Testbericht Syma X8C mit Unboxing Aufbau Tipps für Anfänger Flugvideo Kameraflug mit Video und vielen Bildern

Auf der “Über mich” Seite habt Ihr sicher schon gelesen, das RC Modellbau zu einem meiner Hobbys gehört. Hier bin ich sehr aktiv, bis hin zum RC Truck mit Verbrennermotor. Fliegen betreibe ich eher nebenher, besitze aber schon einige kleine Helikopter und den E-Sky Lama V4, ein etwas größeres Modell. Mit dem JJRC H20 bin ich vor kurzem ins Coptergeschäft eingestiegen und führte nach einigen Tagen ein Upgrade auf den Arshiner Q5C durch. Dieser ist deutlich größer als der kleine H20 und besitzt nur 4 Propeller. Eine Kamera ist ebenfalls vorhanden. Auch hier habe ich schon Erfahrungen mit dem GoPro-Klon SJ4000 auf der Ladefläche meines Monster Trucks. Die Perspektive aus einem Modell ist einfach eine völlig neue Erfahrung. Nachdem ich mit dem Arshiner Q5C recht gut vertraut bin, bekam ich Hunger auf mehr, frei nach dem Motto „Größer, schneller, weiter…“. Genau hier stellt der Arshiner Syma X8C ein sinnvolles Upgrade dar. Er ist deutlich größer und so eher für den Outdoor-Einsatz geeignet.

Syma X8CDas merkt man schon am Gewicht und dem wesentlich größeren Akku. Zudem ist die Kamera etwas größer und mit einem Puffer stabilisiert.

Die Intention für diesen Testbericht war, dass es zwar einige Meinungen und Testberichte im Netz zu diesen kleinen Flugobjekten gibt, aber nicht wirklich eine Hilfe, wie man die ersten Flugminuten unbeschadet übersteht oder wie man sich bei bestimmten Problemen selbst helfen kann. Nicht zuletzt quälen sich auch viele mit der oft dürftig formulierten deutschen Anleitung, sofern diese überhaupt vorhanden ist. In diesem Fall ist sogar nur eine englische Anleitung dabei.

In meinem Video, das Ihr weiter unten findet,  habe ich alles dokumentiert, vom Unboxing, über den Zusammenbau, einen kleinen Kurs zur Nutzung der Fernbedienung, bis hin zu einem Outdoor- und Kameraflug.

Kinderspielzeug oder ernst zu nehmendes RC-Modell ?

Als Zusatz wird oft “Geeignet ab 14 Jahren” angegeben. Da es sich bei diesem Modell schon um ein recht großes Flugobjekt handelt, sollte man diesen Rat beherzigen und jüngere Kinder wenn überhaupt nur unter Aufsicht fliegen lassen. Zudem sollte man wissen, dass die Privathaftpflichtversicherung die durch ein Flugmodell verursachten Schäden i.d.R. nicht übernimmt! Stürzt der Quadcopter auf einen Menschen, ein Tier oder ein Auto, kann das immense Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Deswegen sollte man unbedingt eine Zusatzversicherung abschließen oder wie ich für aktuell 42 EUR Jahresbeitrag in den Deutschen Modellfliegerverband e.V. eintreten. Die Versicherung ist in der Mitgliedschaft schon enthalten. Versichert sind Modelle bis zu 1 kg Gewicht, selbst wenn sie außerhalb von Modellflugplätzen geflogen werden. Hierzu findet Ihr hier einen Extra-Blogbeitrag mit allem was man wissen muss, wenn man einen Quadcopter abheben lassen möchte.

Der Syma X8C eignet sich ideal zum Einstieg, um die Tauglichkeit für dieses Hobby zu testen und steht in der Funktion den großen Modellen kaum nach. Dennoch muss man Abstriche hinnehmen. Einen Vergleich mit dem mehr als 5 mal so teuren DJI Phantom 3 hält der Syma X8C natürlich nicht stand. Das war mir bewusst und so waren meine Erwartungen angesichts des Preises nicht sehr hoch.

Vorbemerkung – Oder wie funktioniert eigentlich ein Quadcopter bzw. eine Drohne?

Die Funktion ist schnell erklärt. Es drehen sich jeweils 2 Propeller im und 2 Propeller gegen den Uhrzeigersinn. Demnach sind auch 2 verschieden drehende Propeller verbaut, die in diesem Quadcopter mit A/B gekennzeichnet sind. Einer dreht im und der andere gegen den Uhrzeigersinn. Darauf muss man beim Tauschen und Zusammenbau auch achten. Ein A-Propeller darf nie direkt neben einem A-Propeller liegen. Das gilt auch für jene mit dem Aufdruck B. Macht man das falsch, merkt man das schnell, denn der Quadcopter hebt dann nicht ab, sondern rutscht am Boden beim Gas geben einfach weg. Bei dem Syma X8C ist das gut gelöst, da die Arme ebenfalls eine Kennzeichnung mit A/B besitzen. So kann man eigentlich nichts falsch machen.

Nach dem Starten steht der Quadcopter zunächst in der Luft. Zu diesem Zeitpunkt neutralisieren sich alle Kräfte, die von den Propellern ausgehen und er steht sozusagen im Gleichgewicht. Durch die unterschiedlichen Drehrichtungen und mit der Fernsteuerung beeinflussbaren Drehzahlen der einzelnen Motoren, wird dieses Gleichgewicht bewusst gestört und es findet dadurch die Steuerung in die jeweilige Richtung statt.

Lieferumfang – Was bekomme ich für etwas über 100 EUR?

Der Quadcopter wird gut verpackt in einem großen Karton mit Trageriff geliefert.

Syma X8C(Hier natürlich schon zusammen gebaut von mir)

Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:

  • Arshiner Syma X8C Quadcopter
  • Fernbedienung mit LCD-Display ohne Batterien (4 Batterien oder Akkus vom Typ AA erforderlich)
  • Kamera (2 MP mit 720p und 30 Bilder pro Sekunde)
  • Akku (2000 mAh mit 7,4 Volt)
  • 4 Ersatzpropeller mit Befestigungsmaterial
  • 4-teiliges Landegestell
  • Kreuzschraubendreher
  • – Vollwertiges Ladegerät mit Netzteil
  • 1 Tüte mit Schrauben für Propeller, Kamera und Protektoren
  • microSD-Karte mit 4 GB und passendem Kartenleser
  • Anleitung in englischer Sprache

Was mir hier sehr gut gefällt ist, dass man nahezu jedes Teil zu günstigen Preisen überall in Deutschland nachkaufen kann, auch bei Amazon.

Technische Daten

Der Syma X8C besitzt 4 Kanäle und 6 Achsen zur Steuerung. So kann er nicht nur nach oben und nach unten, sondern sich um die eigene Achse drehen, vorwärts, rückwärts und zur Seite fliegen. Daneben ist die Kamera mit einem Gummipuffer versehen, um ein ruhigeres Bild zu bekommen, wenngleich man das nicht mit einem elektronischen Gimbal vergleichen kann. Zudem besitzt er noch einige Features, wie die 3D-Rolle, bei der er einen kleinen Salto absolviert. Natürlich brauchen gewisse Flugmanöver etwas mehr Übung und Platz als Andere.

Syma X8CDie Reichweite nach Herstellerangabe beträgt 100 Meter, was schon eine ganze Menge ist, im Vergleich zu meinen bisherigen Modellen. Das sollte man nicht bis an die Grenzen ausreizen. Verliert der Quadcopter das Funksignal, sinkt die Drehzahl der Motoren. Mit etwas Glück, kann man ihn dann wieder zurück holen. Die Akkulaufzeit ist bei eingeschalteter Kamera kürzer! Die Flugzeit ist mit 7 Minuten angegeben, was der Realität recht nahe kommt, da ich diese auch problemlos erreicht habe.

Das Gewicht des Syma X8C beträgt 510 Gramm ohne Akku. Der Akku selbst wiegt 110 Gramm, so dass das Fluggewicht bei 620 Gramm liegt. Die Breite beträgt 50 cm mit Propellerschutz. Mit Landegestell ist der Syma X8C fast 21 cm hoch.

Als Akku kommt ein LiPo-Akku zum Einsatz mit 7,4 Volt und 2000 mAh. Syma X8CDieser ist in etwa 200 Minuten vollständig aufgeladen.

