelernt. Obwohl es sich hierbei um das stärkste Beben überhaupt handelte, blieben zumindest die Gebäude in Tokio aufgrund der hohen Erdbebenprävention verschont. Riesige Stoßdämpfer in den Fundamenten der Hochhäuser sollen diese vor den Folgen schützen. Die Häuser der Landbevölkerung hingegen sind den Beben weiterhin schutzlos ausgeliefert. Die Atomkraftwerke sind ebenfalls auf stärkere Beben ausgelegt, aber offensichtlich  nicht auf deren Folgen.

Fukushima 1 besteht aus 6 Siedewasserreaktoren und stand schon lange vor dem Erdbeben negativ in den Schlagzeilen. Die Glaubwürdigkeit der Firma TEPCO ist sehr zweifelhaft, da sich in 2002 herausstellte, dass jahrelang Berichte gefälscht und Inspektionen aus Kostengründen verschleppt wurden. Nach Bekanntwerden dieses Skandals fanden einige Überprüfungen statt. In 2003 wurde das Kraftwerk jedoch wieder in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme der weiteren beiden Blöcke wurde aufgrund der Vertuschung eines Unfalls verschoben. Die für Anfang 2011 geplante Stillegung von Block 1 wurde durch die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA im Februar dieses Jahres um weitere 10 Jahre verlängert.

Nun werfen wir einen kurzen Blick nach Hessen auf das Atomkraftwerk Biblis:

Die beiden Reaktoren gingen Mitte der 70er Jahre ans Netz. Im September 1987 übersahen Mitarbeiter ein nicht geschlossenes Absperrventil, wodurch radioaktives Kühlmittel innerhalb des Kraftwerks austrat. Dies wurde vertuscht und kam erst 1 Jahr später durch einen Artikel in einer amerikanischen Fachzeitschrift an die Öffentlichkeit. Es bestand sogar die Möglichkeit eines GAUs. Im März 1994 kommt es aufgrund eines bei Wartungsarbeiten vergessenen Meißels zu einem Brand der Hauptkühlmittelpumpe innerhalb des Kerns. In 2006 wollte man die Erdbebensicherheit erhöhen und montierte dazu spezielle Dübel. Diese wurden jedoch nahezu alle falsch montiert. Insgesamt kam es zu mehr als einem Dutzend solcher Störfälle. Auch hier entschied die Bundesregierung über eine Laufzeitverlängerung bis 2020.

Ähnliche und teilweise sogar schlimmere Störfälle gab es auch in anderen deutschen Kraftwerken wie z.B. beim AKW Kümmel der Firma Vattenfall.

Deutschland, was nun?

Ich vergaß noch die Erwähnung eines weiteren Atomkraftwerks. Das im Jahr 1952 in Springfield erbaute Atomkraftwerk besteht wie Biblis aus 2 Reaktorblöcken. Geleitet wird das Kraftwerk von Mr. Burns und einer der Mitarbeiter heißt Homer Simpson.  Dieses Kraftwerk verstößt sogar gegen 342 Sicherheitsbestimmungen. Sicherheitsmaßnahmen werden hier so gut wie gar nicht eingehalten und der Giftmüll wird illegal entsorgt.

Scherz beiseite, auch wenn etwas erschreckend Wahres daran ist: Betrachtet man alleine nur die beiden Kraftwerke Biblis und Fukushima 1 stellt man unweigerlich Parallelen fest. Beide hatten viele Pannen, wovon einige vertuscht wurden und beide erhielten dennoch eine Laufzeitverlängerung. Bei den von privaten Institutionen erstellen Gutachten könnte man die Unabhängig anzweifeln. Der Betreiber des AKW Biblis (RWE) ist Mitglied im TÜV Süd e.V. der die Sicherheitsgutachten für deren Kraftwerke erstellt. Zudem ist TÜV Süd natürlich an einer längeren Zusammenarbeit mit RWE interessiert, da die Gutachten für ein Kernkraftwerk in der Größenordnung für Biblis eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle darstellen.

Die Befürworter der Atomkraft behaupten mit Recht, dass die Gefahr großer Erdbeben in Deutschland nicht gegeben ist. Die Atomkraftgegner führen an, dass ein terroristischer Anschlag z.B. mit einem Flugzeug eine ähnliche Katastrophe auslösen könnte. Auch sie haben Recht. Nur hinkt in meinen Augen der Vergleich, denn warum sollte nach einem Erdbeben in Japan die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturz auf ein Kernkraftwerk steigen?

Wir haben lediglich gelernt, dass das unwahrscheinliche dennoch eintreten kann!

Viel schlimmer empfinde ich die deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, dass durch Sicherheitsmängel, technisches oder menschliches Versagen eine Katastrophe eintritt.

Einer dauerhaften Abschaltung der besonders in die Jahre gekommenen Kraftwerke spricht nichts entgegen, da sie nur einen Bruchteil der Energiemenge produzieren, die in Deutschland verbraucht wird.

Die Laufzeitverlängerung geschah ohne Not und diente einzig und allein nur dazu, mit der Brennelementesteuer die marode Staatskasse zu füllen. Der Atomlobby war das nur Recht, denn die älteren Kraftwerke produzieren den billigsten Strom überhaupt und bescheren deren Betreibern auch trotz erhöhter Steuerlast einen satten Gewinn. Eine Gelddruckmaschine ohnegleichen! Dabei  war die Abschaltung vieler älterer Atomkraftwerke bereits beschlossene Sache und im Jahr 2020 sollte eigentlich keines der 17 deutschen Kernkraftwerke mehr im Betrieb sein. Durch die Laufzeitverlängerung wurden die Betreiber sogar motiviert, Investitionen in alternative Energien aufzuschieben!

