Media Markt Prospekt vom 16.12.2011: Geschenke-Finale oder geschenkt ist noch zu teuer ?

Dass der neue Media Markt Prospekt einige, interessante Geschenkideen bereithält, steht außer Frage. Offen ist jedoch, ob man diese Ideen bei anderen Händlern preiswerter verwirklichen kann, oder der Media Markt Preis der günstigste ist. Sicher ist schon mal eines: Wer heute zum Media Markt fährt, sollte sich auf stürmisches Wetter einstellen. Daher müssen die Angebote schon extrem gut sein, sich auf dem Weg zum Media Markt mit dem Sturmtief „Joachim“ anzulegen.

Wie zu erwarten war, versucht Media Markt auf der Titelseite wieder ein Notebook unter die Leute zu bringen:

Sony VAIO VPCEH2H1E/W für 499 EUR:

Ein Sony-Notebook gab es schon lange nicht mehr und die technischen Daten hierzu liefert Google auf Knopfdruck. So findet man auf der Herstellerseite deutlich mehr Informationen zu dem Gerät, als im Media Markt Prospekt enthalten sind. Dennoch möchte ich einen kurzen Überblick zu den wesentlichen Eigenschaften dieses Notebooks geben:

  • Intel® Core™ i3-2330M Prozessor mit 2,2 GHz Taktfrequenz
  • 4 GB DDR3 SDRAM
  • 500 GB Festplatte
  • Intel® HD Graphics 3000 Grafikkarte
  • 15,5″/39,5 cm Bildschirmdiagonale bei 1366 x 768 Bildpunkten Auflösung
  • Display mit LED Hintergrundbeleuchtung
  • 4 USB 2.0 Anschlüsse
  • Bluetooth® Standard Version 3.0
  • in Schwarz und Weiß erhältlich

So sieht man auf einem Blick, was einen bei diesem Gerät erwartet. Ungeachtet des Preises handelt es sich hier um ein Office-Notebook zum Surfen im Netz, Briefe schreiben, Videos und Fotos ansehen, was dank des HDMI-Ausgangs auch auf dem heimischen Flachbildfernseher möglich ist. Die interne Intel-Grafikkarte disqualifiziert das Notebook als Spieleplattform für neue und grafisch anspruchsvolle Spiele in hoher Auflösung. Das habe ich bewusst so geschrieben, denn so schlecht wie ihr Ruf, ist diese Karte gar nicht. Tatsächlich kann man mit dem Notebook auch neue Spiele zocken, muss jedoch die Auflösung zurückdrehen. Wer noch ältere Spieletitel zu Hause hat, könnte diese sogar bei voller Auflösung genießen. Einen interessanten Testbericht zur Intel® HD Graphics 3000 Grafikkarte habe ich hier gefunden. So kann sich jeder selbst ein Bild machen.

Hardcore-Zocker werden ohnehin eher zu einer Desktoplösung greifen, so dass hier Qualität und Preis die entscheidende Rolle spielen.

Deswegen habe ich einmal bei Amazon dasselbe Gerät in schwarz konfiguriert und komme dort auf einen Preis von 589 EUR:

Ein bisschen verwirrend ist dabei, dass unter der Typbezeichnung zunächst ein pinkfarbenes Notebook angezeigt wird und sich bei Auswahl von Prozessor und Farbe die Typbezeichnung auf VPC-EH2J1E/BV ändert. Die Rezensenten bescheinigen dem Gerät mit 5 Sternen ausnahmslos gute Qualität, besonders die Lautstärke sei im Betrieb extrem leise.

Auch der Preisvergleich mit anderen Händlern im Netz zeigt, dass der Media Markt Preis mindestens 60 EUR günstiger ist.

Nun sind fast 500 EUR immer noch eine Menge Geld und es gibt tatsächlich auch preiswertere Alternativen, die den Vergleich mit dem Sony-Notebook nicht scheuen müssen. Das LENOVO B570 ist ein gutes Beispiel dafür. Für 419 EUR bekommt man ein Gerät mit nahezu exakt denselben technischen Daten. Der einzig feststellbare Unterschied ist, dass das LENOVO B570 nur Bluetooth® Standard Version 2.1 verwendet und noch einen zusätzlichen eSATA Anschluss besitzt. Wenn ich die Wahl hätte, wäre mir der eSATA Anschluss wichtiger, da ich damit auch die Möglichkeit habe, extrem schnelle eSATA Festplatten anzuschließen.

