Freitagskommentar mit Umfrage: E10 braucht kein Mensch, nicht mal die Polizei!

Es ist ja allgemein bekannt, dass Neuerungen in den Vereinigten Staaten nach ca. 10 Jahren auch in Deutschland „entdeckt“ werden. Bei E10 dauerte das sogar 16 Jahre. Durch die Stimme des Friedensnobelpreisträgers und Oscar Gewinners Al Gore im Senat, wurde ab 1994 in den USA flächendeckend der Biosprit E10 eingeführt. Mehr als 7 Milliarden Dollar an Steuergeldern flossen seitdem als Subvention in den Biosprit. Nahezu 40 % der Maisproduktion verschwinden so in den Tanks der Autofahrer. Barack Obama treibt unterdessen schon die Einführung der nächsten Stufe E15 voran und widersetzt sich jedweder Kritik. Berechtigte Kritik vor dem Hintergrund, dass sein wirtschaftlicher Beraterstab größtenteils aus Lobbyisten dieser Branche besteht. Durch die steigenden Benzinpreise und Unruhen in den arabischen Ländern erhält Obama derzeit jedoch enormen Rückenwind.

Der Anstieg der Biosprit Produktion führt unweigerlich zu einem noch heftigeren Konkurrenzkampf bei den Nahrungsmittelpreisen. Während in der dritten Welt die Menschen verhungern, weil sie sich die teuren Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können, wird in westlichen Ländern bestenfalls über steigende Bierpreise als mögliche Folge diskutiert. Schlecht wäre das nicht, denn vielleicht hat geringerer Alkoholkonsum eine ernüchternde Wirkung und verbessert die Sicht auf die wirklichen Probleme.

Was hätte man für die in 16 Jahren investierten 120 Milliarden Dollar wohl an Ergebnissen bei der Erforschung echter erneuerbarer Energien erreichen können?

Nachdem Al Gore nun ein Gegner seiner eigenen Idee geworden ist, hat Deutschland den Biosprit für sich entdeckt. Ohne irgendwelche Abstimmung oder Information der Bürger kam der Sprit an die Zapfsäulen und oh Wunder: Keiner wollte ihn haben. Als Folge der (Nicht)Akzeptanz dann der Benzingipfel und das Zugeständnis, an den Zapfsäulen Verträglichkeitslisten auszulegen. Sehr überzeugend, nicht wahr?

Aber E10 ist doch fast 8 Cent billiger? Stimmt, das sind bei dem derzeitigen Benzinpreis ungefähr 5 % und entspricht jedoch genau dem Mehrverbrauch, den man durch den erhöhten Ethanolzusatz in Kauf nehmen muss.
Die Bundesregierung möchte jedoch unbedingt die Einführung von E10 durchdrücken. Die staatliche Institution Polizei sieht das anders. Per interner Anweisung wird die Betankung von Dienstfahrzeugen mit E10 verboten, aus Angst vor möglichen Kosten durch Motorschäden. Aber wir Bürger sollen bitte schön nur noch den E10 Zapfhahn in die Hand nehmen.

Ich fasse zusammen: Preissteigerung bei Nahrungsmitteln, Monokulturen, kaputte Motoren, keine Kostenersparnis beim Verbraucher, keine Verbesserung des ökologischen Gewissens.

Wer greift da schon gerne zum E10-Zapfhahn? Oder doch?

[Gesamt:1    Durchschnitt: 9/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg