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Testbericht Erfahrungsbericht Vernee Thor E mit Testvideo und vielen Bildern

Ich hatte das Vernee Thor E gleich zu Anfang im Mai gekauft und war eigentlich damit sehr zufrieden. Beim WLAN Empfang machte das Gerät aber massive Probleme. Es verweigerte mit sämtlichen meiner Access Points den Dienst und ich konnte es auch nicht mit meiner FritzBox 7270 zum Laufen bringen. Mit meiner neuen FritzBox 7490 klappte die Verbindung zwar, aber nur wenn man sich im selben Raum befand. So eigentlich ein Grund, das Gerät nicht zu kaufen. Da ich danach 4 Wochen in den Urlaub fuhr, verschob ich die Rücksendung auf später. Vor einigen Tagen plante ich die Rücksendung, schaltete es aber noch einmal ein, da ich überlegte, es rein als mobiles Navigationsgerät im Auto zu nutzen. Es wurde ein Update angekündigt (Offensichtlich gab es mehr als ein Update in den vergangenen 4 Wochen), welches ich dann gleich installierte (Stand 7.6.17) und siehe da, der WLAN Empfang verbesserte sich deutlich. Alle zuvor festgestellten Probleme waren nicht mehr vorhanden und der Empfang sehr gut!

Das Vernee Thor E ist der Nachfolger des erfolgreichen Vernee Thor aus 2016. Es bringt noch einmal merkliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger mit. Der Fingerabdrucksensor wurde verbessert und ein zusätzlicher Kompass erleichtert die Fußgängernavigation. Auch die Hardwaretaste und Quick Charge reihen sich in die Liste der Verbesserungen ein. Das enthaltene Android 7.0 ist im Gegensatz dazu keine Besonderheit, da es aufgrund der guten Updatepolitik auch für den Vorgänger bereitgestellt wurde.

Das herausragendste Merkmal des Vernee Thor E ist jedoch sein mehr als 5000 mAh starker Akku, mit dem man über mehr als einen Tag kommt (Vernee Thor: 2800 mAh). Dieser dient zudem auch als Powerbank für andere Verbraucher wie beispielsweise ein Bluetooth-Headset. Auf dies und andere Merkmale gehe ich im Punkt „Technische Daten“ genau ein. Wem das Lesen meines langen Erfahrungsberichtes zu viel Zeit kostet, findet im Fazit eine kurze Zusammenfassung der Vor- und Nachteile dieses Smartphones.

Lieferumfang – Was bekommt man für knapp unter 130 EUR?

Die Verpackung macht schon einmal einen guten Eindruck. Man erhält einen schönen und stabilen Pappkarton. Gleich nach dem etwas schwergängigen Abheben des Deckels, sieht man sofort das Vernee Thor E. Darunter sind die weiteren Zubehörteile untergebracht: Ein micro-USB-Ladekabel, ein schnellladefähiges Steckerladegerät, eine SIM-Nadel und eine Kurzanleitung. Zudem ist bereits eine Displayschutzfolie blasenfrei aufgeklebt.

Technische Daten – Was steckt drin ? – Benchmarks und Bewertung

Als Display kommt ein 5″ IPS-Panel mit einer HD-Auflösung von 1280 X 720 Pixel mit einer Pixeldichte von 294 ppi zum Einsatz. Mit 450 cd/m² ist es zudem ausreichend hell.Der MediaTek Achtkern-Prozessor MT 6753 taktet mit 1,3 Ghz und ist mit 64 Bit angebunden. Im AnTuTu Benchmark kommt das Vernee Thor E auf 37942 Punkte.Das ist nicht wirklich viel, aber auch weniger als 40000 AnTuTu-Punkten kann man mit dem Vernee Thor E sehr gut arbeiten und spielen.

Mit 3 GB Arbeitsspeicher besitzt das Vernee Thor E ausreichend Speicher um auch zahlreiche Anwendungen parallel geöffnet zu halten. Der integrierte Datenspeicher ist mit 16 GB nicht sehr üppig, zudem ca. 6 GB von Android belegt sind, so das unterm Strich 10 GB für Anwendungen verbleiben. Mit Android 7 hat man jedoch die Möglichkeit, den Arbeitsspeicher des Geräts mit dem einer zusätzlichen microSD zu einem Gesamtspeicher zu kombinieren. Es werden microSD-Karten mit bis zu maximal 128 GB unterstützt. Meine 64 GB microSD-Karten wurden alle erkannt, was den Speicher bei mir auf 70 GB erweiterte. Mit einer sequentiellen Schreibgeschwindigkeit von etwa 47 MB/s und einer Lesegeschwindigkeit von circa 78 MB/s erreicht der interne Speicher akzeptable Werte, welche aber immer noch deutlich unter dem Niveau älterer SSD-Speicher liegen!Die RAM-Geschwindigkeit ist mit 3 GB/s im mittleren Bereich angesiedelt und ein guter Wert!

Als Rückkamera ist ein 8 MP-Sensor verbaut, der auf 13 MP interpoliert ist. Ein recht heller Blitz ist obligatorisch und auch gut als Taschenlampe zu gebrauchen. Die Frontkamera nutzt einen 2 MP-Sensor und besitzt keinen Blitz. Auch hier wurde die Auflösung auf 5 MP interpoliert.

Geladen und mit dem PC verbunden wird das Vernee Thor E per mitgeliefertem microUSB-Kabel. Der nicht austauschbare Akku besitzt eine Kapazität von 5020 mAh und wird mit dem beiliegenden Netzteil mit maximal 1,5 A geladen. Die rekordverdächtige Akkukapazität lässt auf vieles hoffen! Dank Schnellladetechnik wird der Akku theoretisch recht flott aufgeladen. Der Hersteller verzichtet dabei auf irgendwelche Angaben. Daher habe ich die Ladezeit einfach selbst überprüft: Nach 10 Minuten war der Akku zu 5% geladen, die volle Aufladung dauerte bei mir 130 Minuten. Mein Oukitel K 6000 Plus benötigt für mehr als 6000 mAh nur 100 Minuten, verfügt aber bei 12 Volt auch über einen Ladestrom von 2 A anstatt wie hier 1,5 A. Aufgrund der hohen Akkukapazität ist das Vernee Thor E auch als mobile Powerbank einsetzbar, auch wenn es damit nicht beworben wird. Der Hersteller gibt im übrigen eine StandBy-Zeit von 6-7 Tagen, eine Nutzungsdauer von 3-4 Tagen im normalen Modus und eine Nutzungsdauer von 10-12 Stunden im Dauerbetrieb an.

Als Betriebssystem kommt erfreulicherweise gleich das neuste Android Nougat 7.0 mit einem Patchstand von April 2017 zum Einsatz. So muss man nicht auf ein Update warten, das meist ohnehin nicht kommt.

Für die Datennutzung sind die üblichen Netze wie 2G, 3G und 4G (LTE) verfügbar. Das sagt aber noch nicht viel aus. Wichtig sind auch die unterstützten Bänder. Hier wird B1, B3, B7, B8 und B20 angegeben. Das entspricht 800MHz, 850 Mhz, 900 Mhz, 1800 Mhz, 2100 Mhz und 2600 Mhz. Das Band B20 ist aber bei vielen Smartphones aus Fernost NICHT enthalten, auch nicht bei meinem UMI Iron Pro. Viele ländliche Gegenden sind jedoch mit 800 Mhz angebunden, speziell zur Umsetzung von LTE zu DSL. Der Grund ist, dass man mit 800 Mhz eine höherer Reichweite hat und man weniger Funkmasten braucht. Dafür ist die Geschwindigkeit langsamer als mit 1800 Mhz und 2600 Mhz, wo man Bruttoraten bis 100 Mbit/s. erreicht. Dies wird häufig von T-Mobile eingesetzt. Im Klartext: Wer sein Smartphone hauptsächlich mit LTE in ländlichen Regionen nutzen möchte, wird mit diesem Gerät keine Probleme haben, im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones aus Fernost.