Funktionen der Fernsteuerung – Features

Im Vergleich zu meinen kleinen Helikoptern bietet dieses Modell unglaublich viele Zusatzfunktionen, die man über die Fernsteuerung aktivieren kann.

Syma X8CZunächst einmal besitzt diese 2 3D-Joysticks, wie man sie beispielsweise von einem Konsolenpad her kennt. Der linke Joystick dient zum auf- und absteigen (nach vorne und nach hinten drücken) und zur Rotation um die eigene Achse (Druck nach links oder rechts). Der rechte Joystick bewegt den Quadcopter in alle 4 Richtungen, also vorwärts, rückwärts und seitwärts analog zur Richtung in der er bewegt wird. Das klingt erst einmal einfach, solange der Quadcopter nach vorne schaut. Sobald man ihn um die eigene Achse dreht, stimmt das alles nicht mehr und man muss sich zur Steuerung immer gedanklich hinter dem Flugobjekt platzieren. Das ist anfangs bei allen RC-Modellen etwas schwierig, gelingt mit ein wenig Übung aber bald sehr gut. Oder man verwendet den „Headlessmode“:

Die Fernsteuerung besitzt oben (außen) links einen Taster. Durch längeres Betätigen wird der sogenannte „Headless-Mode“ aktiviert, was durch einige Pieptöne bestätigt wird. Der Quadcopter ist dann im wahrsten Sinne des Wortes „kopflos“. Was bedeutet das in der Praxis? Nun, im Headless-Mode lässt sich der Quadcopter besonders für Anfänger einfacher steuern. Egal wie man ihn dreht oder in welche Richtung er fliegt, die Steuerung bleibt gleich, d.h. er fliegt immer nach vorne, zurück, rechts, links, wenn man den Joystick in die jeweilige Richtung bewegt, ohne umdenken zu müssen. Nochmaliges Betätigen des Tasters, schaltet die Assistenten wieder aus.

Ein kurzer Druck auf diesen Taster, wechselt zudem zwischen den beiden Geschwindigkeitsstufen „H“ und „L“. Damit steuert man die Geschwindigkeit des Quadcopters. Er besitzt 2 Geschwindigkeiten und nach Betätigung folgt ein Bestätigungston. Die jeweils aktive Einstellung ist im Display ablesbar.

Syma X8CAls Standard ist die niedrigste Stufe eingestellt. Das reicht für den Anfang vollkommen aus. Die Empfindlichkeit beträgt hier etwa 40%. Es ist eigentlich nicht ganz korrekt, von Geschwindigkeitsstufen zu sprechen, es handelt sich vielmehr um Empfindlichkeitsstufen. In der 2. Stufe verändert sich die Empfindlichkeit auf ein Maximum. Der Quadcopter ist extrem agil und reagiert sofort und mit viel mehr Kraft auf Richtungsänderungen. Gerade draußen und bei etwas mehr Wind, ist diese Stufe wichtig. Ich nutze nur noch diese Stufe, da mich die langsame Stufe nicht mehr fordert. Für Anfänger ist sie aber extrem wichtig, um nicht gleich die Lust am Fliegen zu verlieren.

Der obere, rechte Taster bereitet eine 3D-Rolle vor. Betätigt man diesen, piept die Fernbedienung zur Bestätigung und im Anschluss kann man mit dem rechten Joystick die Rolle in die gewünschte Richtung starten. Wer fit ist, kann dies natürlich genauso über die normale Steuerung erreichen. In der Anleitung wird diese als „3D-Eversion“ bezeichnet und ich dachte zuerst, es handele sich um ein neues Feature. Tatsächlich vollführt der Syma X8C damit dieselbe Figur, wie es andere Quadcopter auch tun.

Die beiden Schiebeschalter links und unterhalb des rechten Joysticks sind die sogenannten Trimmregler. Diese benötigt man, um den Quadcopter in einen stabilen Schwebezustand zu bekommen. Ansonsten kann es sein, dass er immer wieder „abhaut“ und man beim Fliegen ständig nachkorrigieren muss.

Auch am linken Joystick finden sich Drehregler. Der untere dient dazu, die Trimmung für die Drehung um die eigene Achse einzustellen. Der rechte Schieberegler steuert die Kamera. Schiebt man ihn nach vorne, wird ein Foto erstellt, schiebt man ihn nach hinten, startet die Videoaufnahme.

