Konzertbericht: Konstantin Wecker

Letzten Freitag war ich also auf dem Konzert von Konstantin Wecker. Bisher kannte ich nur wenige seiner Lieder. Der Bekanntheitsgrad definierte sich bei mir eher über die Pressemeldungen vergangener Jahre bzgl. Drogenmissbrauch und seiner Haftstrafe. Außerdem wußte ich, dass er Mundart singt und mit seinen 61 Jahren in einem der letzten Fernseh Tatorte mitspielte.
Wir waren pünktlich zum Einlaß in Groß-Umstadt und mussten als Ortskundige nicht lange nach einem Parkplatz suchen, wohingegen die Parkplätze direkt an der Stadthalle schon alle besetzt waren. Die Karten wurde nicht kontrolliert und ich merkte schnell: Das Konzert war restlos ausverkauft. Nach gut 1 Stunde warten, kam er dann auch pünktlich auf die Bühne: Ein doch schon alter, vom Leben gezeichneter Mann mit einem gütigen Lächeln, wie ich es von meinem Opa her kenne. Die erste Stunde gab es also diverse Lieder zu hören, Witze und Gedichte, was mich doch sehr überraschte. Er gab einige seiner ersten Stücke zum Besten, die er aber selbst abkürzte und voller Selbstironie kommentierte („Die sadopoetischen Gesänge des Konstantin Amadeus Wecker“). Die Texte und Musik wirkten dabei schon etwas befremdlich wie z.B. „Der Herr Richter“. Nach einer Stunde gab es, für ein Konzert m.E. unüblich, eine Pause – wohl für die Raucher. Nach 2 Stunden war der offizielle Part vorbei und es gab noch eine gute Stunde Zugaben. Viele der Lieder überzeugten mich jedoch voll wie z.B. „Genug ist nicht genug“, „Sage nein“, „Was keiner wagt“. Gesanglich und musikalisch sehr überragend mit aussagekräftigen und kritischen Texten. Die Musikrichtungen variierten von Rock über Soul bis Jazz.
So habe ich nun ein doch etwas anderes Bild dieses Künstlers. Ich werde sicher nie Konstantin Wecker Fan werden, doch habe ich diesen Liveauftritt genossen und bin, wider Erwarten, nicht eingeschlafen…

P.S. Einen seiner Witze möchte ich hier noch zum Besten geben, weil ich den wirklich gut fand:
Treffen sich 2 Planeten in den Weiten des Universums: „Wie geht es Dir?“ fragt der eine Planet den anderen. Der antwortet „Total beschissen“. „Was fehlt Dir denn?“.
„Ich habe Homo sapiens“. „Oh, das tut mit leid, aber nimms nicht so schwer, das geht bald vorbei!“.

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