Die Herstellerangabe von 146 Gramm Gewicht ist nicht korrekt. Meine Waagen zeigten alle ein Gewicht von mindestens 163 Gramm an, was in Anbetracht der verwendeten Materialien nicht sehr hoch ist. Die Abmessungen von 145 mm x 70 mm für Länge und Breite sind auf üblichem Niveau, die Dicke von 9 mm allerdings rekordverdächtig hoch und obendrein 0,4 mm über der Herstellerangabe von 8,6 mm. Dennoch liegt das Vernee Thor E recht gut in der Hand, was den abgerundeten Ecken und der recht kompakten Bauform geschuldet ist.

Da mir meine Gesundheit wichtig ist, habe ich mir auch die Mühe gemacht, den SAR-Wert nachzuforschen. Dieser Wert gibt die Intensität der Strahlung in Watt pro kg Körpergewicht an. Hier ist Vernee immer vorbildlich und lässt jedes neue Gerät ausführlich von einem unabhängigen Prüfinstitut testen. Der EU-Grenzwert liegt bei 2 W/kg und den blauen Engel gibt es bei Werten unter 0,6 W/kg. Der Hersteller gibt gibt hier einen maximalen Wert von 0,37 W/kg (Kopf) an, was ein guter Wert ist.

Ansonsten verfügt das Vernee Thor E natürlich über die üblichen technischen Features, wie WLAN im 2,4 Ghz und 5 Ghz Band, Bluetooth 4.0, GPS und einige Sensoren. Bei GPS ist zu erwähnen, dass dies nicht die einzige Form der Navigation bei dem Vernee Thor E ist. Es unterstützt auch GLONASS, das russische System zur Navigation. Durch die Nutzung beider Systeme wird die Genauigkeit erhöht. Ein Gyroskop fehlt, aber wenigstens ist ein Kompass für die Fußgängernavigation verbaut. Das Gyroskop könnte der ein oder andere schmerzlich vermissen. Mich stört das aber nicht weiter, so dass ich es für mich persönlich nicht als Nachteil empfinde. Wer gerne Pokemon Go spielt, wird mit diesem Smartphone nicht glücklich werden.

Die technischen Daten sind also sehr vielversprechend.

Design und Verarbeitung – Kann sich das Vernee Thor E sehen lassen?

Aus meiner Sicht macht das Thor E eine gute Figur. Trotz dem starken Akku wirkt es immer noch recht klein und kompakt. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, ist auf der Rückseite gebürstet und macht einen stabilen Eindruck. Die Verarbeitung ist nahezu perfekt, es finden sich kaum sichtbare Spaltmaße.Der Hersteller wirbt mit einem 2,5D Curved-Design, dass man aber nicht mit dem des Samsung Galaxy Edge vergleichen darf. Tatsächlich sind die Glasflächen am Rand leicht abgeschrägt. Deswegen auch die Bezeichnung 2,5D. Das Display selbst befindet sich jedoch außerhalb des abgeschrägten Bereichs. Beim Galaxy Edge ist auch das Display selbst abgeschrägt, wodurch man hier von einem 3D Curved-Design sprechen kann. Es geht also bei 2,5D mehr in Richtung Marketing. Dennoch liegt ein Smartphone mit abgeschrägtem Display besser in der Hand und sieht auf jeden Fall auch besser aus, als eines mit herkömmlichen 2D-Display.

Die Tasten zur Lautstärkeregelung und der Power-Button befinden sich allesamt rechts oben an der Seite und besitzen einen sehr guten und präzisen Druckpunkt. Die Kamera steht nicht wie bei anderen Geräten aus dem Gehäuse heraus. Liegt das Smartphone auf der Rückseite, besteht so keine Gefahr, dass das Kameraglas zerkratzt.An der linken Seite befindet sich der Einschub für die SIM-Karte(n) (Ausschließlich Nano-Sim) und eine microSD-Karte. Der aus Metall bestehende Einschub wird wie bei einem iPhone mit dem Hilfswerkzeug oder einer Bürokammer durch Drücken in die kleine Öffnung nach draußen befördert.