Zusammenbau und Einrichtung

Zunächst einmal muss der Arshiner Syma X8C zusammengebaut werden. Das ist einfach und fast schon selbsterklärend und auch in meinem Video enthalten:

Als erstes steckt man jeden Protektor in die dafür vorgesehenen Befestigungspunkte, nachdem man die darauf befindlichen Schutzabdeckungen entfernt hat und schraubt diese jeweils mit zwei der Kreuzschrauben fest. Auf den Wellen für die Propeller, befindet sich ein Kunststoffring, der mit einem Sicherungssplint befestigt ist. Dies dient dazu, den Propeller vor unbeabsichtigtem Lösen zu schützen. Diesen muss man erst entfernen. Dazu dreht man das kleine Kunststoffteil, bis es sich aus der Arretierung mit dem Splint löst. Die Propeller sind mit „A“ und „B“ gekennzeichnet, genauso wie die Arme, an denen sie befestigt werden. Die Kennzeichnungen müssen zwingend übereinstimmen, also „A“-Propeller auf dem Arm mit „A“ bzw. „B“-Propeller auf dem Arm mit „B“. Nun steckt man den Propeller auf, setzt den Kunststoffring darauf und führt den Splint in das dafür vorgesehene Loch auf der Welle über dem Ring. Nun muss man wieder die 90° Drehung vornehmen, bis beide Teile arretieren. Jetzt sitzt der Propeller fest und die Abdeckung kann montiert werden.

Syma X8CDie Landekufen sind etwas fummelig zu montieren. Man benötigt 2 Schrauben, wovon man die hinten liegende am besten schon vor dem Anbringen am Gehäuse durch das Loch steckt. Auch hier hilft ein Plastikstift, sofort die richtige Position am Gehäuse zu finden. Hiernach kann man die Kamera montieren. Diese wird einfach nur in die dafür vorgesehene Nut geschoben, bis sie hörbar einrastet. Die Kamera besitzt ein kurzes Kabel mit einem Klinkenstecker, der in die Buchse daneben eingesteckt wird. Fertig.

Syma X8CNach dem Zusammen muss man den Akku erst einmal mit dem beiliegenden Ladegerät aufladen. Nach dem Einstecken leuchten die rote Betriebs-LED und die grüne Lade-LED. Erlischt die grüne LED, ist der Akku vollständig geladen. Nun kann man den Akku mit dem Quadcopter verbinden und in das Akkufach schieben.

Syma X8CDie Stecker sind durch verschiedene Größen gegen falsches Aufstecken gesichert.

Jungfernflug und Tipps für Einsteiger – Meine deutsche Anleitung

Man sollte normalerweise immer zuerst den Sender (Fernbedienung), dann den Empfänger (Modell) einschalten. Ansonsten kann es schon einmal vorkommen, dass sich das Modell verselbständigt. Hier scheint es aber egal zu sein, da beides funktioniert. Dennoch kann es nicht schaden, erst die Fernsteuerung (es piepst zur Bestätigung) und dann den Quadcopter einzuschalten. Dazu sollte man den Quadcopter auf einen flachen Untergrund stellen. Die LEDs blinken nun. Drückt man jetzt den Gashebel einmal nach oben und unten, piept die Fernsteuerung 2 Mal und es gibt auch ein Feedback über die LEDs, dass das Model abflugbereit ist.

Moment, bevor es losgeht, noch etwas Wissenswertes: Der Quadcopter besitzt an den beiden vorderen Armen jeweils einen roten und gelben Klebestreifen, der leider nicht durchgehend aufgebracht ist, so dass man ihn von unten schlecht erkennen kann. So sind sie als Hilfe zur Richtungsorientierung nur bedingt geeignet. Wer möchte, kann sich zur besseren Orientierung einfach noch einen farbigen oder leuchtenden Streifen an die Unterseite der vorderen Arme kleben. Im Dunkeln sorgen jeweils 2 LEDs für die Kennzeichnung.

Syma X8CDie beiden roten LEDs befinden sich an der Vorderseite und die beiden grünen LEDs an der Rückseite. Das ist wichtig, denn zum besseren Einstieg in die Steuerung, sollte man den Quadcopter vor dem Start erst einmal so aufstellen, das er nach vorne schaut. So muss man beim Steuern nach vorne, hinten und zu den Seiten nicht umdenken.