So liegt die Befürchtung nahe, dass die Politik die Kraftwerke nach dem Moratorium wieder ans Netz lässt, sofern genug Gras über die japanische Katastrophe gewachsen ist. Bereits jetzt wird das Moratorium aus allen Reihen angezweifelt, da der Bundestag nicht beteiligt wurde und E.ON beabsichtigt sogar eine Klage. Rechtsexperten sind der Meinung, es sei verfassungswidrig. Ich glaube, die Regierung möchte hier einfach nur ihren Allerwertesten retten, um bei den Landtagswahlen noch einigermaßen gut weg zukommen, obwohl aktuelle Umfragen schon zeigen, dass die Regierungsparteien  bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg  am 27.03.2011 deutliche Verluste werden hinnehmen müssen. 

Die Zeitdauer von 3 Monaten zur Neubewertung der Sicherheit älterer Kernkraftwerke ist total unrealistisch. Eine so komplexe Sicherheitsprüfung muss u.U. EU-weit ausgeschrieben werden und dass alleine kann schon Monate dauern. Besser und konsequenter wäre es jetzt, die Laufzeitverlängerung auf dem regulären Weg über eine Gesetzesänderung zurückzunehmen. Damit wäre Rechtssicherheit geschaffen. Die Brennelementesteuer bliebe davon unberührt, da die AKW Betreiber diese sowieso auf den Strompreis umlegen dürfen.

Natürlich wird die Nutzbarmachung von regenerativen Energien in den nächsten Jahren nicht so schnell voranschreiten, dass damit Atomkraftwerke überflüssig würden. Es gibt aber auch Möglichkeiten, die Nutzung anderer, nicht regenerativer Energien zu überdenken.

Bei der Steinkohleförderung z.B. wurde der Ausstieg für 2018 beschlossen. Aufgrund der hohen Förderkosten, wird die Steinkohle stark subventioniert. Die Steinkohlesubventionen seien fast doppelt so hoch wie die Kosten für Importkohle. Aus meiner Sicht fehlt hier gänzlich der Blick in die Zukunft. So begeben wir uns in eine Abhängigkeit, aus der wir bei steigenden Preisen nicht mehr so einfach herauskommen. Man sollte überlegen, das Knowhow und die Ressourcen im eigenen Land zu nutzen. Mit modernen Filtertechnologien kann man Steinkohlekraftwerke durchaus umweltverträglich betreiben, bis sie durch alternative Energien aus Wind und Sonne ersetzbar sind. Ein gutes Beispiel dafür ist der geplante Ausbau des Staudinger Kraftwerks in Hessen.

Natürlich darf man dabei die alternativen Energien wie Sonne, Wind und Wasser nicht aus dem Blick verlieren und muss die Investitionen deutlich erhöhen, um spätestens 2020 den überwiegenden Anteil an Energie aus diesen Quellen nutzen zu können.

Hoffen für Japan

Die japanische Bevölkerung ragt unterdessen mit ihren Tugenden wie Bescheidenheit, Zurückhaltung, Mut, Disziplin, Nächstenliebe,  etc. heraus, wovor ich großen Respekt habe. Obwohl die Menschen dort angesichts der Massen von Schutt und Zerstörung gar nicht wissen, wo sie mit den Aufräumarbeiten beginnen sollen, ackern sie schon beharrlich am Wiederaufbau. Tränen oder Panik sieht man bei ihnen nur sehr selten. Viele der Japaner, die nach Osaka flüchteten, wurden dort von den Bewohnern Unterkünfte angeboten. Daneben opfern sich 20 freiwillige Helfer für die Allgemeinheit, die aller Wahrscheinlichkeit nach bei ihrem Einsatz sterben oder schwer erkranken werden. Das ist schlimmer als in einem Krieg, denn ein Soldat hat eine reelle Überlebenschance. Ich frage mich, wo jetzt die Vorstände von TEPCO sitzen. Sicher nicht in ihrem Kernkraftwerk Fukushima 1. Vielleicht sollte man überlegen, die Verantwortlichen auszumachen und sie bei den Löscharbeiten an den gefährlichsten Stellen einsetzen.

Im Grunde genommen teilen wir ja viele Tugenden mit den Japanern. So hoffe ich, dass die in Japan gebrachten Opfer nicht vergebens sein werden und eine noch größere Katastrophe verhindert wird. 

Mich würde interessieren, ob in Deutschland auch Menschen bereit wären, ihr Leben für die Allgemeinheit zu geben, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten und habe dazu unten eine kleine Umfrage eingestellt:

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  1. Mit freundlicher Genehmigung der U.S. Navy
  2. Mit freundlicher Genehmigung der U.S. Navy
  3. Mit freundlicher Genehmigung der U.S. Navy
  4. Mit freundlicher Genehmigung der U.S. Navy
  5. Mit freundlicher Genehmigung der U.S. Navy
  6. Mit freundlicher Genehmigung der DigitalGlobe, Inc.
  7. Mit freundlicher Genehmigung der U.S. Navy
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2 Gedanken zu „Chronik und Bilder der Dreifach-Katastrophe in Japan: Hintergründe und Auswirkungen auf Deutschland“

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