Dann sieht man aber auch gleich den Nachteil der Konstruktion: Nutzt man 2 Nano-SIM-Karten ist kein Platz mehr für eine microSD-Karte. Die Verwendung anderer Kartenformate ist nicht möglich.

Unterhalb des Einschubs für die Sim-Karte(n) befindet sich die sog. Hardwaretaste, die das Gerät in einen den E-ink-Modus versetzt. Dabei ändert sich die Displayfarbe und der Stromsparmodus wird aktiviert.

Oberhalb des Displays befindet sich eine Benachrichtigungs-LED, die über entgangene Anrufe oder Nachrichten informiert. Sie leuchtet in grün oder rot, entsprechend dem zu signalisierenden Ereignis.

Die Navigationstasten sind bei diesem Smartphone erfreulicherweise als separate Touchtasten unterhalb des Displays angebracht. Das ist nicht bei jedem Smartphone so. Bei meinem Vernee Mars sind diese Tasten im Display integriert. In diesem Fall gewinnt man also etwas an Displayfläche im unteren Bereich. Leider hat man darauf verzichtet, den Navigationstasten auch eine Beleuchtung zu spendieren.

Der Lautsprecher befindet sich unten an der Rückseite. Die Kopfhörerbuchse ist, wie bei jedem Smartphone üblich, an der Oberseite links untergebracht.Insgesamt macht das Vernee Thor E einen sehr guten optischen Eindruck und gefällt mir vom Design her ebenfalls sehr gut. Bei dem Gewicht und den Abmessungen wurde aber ein wenig geschummelt. Dennoch sind die Werte gut und machen aus dem schicken Vernee Thor E auch ein kompaktes Gerät, das perfekt in der Hand liegt

Displayqualität

Die Auflösung von 1280 X 720 Pixel ist auf dem ersten Blick nicht viel, da selbst die meisten günstigen Smartphones schon eine Mindestauflösung von 1920 X 1080 Pixel besitzen. Die Frage ist, ob man das wirklich erkennt und braucht. Tatsächlich befinden sich manche Hersteller im Auflösungswahn, wie man es seinerzeit bei den Digitalkameras beobachten konnte. Fakt ist, dass menschliche Auge kann den Unterschied zwischen 300 PPI und 450 PPI bei normalen Betrachtungsabstand gar nicht erkennen. Mit 294 PPI liegt der Wert beim Thor E knapp unter der Wahrnehmungsgrenze, besonders im Hinblick auf das kleinere Display. Im Vergleich zu meinem Vernee Mars kann ich diese Untersuchungen auch bestätigen: Bei normalen Betrachtungsabstand merke ich den Unterschied nicht wirklich. Ein zu scharfes Display bringt eher viele Nachteile mit sich: Die Geräte werden teurer, die Akkus stärker belastet und man benötigt leistungsfähigere Prozessoren und Grafikeinheiten. Die Helligkeit ist mit 450 cd/m² recht hoch. Ich empfinde das Display aber als ausreichend hell, auch bei Sonneneinstrahlung im Freien, da es durch die Folie auch nicht sehr stark spiegelt.

Da ein IPS-Panel verbaut wurde, besitzt das Display zudem einen sehr guten Schwarzwert, was sich beim Anschauen von Videos sehr positiv bemerkbar macht. Die Blinkwinkelstabilität ist IPS-typisch sehr gut, so dass auch bei seitlichem Blick der Kontrast und die Helligkeit kaum darunter leiden. Ob man das als Vorteil sehen kann, sei mal dahin gestellt. So hat natürlich auch der Sitznachbar im Bus uneingeschränkte Sicht auf meinen Bildschirm.

Einrichtung und Bedienung – Einfach oder kompliziert?

