Erfahrungsbericht und Testbericht Sony Xperia Tablet S mit vielen Bildern

Update vom 02.05.2013: Erste Erfahrungen: Android Update auf 4.1.1

Nach ausgiebigen Tests stellen sich meine Erfahrungen wie folgt dar:

Verbesserungen:

  • Die Akkulaufzeit ist noch etwas besser geworden
  • Sporadische Verbindungsabbrüche bei WLAN treten nicht mehr auf
  • Bedienung noch etwas flüssiger und schnellerer Seitenaufbau mit dem integrierten Browser
  • Kleinere optische Änderungen bei der Bedienung

Verschlechterungen:

  • Small App für Fernbedienung funktioniert nicht mehr
  • Die Uhrzeit friert im Standby-Modus ein (Tritt bei meinem Gerät jedoch NICHT auf)

Insgesamt ist das Update auf jeden Fall lohnenswert. Bezüglich der Verschlechterungen gehe ich davon aus, dass Sony bald eine neue Build nachlegt.

Update vom 22.04.2013: Jelly Bean ist da. Android Update auf 4.1.1

Das für Ende des Monats angekündigte Update auf Android 4.1.1 ist verfügbar. Gestern hatte ich eine Prüfung auf Systemaktualisierung durchgeführt und es wurde mir das ca. 400 MB große Update angeboten. Nach der Installation fielen mir bisher nur kleine optische Veränderungen auf. Ein großes Augenmerk werde ich natürlich auf die versprochene Verbesserung der Akkulaufzeit legen.

Update vom 27.03.2013: Testbericht zur Docking Station SGPDS2

Seit heute ist auch ein separater Testbericht zur Docking Station Online.

Ursprünglicher Beitrag vom 19.03.2013:

Ein Tablet war bisher für mich eher ein entbehrliches Spielzeug. Vor einigen Tagen tätigte ich dennoch einen Spontankauf im Sony Outlet Store. Dort gab es nämlich das Xperia Tablet S mit 16 GB Arbeitsspeicher für 249 EUR mit vollen 2 Jahren Garantie als generalüberholtes Gerät. Da das Xperia Tablet S erst seit wenigen Monaten auf dem Markt ist, sollte das kein Hinderungsgrund sein. Erfreulicherweise legte Sony der Bestellung noch eine Schutzhülle und Tragetasche bei. Dieses notwendige Zubehör kommt im Einzelkauf noch einmal mit ca. 50 EUR zum Tragen. Somit handelte es sich hier um ein wirklich günstiges Angebot.

Wozu ein Tablet ?

Es gibt viele Diskussionen über Sinn und Unsinn eines Tablets. Nüchtern betrachtet, braucht man ein Tablet sicher nicht wirklich. Aber wer kauft nur Dinge, die er braucht? Manchmal möchte Man(n) oder Frau einfach nur etwas zum Spielen haben und wenn man ein solches Teil erst einmal besitzt, fallen einem doch viele Gründe ein, es nicht mehr hergeben zu wollen.

Mittlerweile sind mir eine Menge Gründe eingefallen, wozu ich ein Tablet gut gebrauchen kann, insbesondere für das Xperia Tablet S, welches im Vergleich zu anderen Tablets einige interessante Besonderheiten aufweist:

  • Fernbedienung: Das Xperia Tablet S besitzt, neben dem Samsung Galaxy Note 10.1, als einziges Tablet einen Infrarot Sender, womit nahezu alle Geräte auch ohne Netzanbindung steuerbar sind. So kann man beim Surfen schnell mal das Programm wechseln oder eine Aufnahme starten, ohne das Tablet aus der Hand legen zu müssen. Die Eingabe von Suchbegriffen in Browser oder YouTube-App ist über eine herkömmliche Fernbedienung sehr umständlich. Mit der Touch Tastatur des Xperia Tablet S gehören solche Probleme der Vergangenheit an und die Bedienung ist noch bequemer als mit meiner One For All URC 7962 Motion. Es gibt zwar auch Fernbedienungs-Apps für Smartphones oder Tablets, diese setzen aber eine aktive WLAN-Anbindung aller beteiligten Geräte voraus. Mit der Fernbedienungs-App lassen sich natürlich auch Makros programmieren. Dabei kann man sogar die Zeitspanne bestimmen, die zwischen den einzelnen Steuerbefehlen gewartet werden muss. Das ist notwendig, da viele Geräte nach dem Einschalten erst eine Weile brauchen, bis sie wieder Befehle entgegennehmen können. Die Fernbedienungs-App kann dank Multitasking auch als sog. Small-App im Hintergrund laufen.
  • SD-Kartenleser mit exFAT Unterstützung: Nur wenige Tablets besitzen überhaupt einen SD-Kartenleser. Meist handelt es sich dann nur um einen microSD-Steckplatz. Da in den meisten Digitalkameras SD-Speicherkarten zum Einsatz kommen, nutzt einem das zur Bildbetrachtung relativ wenig. Beim Xperia Tablet S gibt es einen Steckplatz für „normal große“ SD-Karten und so braucht man zum Betrachten der Bilder von einer Digitalkamera nur die SD-Karte umzustecken. Vermutlich handelt es sich hier auch um ein Alleinstellungsmerkmal. Da ich gerne mal die Bilder und Videos meiner Kamera im Freundeskreis herumzeige, ist dieses Tablet hierzu die optimale Lösung. Selbst die FullHD Videos mit 50 Bildern pro Sekunde meiner Panasonic DMC-FZ150 wurden ruckelfrei abgespielt. Es kommt aber noch besser: Android unterstützt von Haus aus kein NTFS oder eXFAT Dateiformat. Daher wurde meine 64 GB SDXC Karte nach dem Einlegen auch nicht gleich erkannt. Ich fürchtete schon, mit irgendwelchen Tricks und Rooten des Tablets, Zugriff darauf zu bekommen. Mit dem letzten Firmwareupdate von Sony, welches auf meinem Tablet noch nicht installiert war, wurde das Problem jedoch behoben. Mit Android 4.0.3 Version 6b sind nun auch SDXC Karten im exFAT-Format lesbar. Dies ist ohne Manipulationen mit keinem anderen Tablet möglich!
  • Gastmodus: Mit dem Gastmodus kann man das Xperia Tablet S auch mal den Kindern überlassen, ohne Sorge zu haben, dass sie Einstellungen verändern oder nicht altersgemäße Apps verwenden. Dazu erstellt man einfach Profile, für die man die passenden Berechtigungen erteilt. Diese erst für höhere Android Versionen in Aussicht gestellte Funktionalität, hat Sony somit bereits jetzt integriert.
  • Spritzwasserschutz: Auch hier bietet Sony wieder ein Alleinstellungsmerkmal. Anfangs gab es Probleme mit den Spaltmaßen, die dazu führten, dass dennoch Wasser ins Gehäuse eindringen konnte. Dies führte sogar zu einem zeitweiligen Verkaufstop. Das ist aber schon einige Monate her und die Probleme wurden nachhaltig beseitigt. So kann man das Xperia Tablet S auch bedenkenlos mit ins Freibad oder an den Strand nehmen. Dennoch sollte man vorsichtig damit umgehen, denn der Spritzwasserschutz schützt eben nur vor Spritzwasser und sollte nicht dazu animieren, das Tablet mit in die Badewanne zu nehmen.

Mit dem Samsung Galaxy S3 LTE I9305 besitze ich bereits ein sehr gutes Smartphone. Das 4,8″ große Display ist für ein Smartphone schon sehr groß. Zum Abrufen von eMails oder mal kurz etwas im Netz nachzuschlagen, reicht es daher vollkommen aus. Für umfangreichere Arbeiten wie Bild-, Text- oder Videobearbeitung besitze ich ein älteres DELL-Notebook mit einer 128 GB SSD, bei dem allerdings der Akku nicht allzu lange hält. Ich wünschte mir schon länger, auf der Couch vor dem Fernseher etwas bequemer surfen und auch mal eine längere eMail beantworten zu können, ohne dafür jedes Mal mein Notebook hochfahren zu müssen. Dieser Wunsch geht mit dem Xperia Tablet S für mich in Erfüllung. 

Mittlerweile habe ich auch noch weitere Ideen, wofür ich das Tablet einsetzen möchte: Bei der nächsten Fahrt in den Urlaub, könnte man es an einer der hinteren Kopfstützen befestigen, so dass die Kinder während der Fahrt Filme schauen können. Dank des sehr blickwinkelstabilen IPS Panel, wäre das kein Problem. Zudem lässt es sich per Bluetooth und einem Bluetooth-Adapter an die heimische Stereoanlage anschließen. Mit der optionalen Dockingstation wäre es als digitaler Bilderrahmen oder Wetterstation einsetzbar. Und, und, und…

Nichts davon braucht man wirklich, aber es ist schön, wenn man es hat 😉

Lieferumfang

Ich hatte schon Zweifel, ob ein generalüberholtes Gerät wirklich neuwertig aussieht. Schon beim Öffnen des Kartons waren alle Zweifel ausgeräumt. Von „Generalüberholt“ war keine Spur zu erkennen. Das Tablet sah aus wie neu und hatte keinerlei Gebrauchsspuren.

Sony Xperia Tablet S

Neben dem Xperia Tablet S beinhaltet der Karton das Netzteil, eine knappe Anleitung und ein USB Kabel zum Anschluss an den PC.

Sony Xperia Tablet S

Letzteres ist nicht unbedingt bei jedem Tablet enthalten und die Zubehörpreise bei Sony sind alles andere als günstig, aber noch weit entfernt von den Preisen der Apfelprodukte.

Besonders erfreulich ist, dass Sony auch noch eine hochwertige Schutzhülle

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und eine Notebooktasche als kostenlose Zugabe beigelegt hat:

Technische Daten

Das Xperia Tablet S ist in 4 verschiedenen Ausprägungen erhältlich:

  • 16 GB ohne 3G
  • 32 GB ohne 3G
  • 16 GB mit 3G und
  • 64 GB mit 3G

D.h. wer 64 GB benötigt muss auch zwangsläufig den Aufpreis für 3G zahlen. Ich habe die kleinste Version mit 16 GB ohne 3G erworben, da ich das Tablet überwiegend zu Hause verwende.