Nun kann man das kleine Fluggerät mit dem Gashebel (links) durch Druck nach vorne in die Luft bringen. Da der Quadcopter in Bodennähe aufgrund der durch die Rotorblätter erzeugten Luftwirbel sehr instabil ist, sollte man ihn gleich durch beherztes Gas geben in Kopfhöhe bringen. Nun wird sich der Quadcopter vermutlich zur Seite, nach vorne oder nach hinten bewegen, ohne dass man etwas dazu tut. Dann ist eine Trimmung erforderlich. Fliegt er beispielsweise nach rechts, muss der untere Trimmregler in die entgegengesetzte Richtung, also nach links, gedrückt werden, solange, bis er eine stabile Seitenlage besitzt. Fliegt er nach vorne oder nach hinten, wird durch Drücken des Trimmreglers an der linken Seite, ebenfalls in die entgegengesetzte Richtung, eine stabile Lage erreicht. Erst dann sollte man mit den ersten Flugübungen beginnen. Nun kann man das Starten und Landen üben, bis es ohne Probleme klappt. Im Anschluss die Drehung um die eigene Achse und wenn man diese beherrscht, kommt erst der rechte Joystick zum tragen, um in die gewünschte Richtung los zu fliegen. Anfangs ist der Headless-Mode eine große Hilfe.

Worauf sollte man noch achten ?

Sobald man Schwierigkeiten bekommt, sofort Gas wegnehmen, um die Schäden zu begrenzen. Alles andere macht es nur noch schlimmer. Drinnen habe ich den Quadcopter schon gar nicht benutzt, da er dafür eigentlich viel zu groß ist. Man sollte besser gleich ins Freie gehen und auf einer Wiese üben.

Fliegt der Quadcopter außerhalb des Empfangsbereichs der Fernsteuerung, drehen die Motoren etwas langsamer und er verliert an Höhe. Eine Maßnahme, die wohl dazu dienen soll, ihn wieder in den Empfangsbereich zurück zu holen. So kann er zumindest nicht einfach irgendwohin verschwinden. Sobald das passiert, sollte man sich dem Objekt nähern und versuchen, es wieder „einzufangen“.

Ist der Akku leer, blinkt der Quadcopter einige Sekunden und die Motoren schalten sich aus. Hier ist es hilfreich, einen Timer am Smartphone zu nutzen, der auf 5 Minuten eingestellt wird. Nach Ablauf des Timers, sollte man ihn wieder in die Nähe steuern. Ansonsten wird er einfach zu Boden fallen. Auf einer Wiese vielleicht ein geringes Problem, aber wenn er sich gerade über einem hohen Baum befindet, ist das eher ungünstig.

Ein Wort zur Kamera

Die Videoaufnahme wird mit dem zugehörigen Schieberegler eingeschaltet, indem man diesen nach unten drückt.

Syma X8CDie Kamera besitzt eine grüne und rote LED, die man leider kaum erkennen kann, da sie sich IM Gehäuse befinden. Auch das LCD-Display lässt eine zugehörige Statusanzeige vermissen. Eigentlich braucht man diese LEDs nicht unbedingt, aber wenn man sich einige Male „verdrückt“ hat und nicht mehr sicher ist, ob die Aufnahme an oder aus ist, fehlt diese Info sehr. Nach dem Einschalten leuchtet zunächst die grüne LED. Syma X8CWird die Aufnahme gestartet, beginnt die rote LED zu blinken. Ein erneuter Druck nach unten, schaltet die Kamera wieder aus. Drückt man den Regler nach oben, wird ein Foto erstellt. Die Bilder und Videos werden in gleichnamigen Ordnern auf der microSD-Karte mit fortlaufenden Nummern abgelegt.