Nach dem Einschalten und eingeben der PIN sieht die Oberfläche noch recht leer aus. Die von anderen Herstellern bekannte Bloatware findet man hier nicht. Es sind wirklich nur die zum Betrieb zwingend notwendigen Anwendungen installiert. Neben den wichtigen System-Apps findet sich noch eine App fürs FM-Radio, das war es dann auch schon. Wer seine Daten bereits vorab über Google synchronisiert hat, sollte keine Probleme haben, denn nach Konfiguration des Google-Kontos, werden alle Apps des zuvor genutzten Smartphones automatisch installiert. Möchte man auch die Konfiguration erhalten, ist jedoch ein externes Backup Tool erforderlich.

Die neuste WhatsApp-Version nutzt glücklicherweise die Google Cloud zur Datensicherung. Eine Sicherung vom alten Smartphone, kann so einfach wieder hergestellt werden. Da ich dort auch meine Kontakte hinterlegt habe, war so die Rücksicherung aller persönlichen Daten in kürzester Zeit erledigt.

Die Bedienung als solches funktioniert einwandfrei. Der 5-Punkt-Touchscreen reagiert bis in die Ecken sehr zuverlässig und präzise. Als Schnell- und Vielschreiber komme ich sehr gut damit zurecht. Die Navigation durch die Oberfläche gelingt absolut flüssig und schnell, trotz vieler, noch später installierter Apps. Meine Empfehlung zur Eingabe ist die Google-Tastatur: Dank Swype schont man die Daumengelenke und die Erkennung funktioniert zuverlässig und ruckelfrei. Besonders hilfreich ist dabei das gleitfreudige Display, auf dem sich die Finger ohne allzu großen Widerstand sehr gut führen lassen.

Besonders hilfreich ist die vom Hersteller integrierte Gestensteuerung. Mit der Option „Bewegungsgesten“ lassen sich zahlreiche Gesten konfigurieren, womit sich die Bedienung mehr oder weniger vereinfachen lässt. So wird beim Zeichnen eines „V“ die Taschenlampe eingeschaltet, mit „O“ die Kamera gestartet oder mit „M“ die Musikwiedergabe aktiviert. Das ist sehr praktisch. Oft habe ich einen Schnappschuss verpasst, weil ich erst mühsam die Kamera-App starten musste. Beim Vernee Thor E zeichnet man ein „O“ und schon wird die Kamera eingeschaltet, egal ob der Fingerabdrucksensor aktiv ist oder nicht. Verlässt man die Kamera-App, kommt man dennoch nicht ans System, sondern muss dazu nach wie die entsprechenden Sicherheitshürden überwinden.

Die einhändige Bedienung ist aufgrund der geringen Abmessungen problemlos möglich.

Features und Funktionen – Was macht das Vernee Thor E aus?

Da wäre erst einmal der Fingerabdrucksensor zu nennen. Er kann bis zu 5 Vergleichsabdrücke aufzeichnen. Das „Anlernen“ dauert etwas, da man den Sensor dazu mehrfach in verschiedenen Positionen antippen muss, bis der komplette Abdruck erfasst ist. Die Bequemlichkeit, die dadurch erreicht wird, ist aber enorm. Ein kurzer Fingertipp auf den Sensor reicht aus, um den Bildschirm zu entsperren. Falls der Finger mal verletzt sein sollte, ist das kein Problem. Dann kann man den Bildschirm auf herkömmliche Weise mit PIN oder Muster entsperren. Die Erkennung funktioniert extrem schnell im Bruchteil einer Sekunde. Die Herstellerangabe von 0,1 Sekunden scheint mir daher auch korrekt zu sein und ich möchte behaupten, dass ich bisher noch keinen so schnellen und zuverlässigen Fingerabdrucksensor gesehen habe.

