Testbericht Lexfield BT-X9005 Bluetooth Box mit vielen Bildern

Ich besitze schon einige Bluetooth-Boxen in allen Preisklassen, von billigen Monoboxen, über die sehr gut klingende Polaris V8, bis hin zur mehrfach ausgezeichneten und mit Bestnoten getesteten BenQ treVolo. Die beiden letztgenannten gehörten bisher zu meinen Favoriten, da keine der billigen Boxen auch nur annähernd an deren Klang heran kommt. Da diese Boxen oft sehr vielseitig einsetzbar und mittlerweile auch erschwinglich sind, kann man sich durchaus auch mehrere anschaffen und in Haus und Büro verteilen. Gerade deswegen müssen sich die Hersteller auch immer mehr einfallen lassen, um sich mit ihren Geräten aus der Masse abzuheben. Die Bluetooth-Box von Lexfield kann nicht mit Radio, SD-Kartenleser oder austauschbarem Akku punkten. Ihre Stärken liegen ganz woanders, was auch der Grund war, mich für diese Box zu entscheiden. Aber der Reihe nach…

Lieferumfang und Verpackung

Geliefert wird die Box in einem großen und schweren Karton aus stabiler Pappe,

Lexfield BT-X9005

der zudem auch für die dauerhafte Aufbewahrung bei Nichtbenutzung geeignet ist. Nach dem Abheben des Deckels findet man zunächst die Box, die in einem Inlay aus Schaumstoff sicher aufbewahrt ist. Neben der Box, enthält der Karton auch ein Line-In-Kabel zum Anschluss kabelgebundener Audioquellen, ein USB-Ladekabel und eine ausschließlich deutschsprachige Anleitung.

Lexfield BT-X9005

Bei der Anleitung handelt es sich nicht um eine der üblichen, automatisch übersetzen Anleitungen. Sie wurde von einem Muttersprachler verfasst und alle Bedienschritte sind verständlich und präzise formuliert.

Features und technische Daten

Wie eingangs schon erwähnt, setzt Lexfield mit dem BT-X9005 den Schwerpunkt nicht auf Features, sondern auf Klang und Design:

► Bluetooth CSR 4.0
► 3,5 mm Klinke-Buchse für analoge Audioquellen wie MP3-Player
► Freisprechfunktion
► 2 x 5 Watt Sinusleistung mit 2 separaten Subwoofern

► Digitaler Signalprozessor mit 3D Klang (DSP)

Bei vielen Herstellern erweisen sich Werbeaussagen wie „3D-Klang“ oder „Raumklang“ oft als Luftnummer. Wir werden sehen…

Design und Verarbeitung

Mit ca. 685 Gramm ist die Box richtig schwer, was auf einen guten Klang schließen lässt. Mit fast 19 cm Breite, 7,5 cm Höhe und einer Tiefe von ca. 8,5 cm bewegen sich die Abmessungen nicht mehr unbedingt auf dem Niveau einer Minibox und ähneln sehr denen meiner Polaris V8. Das Frontgitter besteht aus Metall

Lexfield BT-X9005

und ist fest und stabil und lässt sich nicht versehentlich eindrücken. Hier sieht man schon den ersten Hinweis, der für die Designer sicher eine Herausforderung gewesen sein muss. Das Gitter ist nicht gerade, sondern gewölbt, besonders stark zu den oberen beiden Ecken hin.

Die Rückseite, Boden und Vorderseite bestehen aus fein gebürstetem Aluminium.

Lexfield BT-X9005

Von der Seite wird es dann richtig interessant. Hier sieht man auf beiden Seiten den passiven Subwoofer. Die Membran enthält einen sehr edel wirkenden, silberfarbenen Aluminiumeinsatz, natürlich ebenfalls gebürstet, genauso wie der identisch gefertigte Rand.

Lexfield BT-X9005

Die Tasten und Anschlüsse sind an der Oberseite, auf einem Steg über dem Gitter, innerhalb einer schwarzen Kunststoffeinlage in Klavierlackdesign untergebracht.

Lexfield BT-X9005

Die LED zur Kopplung ist zwischen den beiden Frontlautsprechern hinter dem Gitter zu finden Die beiden Antirutsch-Pads auf der Unterseite sorgen für einen sicheren Stand.