Ansonsten sind die technischen Daten identisch:

  • Android Version: Android 4.0.3 (Ice Cream Sandwich) Version 6b
  • Display: 23.8cm (9.4″“), 1280×800, OptiContrast™ Panel (LED, Touchscreen)
  • Prozessor: NVIDIA® Tegra® 3 Quad-Core-Prozessor (bis 1,5GHz, 1 MB L2-Cache)
  • Speicher: 16 GB, erweiterbar um 128 GB mittels SDXC-Speicherkarte
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Netzanbindungen: WLAN (IEEE 802.11 a/b/g/n), GPS, Bluetooth® Ver. 4.0
  • Sensoren: Infrarot, 3-Achsen Beschleunigungsmesser, Digitaler Kompass, Gyro, Lichtsensor
  • Frontkamera: 1 MP
  • Rückkamera: 8 MP
  • Anschlüsse: SD Card Slot, Multiport, Kopfhörer
  • Gewicht: 570 g
  • Abmessungen: Tiefe:17.44 cm; Höhe:0.88 cm; Breite:23.98 cm
  • Ladezeit:5.5 Stunden
  • Akkulaufzeit: Durchschnittlich 12 Stunden
  • Spritzwasserschutz: IPX4 (s. Wikipedia)

Verarbeitungsqualität und Design

Das Xperia Tablet S sieht schon etwas anders aus, als andere Tablets.

Sony Xperia Tablet S

Der Wulst an der Oberseite erinnert an eine umgeklappte Zeitung und sorgt durch die geriffelte Rückseite für sicheren Halt in der Hand. Beinahe fühlt man sich an Besuche in guten Cafes erinnert, wo an einem Zeitungsstock eingespannte Zeitungen herumliegen.

Sony Xperia Tablet S

Der großzügige Einsatz von Aluminium macht einen wertigen und stabilen Eindruck.

Sony Xperia Tablet S

Die wenigen aluminiumfreien Bereiche bestehen aus aufgerautem Klavierlack, der Fingerabdrücke verhindern soll. Das gelingt nicht wirklich. Ähnlich wie beim Kindle Paperwhite besteht hier doch eine große Lücke zwischen Werbeversprechen und Realität.

Mit einem Gewicht von 570 g ist das Tablet angenehm leicht. Dennoch kein Vergleich mit einem eBook Reader, der weniger als die Hälfte wiegt. Trotzdem kann man das Xperia Tablet S längere Zeit ermüdungsfrei halten, wenn man es mit der dicken Seite in die Hand nimmt. Durch die geringere Hebelwirkung bleibt das meiste Gewicht in der Hand.

Mit 9,4″ im 16:10 Format verbaut Sony im Xperia Tablet S ein ungewöhnliches Displayformat. Der Unterschied zu einem 10,1″ Display fällt kaum auf, dafür aber das Gewicht, welches z.B. beim Acer Iconia Tab A700 mit 670 g deutlich höher ist.

Mit 8,8 mm Höhe ist es gerade mal 0,2 mm dicker als mein ohnehin schon schlankes Samsung Galaxy S3 LTE I9305. Dadurch wirkt das Xperia Tablet S sehr schlank, obwohl es am Wulst an der Oberseite etwas dicker ist.

Unverständlich finde ich, dass die Abdeckung des zum Laden benötigen Multifunktionsanschlussses nicht mit einem Bändchen o.ä. gesichert ist. So kann die Abdeckung schnell verloren gehen:

Sony Xperia Tablet S

Dass es auch anders geht sieht man, wenn man einen Blick auf die Abdeckung des SD-Kartenlesers wirft:

Sony Xperia Tablet S

Hier schützt ein Sicherungsbändchen aus Gummi vor Verlust der Abdeckung.

Optisch hebt sich das Xperia Tablet S also deutlich von seinen Mitbewerbern ab und sieht sehr edel aus. Dazu liegt es sehr gut und sicher in der Hand. Die anfänglichen Mängel in der Verarbeitungsqualität, die anfangs zu einem Verkaufstop führten, wurden beseitigt.

Display

Grundsätzlich werden Tablets in Displaygrößen von 7″ und ca. 10″ angeboten. Da mein Samsung Galaxy S3 LTE I9305 bereits ein fast 5″ großes Display besitzt, wäre mir die Vergrößerung auf 7″ einfach zu wenig gewesen. Daher musste es schon ein Tablet mit 10″ Displaydiagonale sein. Das Xperia Tablet S besitzt zwar nur eine Displaydiagonale von 9,4″, liegt damit jedoch deutlich näher an 10″ als an 7″.

Vor noch einem Jahr wäre die Displayauflösung von 1280 x 800 Bildpunkten nicht weiter kritisiert worden. Mittlerweile können nicht nur Apple Produkte FullHD-Auflösung und mehr darstellen, sondern auch die Konkurrenz wie das Google Nexus 10 oder das Asus Transformer Pad TF700T. Freilich spiegelt sich das noch deutlich im Preis wieder. So muss man für ein gutes FullHD Tablet schon 200 EUR mehr auf den Tisch legen.

Aber waren alle bisherigen Tablets schlecht, weil sie keine FullHD Auflösung hatten?

Fakt ist, dass man auf einem FullHD Display natürlich deutlich mehr darstellen kann. Mehr Apps, mehrere Fenster, etc. Zudem sind weniger Pixel bei FullHD-Videos sichtbar. Das ist aber auch eine Sache des Betrachtungsabstandes. Nicht umsonst sind FullHD-Fernseher bei Diagonalen bis einschließlich 26″ mehr oder wenig überflüssig, sofern man nicht direkt mit der Nase davor sitzt. So ähnlich stellt sich das auch auf dem Tablet dar. Klebt man nicht direkt mit der Nase am Displayglas, wird man den Unterschied kaum feststellen. Wichtiger ist aus meiner Sicht ein Display mit guter Qualität und gutem Betrachtungswinkel. Die Blickwinkelstabilität und Farbtreue des 9,4″ IPS-Displays empfinde ich als sehr gut. Auch wenn man mit mehreren Personen auf der Couch sitzt und Bilder anschaut, muss man das Xperia Tablet S nicht zu jedem Betrachter hindrehen, damit er etwas erkennen kann. Die bei einigen billigen Tablets erkennbaren Farbstiche sind beim Xperia Tablet S überhaupt nicht vorhanden. Auch die Ausleuchtung ist homogen. Schwarze Flächen sind wirklich schwarz und nicht grau, was für einen guten Schwarzwert spricht.

Da ich mit stark spiegelnden Displays auf Kriegsfuß stehe, fiel mir die geringe Spiegelung im Vergleich zu anderen Tablets sofort auf. So lässt es sich sehr angenehm arbeiten, lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung wirken sich auch die geringen Spiegelungen sehr störend aus.

Insgesamt bin ich mit dem Display mehr als zufrieden. Es kommt im Vergleich gefährlich nahe an die Qualität des AMOLED-Displays meines Galaxay S3 heran. Die Größe ist gerade noch ausreichend und die Spiegelungen sind erfreulich gering. Selbst beim Blick von der Seite, kann man Bilder und Videos auch mit etwas vermindertem Kontrast noch gut erkennen.

Kamera- und Videofunktion

Die beste Aussagekraft hat immer noch ein Vergleich. Die Kamera meines Samsung Galaxy S3 wurde in vielen Testberichten gelobt. Daher muss sich auch das Sony Xperia Tablet S mit der Kamera meines Samsung Galaxy S3 messen. Die technischen Daten sind bei beiden Geräten identisch, jedoch fehlt dem Xperia Tablet S die beim Galaxy S3 vorhandene Videoleuchte. Der Nachteil liegt auf der Hand: Bei Kunstlicht oder schwacher Beleuchtung ist eine höhere ISO-Empfindlichkeit notwendig, die das Rauschen verstärkt. Zudem besteht die Gefahr verwackelter Aufnahmen, da bei wenig Beleuchtung eine höhere Belichtungszeit notwendig ist.

Die 1 MP Frontkamera hat eine sehr schlechte Bildqualität und besitzt einen deutlichen Gelbstich. Selbst bei ausreichend Kunstlicht, sind die Bilder deutlich verrauscht. Für Skype oder andere Videotelefoniedienste reicht es aber aus.

Sony Xperia Tablet S

Die Frontkamera des Samsung Galaxy S3 macht deutlich bessere Aufnahmen:

Sony Xperia Tablet S

Die rückseitige Kamera mit 8 MP ist da schon deutlich besser. Testaufnahmen bei Tageslicht sind relativ scharf, detailreich und farbtreu (ISO 100 und 1/238 Sek. Belichtung)

Sony Xperia Tablet S

Das Galaxy S3 überzeugt auch hier mit der besseren Kamera. Sowohl Rauschen als auch Farbtreue sind noch einmal deutlich besser (ISO 80 und 1/320 Sek. Belichtungszeit):

Sony Xperia Tablet S

Bei Kunstlicht bricht die Qualität zunächst stark ein, was aber durch manuelle Einstellung der Belichtung merklich kompensierbar ist. Mit einem ISO Wert von 1000 und einer Belichtung von 1/24 Sek. kann man nicht viel erwarten:

Sony Xperia Tablet S

Die Kamera des Samsung Galaxy S3 überzeugt auch hier mit einer höheren Empfindlichkeit. Ihr reicht ISO 400 und eine Belichtung von 1/17 Sek.

Sony Xperia Tablet S

Mit der Fotoleuchte reduziert sich der ISO Wert sogar auf 80.

FullHD-Videos haben eine erstaunlich gute Qualität, kommen aber dennoch nicht an die Aufnahmen einer guten Digitalkamera mit Videofunktion heran.

Die Kamera des Sony Xperia Tablet S muss sich der des Samsung Galaxy S3 somit in allen Belangen geschlagen geben.

Da die Video- und Fotofunktion für mich nicht wirklich von Bedeutung ist, kann ich mit diesen Einschränkungen leben.

Klangqualität

Der Klang der kleinen, internen Stereolautsprecher ist besser, als ich dachte. Stellt man das Tablet auf eine feste Unterlage, verbessert das den Klang deutlich, da die Unterlage als Resonanzkörper dient. Für das ein oder andere Video bzw. Spiel ist die Klangqualität mehr als ausreichend.

Sony Xperia Tablet S

Im Gegensatz zu anderen Android Geräten besitzt das Xperia Tablet S einen Equalizer mit zahlreichen, vordefinierten Klangbildern.

Xperia Tablet S Equalizer

So kann man noch das ein oder andere aus den kleinen Lautsprechern herausholen.

Zur Verwaltung der Musikdateien steht die Sony-typische Walkman-App zur Verfügung.

Bedienung

Der TouchScreen reagiert sehr flott auf alle Gesten. Das Scrollen in den Menüs oder auf Webseiten geschieht flüssig. Nichts ruckelt oder hängt. Auch Spiele, wie z.B. das kostenlose und sehr grafiklastige Need for Speed Most Wanted, sind flüssig spielbar.

Xperia Tablet S

Möchte man Bilder oder Videos von seiner Digitalkamera ansehen, steckt man einfach die SD-Karte in den Slot und startet die Sony Album App. Hier bekommt man eine schöne Übersicht, aller auf der SD Karte gespeicherten Inhalte. Bilder werden nach Auswahl sofort angezeigt, bei Videos erscheint ein Auswahlfenster, welchen externen Player man verwenden möchte. Die anfänglichen Tonprobleme bekam ich mit dem BSPlayer in den Griff (s. auch Tipps & Tricks).