Daneben ist natürlich der extrem starke Akku zu nennen. Mit 5020 mAh Stunden kommt man nicht nur gut über einen, sondern gleich über mehrere Tage, was bei einer langen Reise unerlässlich ist. Nutzt man diverse Gadgets wie beispielsweise ein Bluetooth-Headset oder externe Bluetooth-Boxen, lassen sich diese mithilfe eines zusätzlichen OTG-Adapters über den integrierten Akku aufladen. Das spart die Anschaffung einer Powerbank, reduziert aber dann auch die Laufzeit des Smartphones.

In Summe sind das für mich schon einige sehr wichtige Features, auf die ich nicht verzichten möchte.

Konnektivität – Daten rein und raus

Ein LTE-Benchmark in meinem Netz (Darmstadt-Dieburg) zeigte extrem gute Werte bis zu sagenhaften 60 Mbit/s Nettodatenrate im Download und 16 Mbit/s im Upload. So extrem gute Datenraten hatte ich bisher nur mit dem Oukitel K6000 Plus und stellt mich mehr als zufrieden.Die Empfangsqualität ist sehr gut. Ich fahre jeden Morgen den gleichen Weg zur Arbeit und hatte schon alle möglichen Smartphones bis hin zum iPhone 6 (leihweise) dabei. Dabei ergaben sich im Vergleich keine Schwächen und Stärken des Vernee Thor E. Es bringt durchgehend gute LTE-Konnektivität und scheitert auch an denselben Funklöchern, wie seine Kontrahenten.

Zu Hause im WLAN bin ich nach den letzten Updates ebenfalls zufrieden. Anfangs gab es hier enorme Schwierigkeiten. Die Feldstärke ist mittlerweile aber ähnlich, teilweise sogar besser als die meiner anderen mobilen Geräte, die ich zu Hause nutze. Verbindungsabbrüche sind selten und bei guter Empfangsstärke gar nicht vorhanden. Die Übertragungsrate habe ich jetzt nicht erneut nachgemessen, liegt aber gefühlt nicht hinter der meiner bisherigen Geräte wie Smartphones, Tablets oder Notebooks zurück.Bluetooth funktioniert zuverlässig mit allen meinen mobilen Geräten wie Bluetooth-Lautsprecher oder Headsets.

Besonders überzeugt hat mich die GPS-Funktionalität. In einigen Tests kam das GPS nicht gut weg, aber ich denke, auch diese Problematik wurde mit den letzten Updates behoben. Mein erster Test dazu fiel ja gut aus. Der Empfänger ist sehr empfindlich und übermittelt in nur wenigen Sekunden seine Daten an die passenden Apps zur Ermittlung des korrekten Standortes. Selbst in geschlossenen Räumen wird das Signal gefunden. So z.B. in meinem Wohnzimmer, selbst bei herunter gelassenen Rolläden. Erst auf dem Weg in den Keller geht das Signal verloren. Der positive Eindruck setzt sich auch bei der Navigation fort. Das Signal blieb bei mir ohne Aussetzer immer bestehen und die Standortgenauigkeit ist ebenfalls als sehr hoch zu bezeichnen. Vor einigen Tagen musste das GPS sich dem Härtetest am ersten Ferientag der hessischen Ferien nach Starnberg unterziehen. Als Anwendung kam Navigon zum Einsatz. Die Navigation erfolgte über fast 7 Stunden durchgehend ohne Aussetzer.

Auch die Sprachqualität ist ohne Tadel. Die Verständlichkeit ist auf beiden Seiten als gut zu bezeichnen.

Bitte lächeln – Kameraqualität – Bild und Video

Die Kameraqualität ist für ein Chinahandy in dieser Preisklasse gut. Ich bin mit der Qualität der Aufnahmen zufrieden. Die Auslöseverzögerung ist geringer als bei meinen bisherigen Smartphones, so dass auch Schnappschüsse möglich sind, kommt aber noch lange nicht an eine echte Digitalkamera ran. Die Rückkamera besitzt eine interpolierte Auflösung von 13 MP, die Frontkamera eine interpolierte Auflösung von 8 MP. Die rückseitige Kamera bietet bei Tageslicht gute und farbtreue Bildwiedergabe.In der Dämmerung ist die Bildqualität im Vergleich zu anderen Geräten aus Fernost immer noch akzeptabel, aber dennoch erkennbar körnig und verrauscht und wird durch den eingebauten, nicht sehr starken Blitz nur wenig verbessert. Die Frontkamera bietet nur mittelmäßige Qualität. Selfies gelingen nur bei Tageslicht und selbst da wenig detailreich und mit etwas blassen Farben.