Die Bewertungen bei Amazon geben dem Gerät 4,5 Sterne, was ebenfalls ein sehr guter Wert ist.

Noch günstiger kommt man beim Acer Aspire 5749-2334G50Mikk weg. Hier gibt es gerade ein sehr günstiges Angebot im Marketplace für nur 360 EUR. Auch hier sind die technischen Daten nahezu identisch:

Meine Empfehlung: Wer unbedingt ein Notebook von Sony möchte, macht mit dem Media Markt Angebot nichts falsch und spart eine Menge Geld gegenüber anderen Anbietern. Ist aber auch der Preis ein Entscheidungskriterium, rate ich eher zum Lenovo B570, da es für 80 EUR weniger, identische Leistungsdaten besitzt und qualitativ in derselben Liga spielt. Sogar 140 EUR spart man im Augenblick beim Acer Aspire 5749-2334G50Mikk. Mit ausschließlich 5 Sternen bei den Bewertungen ist auch das ein sehr gutes Vergleichsangebot.

Ebenfalls auf der Titelseite angesiedelt ist der Samsung UE40D6500 für 777 EUR:

Hier fasse ich mich kurz: Der LCD-TV ist ein gutes Gerät und wurde von vielen Fachzeitschriften mit sehr guten Noten ausgezeichnet. Der Preis ist leider nicht so gut, denn man bekommt den TV bereits für ca. 730 EUR bei Online Händlern inkl. Versandkosten. Bei einer Preisdifferenz von 47 EUR kommt es auf einen Versuch an, mit einem entsprechenden Ausdruck auf denselben Preis zu hoffen. In manchen Märkten hatten Kunden damit Erfolg, aber es klappt nicht immer.

Zu Weihnachten wünschen sich die Kleinen ja meist ein Nintendo und mittlerweile gibt es das ja auch in der 3D-Ausführung. Media Markt bietet das Nintendo 3DS inkl. Mario Kart 7 für 179 EUR an:

Der Preis ist zwar sehr gut, aber kein Schnäppchen. Bei Amazon bekommt man das Bundle  für ebenfalls 179 EUR versandkostenfrei geliefert:

Wer den Kauf beabsichtigt, sollte aber das Bundle in Erwägung ziehen, denn der Einzelkauf beider Komponenten kostet noch einmal 6 EUR mehr.

Wir befinden uns immer noch auf der Titelseite und es gibt in der Tat noch ein weiteres Schnäppchen, die Canon A3200 IS für 88 EUR:

Die kleine Kompakte erhielt gute Testnoten von verschiedenen Fachzeitschriften. Mit 14,1 Megapixel, 28-mm-Weitwinkelobjektiv, 5fach optischem Zoom, Optischem Bildstabilisator, Gesichtserkennung und der Möglichkeit, HD-Videos in 720p aufzunehmen, ist sie ordentlich ausgestattet. Eine tolle Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen wie z.B. dem Geschenke auspacken unterm Weihnachtsbaum, darf man für den Preis natürlich nicht erwarten. Immerhin ist beim Media Markt eine Ersparnis von 12 EUR drin, da diese Kamera bei Online Händlern nicht unter 104 EUR zu bekommen ist.