Die Qualität der Videos und Photos ist akzeptabel und nur etwas besser als beim kleinen Bruder Syma X5C. Die Kamera pumpt etwas bei Farbwechseln und die Aufnahmen wirken generell etwas grieselig und kommen an die einer guten 720p Action-Cam nicht heran. Zudem ist die Position nicht verstellbar und der voreingestellte Blinkwinkel teilweise ungünstig, da die Kamera bei schnellem Tempo zu stark nach unten zeigt. Nur in Ruheposition lassen sich schöne Panoramavideos erstellen, wie man auch in meinem Video erkennen kann. Die mechanische Stabilisierung sorgt aber tatsächlich für ein recht ruhiges Bild, so dass die Vibrationen des Motors nur gedämpft auf die Kamera übertragen werden. Hier darf man bei einem Preis von um circa 100 EUR aber auch keine Wunder erwarten. Schließlich kostet eine gute Actionkamera schon ein mehrfaches dieses Flugmodells. Es handelt sich wirklich nur um eine Spaßkamera, mit der man im Anschluss an einen Flug den Blick aus einer anderen Perspektive bekommt.

Während des Flugs mit der Kamera sollte man unbedingt hin und wieder die Aufnahme stoppen und neu starten, da bei ganz entladenem Akku eventuell das Video nicht mehr gespeichert werden kann.

Denkbar ist auf jeden Fall auch die Montage einer hochwertigeren Kamera, da der Syma X8C dieses Gewicht problemlos tragen sollte. So spiele ich gerade mit dem Gedanken, meine SJ4000 zu verwenden. Sobald ich erste Erfahrungen damit habe, werde ich meine Rezension dahingehend aktualisieren.

Und wenn mal was kaputt geht ?

Bei vielen Modellen ist damit der Weg zum Elektroschrott geebnet. Mit dem Syma X8C sieht das anders aus, da es sich dabei um ein recht populäres Modell handelt. Es hat sich ein Markt mit Ersatzteilen jeder Art entwickelt. So bekommt man recht günstig Sets mit Zusatzakkus,

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Motoren,

Rotorblättern

und diversen anderen Ersatzteilen. Auch wenn der Quadcopter sehr stabil ist, ist es doch gut zu wissen, dass man viele Dinge austauschen kann und so wahrscheinlich sehr lange Freude daran haben wird. Ich gönnte mir als erstes einen Zusatzakku, um nicht jedes Mal fast 4 Stunden bis zum nächsten Flug warten zu müssen.

Aber Vorsicht! Die Motoren brauchen Zeit zum Abkühlen. Wer mehrere Akkus gleich hintereinander verwendet, riskiert, dass die Motoren durchbrennen. Daher ist es ratsam, nach jedem Akkuwechsel ein paar Minuten zu warten.

Probleme und Fehler

Zu starke Drift in eine oder mehrere Richtungen, die nicht durch Trimmung behoben werden kann:

Hier hilft ein Neukalibrieren der Drohne. Das erreicht man, indem man beide Steuerknüppel bei eingeschaltetem Modell jeweils einmal nach links unten und danach nach rechts unten bewegt. Dabei wechselt die grüne LED jeweils von Blink- auf Dauerlicht.

Nach dem Propellerwechsel hebt die Drohne nicht mehr ab:

Prüfen, ob der richtige Propeller verbaut wurde. Die A/B-Kennzeichnung am Propeller, muss mit der A/B-Kennzeichnung am Arm übereinstimmen.

Kein Video nach Kameraflug:

Wie unter dem Punkt Kamera beschrieben, sollte man während des Flugs hin und wieder die Aufnahme stoppen und neu starten.

Fazit

Ich bin von dem Arshiner Syma X8C absolut überzeugt, nachdem ich mich ausreichend lange damit beschäftigt habe. Die Flugeigenschaften sind als sehr gutmütig und stabil zu bezeichnen. So stellt dieses Modell auch Anfänger vor keine allzu großen Probleme. Zudem ist er sehr gut verarbeitet und stabil, so dass bei kleineren Crashs kaum etwas kaputt geht. Selbst wenn es soweit kommt, kann man nahezu alles für wenig Geld austauschen. Profis kommen durch Erhöhung der Empfindlichkeit und entsprechende Modifikationen ebenfalls auf ihre Kosten.

Die Kamera liefert keine wirklich gute Qualität ab. Das führt aber nicht zur Abwertung, denn ich erinnere: Das komplette Ready-to-Fly Set kostet gerade einmal circa 100 EUR. Da kann einfach nicht alles perfekt sein.

Da die Anleitung nur in Englisch verfügbar ist, kam mir auch die Idee, meine Rezension etwas ausführlicher zu gestalten.

[Gesamt:8    Durchschnitt: 4.3/5]

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