Videos werden bis in FullHD-Qualität mit 1920 X 1080 Pixeln mit 30 fps aufgenommen und besitzen eine ordentliche Qualität. Selbst bei schnellen Schwenks sind die Aufnahmen noch flüssig.

Insgesamt sind die beiden Kameras für ein Smartphone in dieser Preisklasse gut und reichen für den ein oder anderen Schnappschuss locker aus.

Sound- und Sprachqualität – Kinosound oder Blechbüchse?

Musik klingt relativ blechern, flach und im Vergleich klingt selbst mein altes Samsung Galaxy S4 um einiges besser. Bei Spielen ist der Sound akzeptabel, aber bei hohen Lautstärken verzerrt. Ein Kopfhörer liegt dem Smartphone nicht bei, was mich auch nicht stört. Ich besitze bereits gute Kopfhörer und wenn ich diese anschließe, bin ich mit dem Klang mehr als zufrieden.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist jedoch als gut zu bezeichnen. Man versteht seinen Gesprächspartner optimal und wird von diesem ebenfalls sehr gut verstanden.

Akkukapazität – Wann ist die Luft raus ?

Der Akku soll eine Kapazität von 5020 mAh besitzen. Als StandBy-Zeit sind 6-7 Tage angegeben, die Nutzungsdauer soll 3-4 Tagen im normalen Modus und 10-12 Stunden im Dauerbetrieb betragen. Angaben zur Gesprächszeit habe ich nicht gefunden. Das sind realistische Werte, die auch der Praxis standhalten. Natürlich hängt die Nutzungsdauer stark von den eigenen Gewohnheiten ab. Wer nur telefoniert und sonst das Smartphone kaum benutzt und im Offline-Modus hält, kann sicher lange mit einer Ladung auskommen. Tatsächlich hält der Akku bei mir zwischen 2 bis 2 1/2 Tagen. Dabei nutze ich es relativ häufig zum Schreiben von Mails und Nachrichten, spiele das ein oder andere Spiel und surfe im Netz. Das summiert sich auf circa 4-5 Stunden täglich.

Um es ganz genau zu wissen, habe ich den Akku maximal belastet und viele Apps geöffnet und einige 1080p Youtube-Videos abgespielt. Das Display war die ganze Zeit auf maximaler Helligkeit eingestellt. Dabei hielt der voll aufgeladene Akku fast 10 Stunden durch, was im Vergleich zu anderen Geräten sehr viel ist und tatsächlich der Herstellerangabe entspricht. Die meisten Smartphones mit normal großen Akkus schaffen oft nicht mehr als 4 bis 6 Stunden.

Daneben habe ich auch die Powerbank Funktionalität genutzt. Dabei ist der abgegebene Strom recht gering, so dass man damit nicht wirklich ein anderes Smartphone oder leistungshungrige Verbraucher aufladen kann. Für eine Bluetooth-Box oder ein Headset reicht es aber locker aus.

Damit ist der Akku also extrem leistungsfähig und ausdauernd!