Sony hat einige interessante Apps entwickelt, die das Leben mit dem Tablet erleichtern wie z.B. die Album-App. Sie zeigt eine Übersicht aller Medieninhalte im internen und auf externen Speichern:

Xperia Tablet S

Es sind aber auch zahlreiche, nutzlose Apps dabei, die das Menü etwas unübersichtlich machen.

Android selbst bietet keine Möglichkeit, Screenshots zu erstellen. Sony hat dazu ein kleines Widget mit dem Namen „Clip“ dazu gepackt, mit dem dies problemlos möglich ist. Die Dateien dazu ließen sich jedoch nicht auffinden und waren nur im Sammelalbum sichtbar. Das Übertragen auf andere Rechner ist hier nur mittels Tools wie Dropbox möglich.

Noch einfacher ist es, wenn man die Ein-/Aus- und Volume Down-Taste betätigt. In diesem Fall wird der komplette Bildschirm mit Statusleisten in der Galerie gesichert, so dass man auch auf die PNG-Dateien der Screenshots zugreifen und diese z.B. per USB-Verbindung direkt auf einen angeschlossenen Rechner kopieren kann.

Stabilitätsprobleme konnte ich überhaupt nicht feststellen. Es gab bisher keinen einzigen Absturz, was bei Android Geräten nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Akkulaufzeit

Die durchschnittliche Akkulaufzeit ist mit 12 Stunden angegeben. Oft ist es ja so, dass die Hersteller hier maßlos übertreiben. Auch wenn ich das Tablet extrem benutze, d.h. alles aktiviert habe, viel surfe und Videos schaue und die Beleuchtung permanent eingeschaltet ist, beträgt die Akkulaufzeit noch 9-10 Stunden. Geht man davon aus, dass es sich bei der Herstellerangabe um einen Durchschnittswert handelt, ist die Angabe daher durchaus realistisch. Zudem bescheinigte die Zeitschrift chip dem Xperia Tablet S die bisher beste Akkulaufzeit.

Schaltet man das WLAN aus und die Helligkeit auf einen niedrigen Wert, wie es z.B. beim Lesen von eBooks der Fall ist, hielt der Akku bei mir 15 Stunden durch! Rechnet man das auf die gängigen Angaben für eBook-Reader um, bei der die Akkulaufzeit für eine halbstündige, tägliche Benutzung kalkuliert wird, kommt man auf eine Benutzungsdauer von ca. 4 Wochen.

Verglichen mit anderen Tablets erreicht die Akkulaufzeit Spitzenwerte und ist deutlich besser als z.B. bei meinem Samsung Galaxy S3 LTE, wo meist nach 4-5 Stunden intensiver Nutzung der Akku schon leer ist.

WLAN-Anbindung

Aufgrund einiger Bemerkungen in diversen Testberichten bezüglich der nicht so guten Empfangseigenschaften des WLAN-Moduls, habe ich dieses einmal mit meinem Samsung Galaxy S3 und meinem DELL Notebook verglichen, einmal in meinem Heimnetzwerk und einmal in Verbindung mit einem Telekom HotSpot.

Zum Test habe ich auf beiden Android Geräten die App „Wifi Analyzer“ installiert, auf dem Notebook das Program „inSSIDer“. Die Netze arbeiten beide im 2,4 GHz Bereich.

WLAN Sony XPERIA Tablet S

Das Sony Xperia Tablet S besitzt eine deutlich besser WLAN-Empfangsleistung als mein Samsung Galaxy S3. Erwartungsgemäß ist die Empfangsleistung meines Notebooks wesentlich besser, als die der beiden Android Geräte. Dies liegt vermutlich an der besseren Anordnung der WLAN-Antenne im Gehäuse des Notebooks.

Die Zahlen alleine sagen natürlich noch nicht viel aus. In der Online-Hilfe des Programms „inSSIDer“ gibt es eine gute Übersicht mit Bewertung der einzelnen Zahlen.

Die Signalstärke für den Telekom HotSpot kann man demnach in allen 3 Fällen als gut bezeichnen. Im Heimnetzwerk unter schlechten Bedingungen, sieht es etwas anders aus: Die Empfangsqualität des Samsung Galaxy S3 ist als schwach einzustufen, was auch meinem subjektiven Empfinden entspricht. Mit dem Sony Xperia Tablet S ist die Qualität immerhin noch akzeptabel, wohingegen das DELL E6500 mit einer guten Empfangsstärke hervorsticht.

Ich habe den Test auch in mobiler Form wiederholt, d.h. ich bin durchs ganze Haus gelaufen und habe geprüft, wann die Geräte ihre Verbindung verlieren. Auch hier liegt das Xperia Tablet S im guten Mittelfeld.

GPS-Modul

Das GPS-Modul ist sehr empfangsstark und findet in weniger als 30 Sekunden den Kontakt zum Satelliten. Über den Nutzen in einem Tablet kann man sich streiten, denn es passt weder in eine der gängigen Kfz-Halterungen, noch möchte ich damit durch eine mir unbekannte Stadt laufen.

Fernbedienung

Die integrierte Fernbedienung mit IR-Sensor war einer meiner Hauptkaufgründe. Es gibt zahlreiche Apps, mit denen WLAN-fähige Endgeräte mit einem Tablet oder Smartphone bedient werden können. Diese stellen jedoch keine ernst zu nehmende Alternative zu einer herkömmlichen Fernbedienung dar. Geräte ohne Netzanbindung bleiben zudem außen vor. Der im Samsung Galaxy Note 10.1 verbaute Fernbedienungssensor soll lt. diverser Testberichte keine große Reichweite besitzen.