Alternativ könnte man auch zur Olympus VG-130 greifen, die zwar nur befriedigende Noten vorweist, dafür jedoch mit 4,5 Sternen durch Amazon Benutzer bewertet wurde. Bei diesem Modell beginnt der Weitwinkel bereits bei 26-mm, ansonsten sind die technischen Daten im Vergleich mit der Canon A3200 IS nahezu identisch und man spart sogar noch einmal 4 EUR. Wer unsicher ist, findet in den zahlreichen Amazon Rezensionen genug Lesestoff zur Festigung der Entscheidung für oder gegen diese Kamera:

Auf der 2. Seite fiel mir der eBook Reader Kobo eReader Touch für 129 EUR ins Auge. Ich suche schon länger einen eBook Reader, hatte bisher aber noch nichts Passendes gefunden. Vielleicht sind  meine Ansprüche zu hoch, aber ich möchte neben eBooks auch Videos in HD betrachten können und bei den meisten Geräten, die dass alles beherrschen, sind Displayqualität und Akkuleistung nicht unbedingt optimal für einen eBook Reader. Der Kobo eReader Touch kann gute Testnoten vorweisen und wird bei Amazon gar nicht geführt. Vielleicht weil man die Konkurrenz zum Kindle eReader fürchtet? Der Preis im Media Markt ist jedenfalls der günstigste im Augenblick, da man woanders mind. 4-6 EUR mehr bezahlen muss. Der Kobo eReader Touch besitzt, wie der Kindle eReader, ein 6-Zoll E-Ink-Display mit 16 Graustufen, einen WLAN und USB-Anschluss, 2 GB internen Speicher und beim Media Markt gibt es noch die 5 Bücher umfassende Umberto Eco Compilation dazu.

Vergleicht man diesen 129 EUR teuren Reader mit dem Kindle eReader für 99 EUR, sollte der um 30 EUR höhere Preis ja irgendwelche Vorteile bieten. Wo liegen also die Unterschiede?

Es gibt aus meiner Sicht nur einen einzigen, wirklich relevanten Unterschied: Der Kobo eReader Touch hat, wie der Name schon vermuten lässt, ein Touch Display, der Kindle eReader nicht. Daneben gilt zu beachten, dass aufgrund DRM mit dem Kobo eReader Touch ohne weiteres keine Bücher von Amazon gelesen werden können. Umgekehrt gilt natürlich das gleiche. Daher ist die Entscheidung an einen eBook Reader in Grenzen auch an den gewünschten eBook Lieferanten gebunden. Könnte ich auf Videofunktionen verzichten, wäre der Touchscreen für mich nicht maßgeblich, sondern nur die Verfügbarkeit von guten Büchern.

Wer also einen eBook Reader mit E-Ink-Display und Touch Screen möchte, ist mit dem Media Markt Angebot gut beraten, da es den Kindle Touch in Deutschland wohl noch nicht gibt. Reicht ein eBook Reader mit E-Ink-Display ohne Touch Screen aus, ist aus meiner Sicht der Kindle eReader die bessere Wahl. Liegt der Schwerpunkt bei einem eBook Reader mit E-Ink Display, beschränkt man sich ohnehin auf das Lesen von Büchern und da nutzt der Touchscreen relativ wenig, da durch die Berührungen das Display relativ schnell verschmutzt:

Wer beim Amazon Adventskalender die Blu-ray Box „Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie“ nicht für 49 EUR bekommen hat, erhält im Media Markt wieder die Gelegenheit dazu. Der Preis wäre eigentlich ein Schnäppchen, hätte Amazon nicht ebenfalls reagiert und die Box um 10 EUR auf denselben Preis reduziert. Wenn ich die Box noch nicht hätte, würde ich den Versand und trockene Füße vorziehen:

Für 77 EUR hat Media Markt den passenden Blu-ray Player BDP-S185/186  im Angebot, der preislich nicht wesentlich teurer ist als bei der Konkurrenz. Für die „Herr der Ringe“ – Blu-ray Box reicht der auch vollkommen aus. Wer aber z.B. das günstige Angebot der beiden letzten Harry Potter Filme in 3D für 37 EUR mitnehmen will, sollte lieber ca. 20 EUR mehr ausgeben und sich einen 3D Blu-ray Player wie den Sony BDP-S480 zulegen, den ich schon ausführlich getestet habe. Den bekommt man bereits für 99 EUR bei Amazon:

Fazit:

Media Markt legt deutlich zu. Waren doch die Schnäppchen in den vergangenen Wochen eher die Ausnahmen, sind diese Woche einige sehr günstige Angebote dabei, bei denen man durchaus zugreifen kann. Weiter so!

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