Wie man auf den Bildern schon sieht, kann man dieses Design als sehr edel und einzigartig bezeichnen. Mir gefällt es außerordentlich gut.

Kommen wir zur Verarbeitung. Sichtbare Spaltmaße sucht man vergeblich. Die Kanten des Gehäuses sind sehr schön und aufwändig entgratet. Die beiden Seitenteile sind jeweils mit 3 Schrauben befestigt. Natürlich folgt man hier auch dem Dreivektordesign und so wurden keine Kreuzschlitzschrauben, sondern Schrauben mit dreieckigen Schraubköpfen verwendet.

Wenn man die Box transportiert, sollte man sie nur in der Mitte anfassen, da sich seitlich ja die beiden Membrane befinden und diese sonst beschädigt werden könnten. Das braucht ein wenig Eingewöhnung, wenn man vorher andere Boxen hatte. Einziger, klitzekleiner Kritikpunkt: Zur Membrane hin ist das Gehäuse nicht entgratet. Die Kanten sind recht scharf. Das stört aber nicht weiter, wenn man die Box wie vorgesehen transportiert.

Die jeweils 100 cm langen Kabel zum Laden und zum Anschluss einer externen Audioquelle über Klinkenstecker sind ebenfalls sehr hochwertig verarbeitet. Die Ummantelung besteht aus einem dicken Stoffgeflecht und wirkt sehr robust.

Bedienung

Nervige, chinesische Sprachansagen findet man hier nicht. Nach dem Einschalten über den Schieberegler ertönt kurz eine leise Folge von Tönen zur Bestätigung.

Die Tasten sind teilweise mehrfach belegt, aber sinnvoll. So erhöht oder vermindert man die Lautstärke durch langen Druck auf die Titelsprungtasten, ein kurzer Druck springt zwischen den Titeln. Das geht so durchaus in Ordnung. Betätigt man beide Tasten gleichzeitig, wird der 3D-Modus aktiviert oder deaktiviert.

Zwischen den beiden Titelsprungtasten befindet sich die Taste zur Rufannahme. Auch hier sind mehrere Funkionen möglich, wie beispielsweise das Pausieren während der Wiedergabe.

Nicht ganz optimal aus meiner Sicht ist die Platzierung der Eingangsbuchsen zum Laden und zum Anschluss eines MP3-Players. So stehen die Stecker im Betrieb oben aus der Box heraus, was ein wenig den optischen Eindruck schmälert.

Kopplung

Gleich nach dem Einschalten ist die Box kopplungsbereit. Die Kopplung geschieht blitzschnell und wird durch das gefundene Gerät „BT-X9005“ angezeigt. Auch nach dem aus- und wieder einschalten findet die Verbindung mit dem Smartphone in kürzester Zeit statt. Trennt man die Box, bleibt die zuletzt eingestellte Lautstärke erhalten, jedoch nicht nach dem kompletten Aus- und Einschalten über den Schiebeschalter.

Lexfield BT-X9005

Bei vielen Boxen klappte die Kopplung nicht auf Anhieb, speziell mit meinem Lenovo Helix Convertible gab es oft größere Probleme. Mit dieser Box funktioniert die Kopplung gleich beim ersten Mal mit allen Smartphones und Notebooks, die ich in meinem Haushalt nutze.

Klangqualität

Getestet habe ich verschiedene Szenarien und Musikrichtungen. Leise Stücke wie z.B. mein Lieblingslied „Hey“ von Andreas Bourani klingen glasklar und richtig sauber mit guter Kanaltrennung. Den Bass habe ich mit verschiedenen Techno und Electro Pop Stücken getestet. Wenn man die Box hier auf hohe Lautstärke stellt, hört man nicht nur den Bass, man spürt ihn sogar je nach Aufstellort, beispielsweise wenn man vor dem Tisch sitzt, auf dem die Box steht.

Auch bei rockigen Nummern, schafft es die Box, die ganze Bandbreite ausgewogen und sauber wiederzugeben. Stimmen und Instrumente klingen natürlich und wenn man nicht weiß, wo die Box steht, könnte man fast meinen, dass eine kleine Mini-Anlage eingeschaltet ist. Viele aus meinem Freundeskreis haben nicht schlecht gestaunt, als sie die Box nach dem Hören dann sahen.

Im Anschluss habe ich die Box dann noch an meinen neuen Grundig 48″ TV per Klinke angeschlossen und die internen Lautsprecher abgeschaltet. Hier klingt die Box wie eine kleine Soundbar.