Das Sony Xperia Tablet S ist wohl das einzige Tablet auf dem Markt mit einem ernst zu nehmenden IR-Sensor. Das alleine reicht aber nicht aus. Auch die App muss entsprechend gut programmiert sein. Daher habe ich die App in Verbindung mit meinem Tablet ausführlich getestet.

Das Einrichten ist kinderleicht: Man hat bei der Neuregistrierung die Wahl, über den Hersteller und Gerätetyp die passende Funktion zu integrieren oder das Gerät komplett anzulernen. Im ersten Fall wählt man zunächst das Gerät aus wie z.B. Fernseher, Blu-ray Player oder Netzwerkplayer und im Anschluss den passenden Hersteller. Nun hat man die Wahl zwischen mehreren Fernbedienungstypen, wovon bei mir meist schon der erste der passende war. Ansonsten muss man halt einige Typen durchprobieren.

Sony Xperia Tablet S

Unten im Bild sieht man die Widget-Leiste, welche auch das Clip-Widget und das Fernbedienungs-Widget enthält. So ist die Fernbedienung auch als sog. Minianwendung parallel zum Surfen im Netz verwendbar.

Sony Xperia Tablet S

Sony Xperia Tablet S

Innerhalb von wenigen Minuten hatte ich schon folgende Geräte eingerichtet:

Sony Xperia Tablet S

Nach einem kurzen Wisch nach links, finden sich noch mehr Tasten,

Sony Xperia Tablet S

die ich nicht einmal auf meiner originalen Fernbedienung habe!

Bisher habe ich noch keine Beschränkung in der Anzahl der bedienbaren Geräte feststellen können.

Selbst meine alten Hifi-Komponenten von Technics aus dem Jahr 1995 wurden gefunden. Jedoch war die Anzahl der Funktionen so stark begrenzt, dass ich mit der Originalfernbedienung anlernen musste.

Zusätzlich besitzt die App auch eine umfangreiche Makrofunktion. Damit ist nicht nur die Aufzeichnung von Makros möglich, sondern auch die Steuerung der zeitlichen Abfolge, in der die Makros an die einzelnen Geräte gesendet werden.

Sony Xperia Tablet S

Die Anzahl der Makros scheint auf 40 pro Gerät begrenzt zu sein.

Wem das nicht reicht, hat auch die Möglichkeit, die Bedienung mit Gesten oder Geräuschen zu konfigurieren. So reicht z.B. ein kurzer Wisch über das Tablet oder ein Klatschen, um die Lautstärke zu verändern.

Sony Xperia Tablet S

Wie man sieht, kann man mit der Clip Funktion auch gleich im Nachgang Notizen auf dem Screenshot vornehmen!

Natürlich habe ich auch die Reichweite getestet. Der Abstand zum TV beträgt bei mir ca. 4 Meter. Besonders kritisch ist mein Western Digital TV Live HD Media Player untergebracht. Er sitzt hinter dem Fernseher und der Sichtkontakt auf den IR-Empfänger ist auf einen schmalen Schlitz an der Seite des TV begrenzt. Mit meinen bisherigen Fernbedienungen musste ich sehr genau zielen, um den IR-Empfänger meines Netzwerkplayers anzusprechen. Meine Erwartungen waren daher eher gering. Die Fernbedienung des Xperia Tablet S übertrifft jedoch alle meine Erwartungen und auch alle meine bisherigen Fernbedienungen. Es ist kein Zielen mehr notwendig! Selbst wenn ich einen Meter versetzt zu meinem Netzwerkplayer sitze, reagiert er sofort auf jeden Tastendruck. Die Reichweite und Leistung des IR-Senders übertrifft somit selbst die der meisten herkömmlichen Fernbedienungen.

Der einzige Nachteil ist natürlich die Akkulaufzeit. Die Akkus einer herkömmlichen Fernbedienung halten mehrere Monate. Hier muss man immer für einen vollen Akku sorgen. Dafür stimmt die Erkennung der Geräte und der Komfort bei der Bedienung über das große Display. Da kann keine andere, lernfähige Fernbedienung mithalten.

Tipps & Tricks & Probleme

WLAN-Erweiterung:

Mein WLAN Router, eine FritzBox 7270 V3, steht bei mir im Keller. Im Wohnzimmer ist gerade noch Empfang möglich und auf der Terrasse bricht die Signalqualität schon stark ein. Eigentlich überlegte ich mir, einen WLAN-Repeater zu kaufen, aber dann erinnerte ich mich, dass irgendwo im Keller noch ein alter Netgear WGR614 V4 herumlag. Da sich im Schlafzimmer eine Netzwerkdose befindet, habe ich den Netgear WLAN Router dort angeschlossen und ein 2. WLAN Netz aufgebaut. Der Netgear Router fungiert sozusagen als eigenständiger Switch mit WLAN-Port. Hierzu musste lediglich DHCP deaktiviert werden, da die IP-Adressen ja von der FritzBox vergeben werden. So habe ich im ganzen Haus Empfang, sogar bis in den entlegensten Winkel im Garten. Sobald man einen WLAN-Bereich verlässt, finden die Geräte automatisch das andere Netz und loggen sich ein.