Das Vernee Thor E im Alltag

Nach nunmehr 2 Wochen, denke ich, so ziemlich alles was möglich ist, ausprobiert zu haben. Ich habe es einige Male zur Navigation mit dem Auto genutzt. Dabei war auch eine lange Strecke von 430 km ohne Aussetzer. Der Standort wird nach dem Aktivieren der Navigation beim ersten Mal in weniger als 5 Sekunden gefunden. Danach greift dank A-GPS die Standortbestimmung schon in wenigen Sekunden. Ich hatte zahlreiche Fotos unter allen Lichtbedingungen gemacht, auch Videos mit viel Bewegung. Durch die recht kurze Auslöseverzögerungen gelingen die Bilder meist schon beim ersten Versuch. Beim Surfen auf dem Weg zur Arbeit in Bus und Bahn, konnte ich die Akkuleistung und Datendienste recht gut testen, da ich ein 5 GB Freivolumen besitze. Zudem nutze ich beruflich sehr viel den mobilen WLAN Hotspot, um mit dem Notebook auf meine Mails zugreifen zu können. Auch das klappt nach dem letzten Update zuverlässig und ohne Probleme. Der Akku hält wie schon geschrieben extrem lange, lässt sich aber mit einer Quick Charge Powerbank unterwegs in kurzer Zeit wieder aufladen. Aufgrund der geringen Größe, passt das Vernee Thor E gut in die Hosentasche.

Insgesamt hat sich das Vernee Thor E bei mir als zuverlässiger und robuster Begleiter, hauptsächlich in der Freizeit bewährt.

Fazit – Kaufen oder nicht kaufen ?

Hier habe ich einfach mal kurz die Pros und Kontras aufgeführt:

+Nach Update schnelles und genaues GPS mit GLONASS
+Gleichmäßig ausgeleuchtetes, kontrastreiches Display mit hoher Blickwinkelstabilität
+Sehr gute Reaktionszeit und flüssige Bedienung
+FM Radio
+Alle deutschen LTE-Bänder enthalten
+Extrem leistungsfähiger Akku
+Schnellladefähig; Volle Aufladung in 130 Minuten
+Sehr zuverlässiger und extrem schneller Fingerabdrucksensor
+Sehr gute Verarbeitungsqualität

-Mittelmäßiger, bei hohen Lautstärken verzerrter Klang
-Kein Gyroskop

Mit dem Vernee Thor E bekommt man ein sehr leistungsfähiges Smartphone. Der Akku ist sehr gut bemessen und hält problemlos auch mehrere Tage durch. Das Aufladen geschieht hingegen mit 130 Minuten für eine volle Aufladung recht flott. Die Displayqualität stellt auch hohe Ansprüche zufrieden, dank sehr guter Ausleuchtung und hoher Helligkeit bei optimaler Farbwiedergabe, guten Kontrast- und Schwarzwerten. Trotz des eher schwachen Prozessor, lassen sich dank der üppigen Speicherausstattung viele Apps gleichzeitig offen halten und die Bedienung gelingt in jeder Situation flüssig und angenehm.

Vernee Thor E 4G FDD-LTE Android 7.0 Smartphone 5020mAh Akku, 5.0 Zoll 3GB RAM + 16GB ROM Octa Core, 5MP + 13MP Dual Kameras Metallabdeckung Schnelle Ladung , Ohne Vertrag
Preis: EUR 135,99
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Die Leistungsdaten sind in allen drahtlosen Netzen nach dem Update sehr gut. Egal ob LTE oder WLAN, das Vernee Thor E leistet sich keine Schwäche.. GPS ist dank des sehr empfindlichen Empfänger sehr gut umgesetzt und der Empfang gelingt selbst in geschlossenen Räumen ohne Probleme.

Die Kameraqualität ist bei guten Lichtverhältnissen gut, aber nicht besser, als ich es von anderen Smartphones aus Fernost kenne. Bei ungünstigen Bedingungen mit Blitz knickt die Qualität merklich ein.

Sehr gut gefällt mir auch der Fingerabdrucksensor. Er ist nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr zuverlässig.

Auch die Verarbeitungsqualität bleibt hinter den sehr guten Leistungsdaten nicht zurück. Nur der Sound klingt eher nach Blechbüchse. Ebenfalls negativ bewerte ich die geringe Zahl an Sensoren. Der Preis könnte zudem etwas niedriger sein. Ich denke aber, das pendelt sich durch Angebot und Nachfrage bald ein. In Summe kann ich für das Vernee Thor E daher eine nahezu uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.