Lexfield BT-X9005

Hauptsächlich nutze ich die Box aber an meinem Digitalpiano, was der eigentliche Grund meiner Anschaffung war. Diese besitzt nämlich ein ähnliches Design und eine ähnlich geschliffene Oberfläche. Der Klang der internen Lautsprecher meines Pianos ist aber grottenschlecht und kaum zu ertragen. Hier erhoffte ich mir eine deutliche Verbesserung. Das schaffte die Lexfield BT-X9005 dann auch ohne Probleme. Wenn ich die tiefen Töne anschlage, spürt man auch hier sofort den Bass bis in den Bauch. Höhe Töne klingen klar und deutlich und auch ganze Akkorde kommen sehr harmonisch zur Geltung. Kurz gesagt, es macht mir wieder Spaß, ohne Kopfhörer am Digitalpiano zu spielen. Ich besitze zwar auch eine Anlage, aber wenn ich das Piano woanders hinstelle, ist diese kleine Box für mich optimal.

Lexfield BT-X9005

Ich habe dann auch noch einmal alle meine bisherigen Boxen, wie die Polaris V8 und BenQ treVolo mit dieser Box verglichen. Im Vergleich mit der Polaris V8 klingt die Lexfield BT-X9005 deutlich besser. Das hatte ich auch erwartet, aber nicht dass selbst im Vergleich mit der deutlich teureren BenQ treVolo keine großen Unterschiede festzustellen waren. Die BenQ treVolo besitzt zwar schon noch einen etwas besseren Klang, aber nicht so viel besser, dass es den mehr als dreifachen Preis im Vergleich zu dieser Box rechtfertigt.

Dann wäre noch 3D, was ich beinahe vergessen hätte. Es ist kein Marketing-Gag. Der Unterschied ist hörbar. Gerade am Klavier merke ich das sehr, denn der Klang wird damit deutlich räumlicher und kann nicht mehr exakt geortet werden. Ähnlich beim Anschluss an den TV. Auch hier wirken Filme in 3D schon fast ein wenig wie Dolby-Surround 2.1.

Deswegen meine klare Aussage: Der Klang hat alle meine Erwartungen deutlich übertroffen. Ich bin damit mehr als zufrieden.

Akkulaufzeit

Leider ist der Akku nicht austauschbar. Damit können nur wenige Hersteller glänzen. Dafür ist mit 2200 mAh ein besonders kräftiger Akku verbaut. Die beworbene Spielzeiten von 10 Stunden hat die Box bei mir mit mittlere Lautstärke sogar leicht übertroffen.

Fazit

Auch wenn es wie eine ultimative Lobhudelei klingt, mich hat diese Box in jeder Hinsicht voll überzeugt. Der Funktionsumfang ist zwar gering, dafür punktet die Lexfield BT-X9005 mit einem überragenden Klang, der sogar an meinen wesentlich teureren BenQ treVolo heran reicht. Die Bässe sind so stark, dass man sie nicht nur hört, sondern auch spürt. Dennoch ist der Klang nicht zu basslastig. Die Lexfield Box meistert auch die Mitten und Höhen vorzüglich.

Bluetooth CSR4.0 Lautsprecher Triangle 3D Sound Ultra Bass + DSP Subwoofer Funklautsprecher Sehr EDEL Drei-Vektor-ALU-Gehäuse + Digital Signalprozessor, Stereo 3D Breitband Surround Box /alu-gebürstet + eingebaute 7,4 Volt, 2200 mAh Hochleistungs-Lithium-Ionen-Akku, Funk bis zu 10 Stunden Spielzeit (Schwarz)
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Das Design ist außergewöhnlich und edel und lässt auch optisch viele meiner bisherigen Boxen „alt“ aussehen. Zusammen mit den hochwertigen Materialien und der saubere Verarbeitung wird diese Box dann schon fast zu einem Schmuckstück im heimischen Wohnzimmer.

Kritikpunkte gibt es nur wenige. Die Anschlüsse hätte ich mir eher auf der Rückseite gewünscht und es sind keine Features wie Kartenleser oder Radio implementiert. Diese sind aber auch nicht beworben und fließen damit auch nicht in meine Bewertung ein.

[Gesamt:7    Durchschnitt: 7.9/5]

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