Synchronisation mit dem Smartphone:

Ein sehr wichtiges Thema, denn ohne Synchronisation mit einem bestehenden Smartphone laufen die Datenbestände sehr schnell auseinander. Im ersten Schritt sollte man sich überlegen, einen Onlinespeicher anzulegen. Dazu gibt es zahlreiche Anbieter, die ihre Dienste kostenfrei zur Verfügung stellen wie DropBox oder die Google Cloud.

Zum Sichern von Apps und deren Einstellungen empfiehlt sich eigentlich das Tool Carbon – App Sync and Backup. Es kostet in der Premium Version ca. 3 EUR und hat gegenüber anderen Backup Tools wie z.B. Titanium Backup den großen Vorteil, das Gerät nicht rooten zu müssen. Lediglich der Installationsaufwand ist im Vergleich zu einem gerooteten Gerät etwas höher, da man Carbon zur Aktivierung auch auf dem PC installieren und beide per USB verbinden muss. Wie das funktioniert, wird bei der Installation von Carbon ausführlich beschrieben. Carbon funktioniert in der Premium Version auch mit verschiedenen Cloud Diensten wie DropBox und Google Drive.

So lassen sich z.B. Spielstände von Spielen etc. vom Smartphone auf das Tablet übertragen!

Die Aktivierung funktionierte mit meinem Samsung Galaxy S3 auch ohne Probleme, jedoch nicht mit dem Sony Xperia Tablet S. Die Ursache war schnell gefunden. Backups mit solchen Tools wurden von Sony blockiert. So steht es auch im Google Play Store auf der Seite des Herstellers von Carbon. Vermutlich liegt es daran, dass sich auf dem Tablet auch exklusiv von Sony entwickelte Apps befinden und Sony die Sicherung deswegen deaktiviert hat. Möglicherweise schaffen es die Entwickler von Carbon Backup doch noch, eine Lösung hierfür anzubieten.

Die Sicherung von explizit ausgewählten Dateien über die Cloud ist davon natzürlich nicht betroffen.

WhatsApp auf dem Tablet:

Mit dem zuvor beschriebenen Backup kann man auch WhatsApp sichern und vom Smartphone auf das Tablet zurücksichern. Dazu muss man WhatsApp nur mit einer anderen Telefonnummer erneut aktivieren. Leider ist das mit dem Sony Xperia Tablet S aufgrund der Aktivierungsprobleme mit Carbon Backup im Augenblick nicht möglich.

Tonprobleme beim Abspielen von MTS-Dateien:

Ich hatte zunächst mehrere Player installieren müssen, bis ich den richtigen fand. Der eigentlich gute MX Player schaffte zwar problemlos das Abspielen von FullHD Videomaterial bis hin zu 50 Bildern pro Sekunde, beim Ton scheiterte er. Der VLC Beta Player hatte keine Tonprobleme, dafür ruckelte das Bild stark und zeigte Artefakte. Erfolg hatte ich letztendlich mit dem BSPlayer in Verbindung mit den BSPlayer ARMv7 VFP Codec. Dieser Player spielte Ton und Bild perfekt und synchron ab.

Der BSPlayer unterstützt nicht nur DLNA Laufwerke, sondern bietet auch die Möglichkeit, das Tablet mit einem passwortgeschützten Share zu verbinden, so dass man auf alle Onlineinhalte im Heimnetzwerk problemlos zugreifen kann. Selbst die Widergabe von MKV-Dateien schaffte der BSPlayer ohne Probleme.

Sony Xperia Tablet S

Drucken:

Drucken mit Android ist möglich, auch wenn es viele Infos im Netz gibt, die das Gegenteil behaupten. Ich habe mir im Play Store die App PrintBot installiert. In der kostenlosen Testversion kann man 3 Seiten im Monat drucken, für 2,99 EUR bekommt man die Vollversion.

Zunächst war ich skeptisch, aber nach Installation von PrintBot war ich mehr als begeistert. Meine beiden älteren im LAN angeschlossenen Laserdrucker OKI C5450 und Kyocera FS-3830N wurden   sofort erkannt und der Druck funktionierte tadellos. Danach habe ich den OKI C5450 an meine FritzBox 7270 per USB angeschlossen. Auch hier fanden Erkennung und Druck problemlos statt.

Nützliches Zubehör

Meist ist es mit dem Kauf des Tablets alleine nicht getan und man erwirbt noch zusätzliches Zubehör.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Docking Station, so dass man das Tablet auch hinstellen kann. Stellt man das Xperia Tablet S in die Docking Station startet je nach Einstellung automatisch eine Diashow, die Uhr oder der Mediaplayer. Zudem ist sie in der Neigung verstellbar. So kann man das Tablet auch gut als digitalen Bilderrahmen oder ggf. auch als Wetterstation verwenden.

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Ein Netzteil wird leider nicht mitgeliefert. So muss man das vorhandene Netzteil über einen Adapter an der Docking Station anschließen. Durch Anschluss des USB-Steckers am PC besitzt man dann aber die Möglichkeit, per USB auf das Tablet zuzugreifen.

Wer nicht nur Bilder und Videos schaut, sondern auch mal etwas längere Texte schreiben möchte, sollte sich eine Bluetooth-Tastatur zulegen. Das Tippgefühl ist hiermit wesentlich präziser als über den Touch-Bildschirm. In Verbindung mit der Docking Station kommt so fast schon PC-Feeling auf.

Mir war die Originaltastatur von Sony zu teuer und so entschied ich mich für das Perixx Periboard-804 für ca. 30 EUR. Diese Tastatur besitzt im Gegensatz zur Originaltastatur auch ein deutsches Layout und mit der Zusatz-App „External Keyboard Helper Pro“ funktionieren auch die Sonderzeichen. Eine gute Anleitung zum Feintuning findet sich bei den Amazon Rezensionen.

Wer lieber Microsoft Surface Feeling benötigt, dem kann auch geholfen werden. Für happige 99 EUR bekommt man eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur.

Mit der neusten Firmware können sogar 128 GB SD-Karten gelesen werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier jedoch noch sehr ungünstig, so dass ich nach wie eine 64 GB Karte empfehle.

Die 64 GB Karte von Platinum erlaubt sehr schnelle Zugriffe und ist schon lange in meiner Panasonic DMC-FZ150 im Einsatz. Damit gelingt auch das Abspielen von FullHD-Videos ohne Probleme.

Die doppelte Kapazität kostet leider noch nicht das Doppelte, sondern etwas mehr.

Dafür hat man dann stolze 144 GB Gesamtspeicher, wovon iPad-Besitzer nur träumen können.

Möchte man schnell mal eine 2,5″ Festplatte oder einen USB-Stick anschließen, ist ein USB-Hostadapterkabel nötig, welches mit ca. 20 EUR relativ teuer ist.

Fazit

Bisher sah ich ein Tablet eher als überflüssige Anschaffung an. Das Sony Xperia Tablet S hat meine Meinung diesbezüglich geändert. Ich nutze es mittlerweile jeden Tag und habe es immer griffbereit in der Nähe liegen. Das hochwertige und wenig spiegelnde Display leistet sicher einen großen Beitrag dazu.

Besonders die bisher nur bei diesem Tablet integrierten Features, wie die Infrarotschnittstelle, den vollwertigen Kartenleser, der Gastmodus und den Spritzwasserschutz haben meine Kaufentscheidung beeinflusst. Wahrscheinlich hätte ich mir sonst auch nie ein Tablet zugelegt und von den weiteren Vorteilen profitieren können. Das Sony Xperia Tablet S ist für mich die ideale Ergänzung zu meinem Samsung Galaxy S3 LTE I9305 und Notebook. Dort wo das Notebook zu schwer und umständlich, jedoch das Display des Samsung Galaxy S3 LTE I9305 zu klein ist, spielt das Tablet seine Stärken aus.

Dennoch bleiben auch einige Wehrmutstropfen. Die fehlende Möglichkeit, Backup Tools nutzen zu können, ist ein spezielles Sony Problem und sollte schleunigst behoben werden. Zudem wäre es wünschenswert, auch für die Abdeckung des Multifunktionsanschlusses eine Sicherung zu besitzen. Ich würde mir dieses Tablet auf jeden Fall jederzeit wieder kaufen.

 

[Gesamt:5    Durchschnitt: 9.4/5]

15 Gedanken zu „Erfahrungsbericht und Testbericht Sony Xperia Tablet S mit vielen Bildern“

  1. Sehr guter und ausführlicher Bericht. Ich hab mir diese Woche auch das Xperia s zugelegt.

    War das kostenlose Spiel NFS Most wanted zeitlich begrenzt, oder wo finde ich das ?

    Gruß Willi

  2. Guter ausführlicher Test!
    Och so Tablets sind schon eine feine Sache. Aber meinen PC hat das Ding nicht ersetzt. Ich kann am PC einfach viel mehr mit anstellen.
    Was ich doh interessant finde, da ich Windows-User bin, ist dieses Surface. Oder überhaupt ein Win8 Notebook was man abstecken kann und schon hat man ein Tablet 🙂
    Ist also beides in einem, PC mit Tastatur und Tablet.
    Und dann auf der Couch hocken während irgend ne Serie vor sich hin läuft, ist das angenehmer als ein schweres Notebook 🙂

  3. Ich bin da noch sehr unsicher, Tablet oder lieber nicht?Aber wie immer ein total ausführlicher Bericht, allgemein finde ich dein Blog echt klasse.
    Aber dein Artikel hat mich nochmal zum Nachdenken gebracht, da in meiner jetzigen Lebenssituation ein tablet doch sehr vorteilhaft wäre….

  4. Zuerst waren Tablets ja nicht so meine Welt, genauso wie bei dir :), aber so langsam finde ich doch Interesse, besonders dein Artikel/Bericht hat mir sehr gefallen! Lg

  5. Wow, wirklich ein toller und sehr ausführlicher Artikel von dir, da kann ich mir nun wirklich etwas darunter vorstellen. Ich liebäugel ja schon die ganze Zeit mit einem Sony Tablet, ich hab bisher nur ein Sony Xperia tipo mit dem ich sehr zufrieden bin, aber für manche Anwendungen ist es leider zu klein.

    Vielen Dank nochmal und lg

    fantasylife

  6. Super Blogeintrag.. habe mir das Ding zwar schon bestellt, aber hier fühle ich mich nochmal deutlich bestätigt.. viele Tips sind auch dabei, sobald das Ding also hoffentlich morgen oder übermorgen bei mir ankommt werde ich das direkt mal in der Praxis testen… Viel Spaß weiterhin mit deinem Tab..

  7. Tablets sind wirklich eine gute Sache. Wir benutzen in der Firma auch eins, um unseren Kunden beispielsweise Prospekte (PDF) oder Hersteller-Apps vorzuführen. Wirklich eine gute Sache. Man kann auch zum Kunden rausfahren und hat immer alles dabei 🙂

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