Testbericht Erfahrungsbericht Magnat Sounddeck 150 mit vielen Bildern

Ich besitze einen Grundig TV mit 47″ im Gästezimmer für meine Kinder. Im Wohnzimmer nutze ich eine 5.1 Anlage. Schon lange nervte mich der extrem flache und schlechte Ton des TV im Gästezimmer. Auf der Suche nach Möglichkeiten, den Ton zu verbessern, installierte ich zunächst eine Bluetooth-USB-Box. Der Ton war etwas besser, aber alle Boxen waren so hoch, dass sie das Blickfeld zum TV etwas einschränkten. Zudem war die Verkabelung nur per 3,5 mm Klinke möglich und so die Wiedergabequalität auf Stereoton beschränkt. Dazu kommt, das immer dann, wenn man die Box nutzen wollte, der Akku leer war. Es musste also eine besser Lösung her. Eine Soundbar kam nicht in Frage, da diese ebenfalls das Blickfeld versperrt. Ein 5.1 System war mir zu aufwändig und im Verhältnis zum Anschaffungspreis des TV auch zu teuer. So rückte die Anschaffung eines Sounddecks in den Fokus.

Monatelang schaute und suchte ich nach möglichen Kandidaten: Sony, LG, Bose, Magnat. Alle Hersteller bieten Sounddecks in allen Preislagen an bis hin zu beinahe 1000 EUR. Im Bereich unter 200 EUR wird die Luft aber sehr dünn und die Qualität schlecht.

Vor einigen Tagen gab es genau dieses Sounddeck in einem Elektrodiscounter bundesweit für 149 EUR, anstatt des UVP von 399 EUR. Klar, der UVP sagt nicht viel aus, aber der Straßenpreis liegt deutlich über 200 EUR. Ich hatte auch schon das Magnat 200 im Blick, welches mit aktuell 130 EUR noch günstiger und eigentlich eine Nummer größer als das Magnat 100 ist, für das das Magnat 150 als Nachfolger ins Rennen geschickt wurde.

Aber ich hatte auch Anforderungen und das Magnat 200 ist 10 cm hoch, was mir zu klobig ist. Zudem ist seine Musikleistung niedriger und es liegt technisch einfach eine Generation hinter dem Magnat 150 zurück, welches erst seit einem Jahr auf dem Markt ist.

Kurzum: Ich bestellte mein erstes und hoffentlich letztes Sounddeck.

Im üppigen Lieferumfang finden sich neben dem Sounddeck ein Netzkabel, ein optisches Kabel, ein Cinch-Kabel, eine kleine Fernbedienung und eine gut verständliche Anleitung. Ein HDMI-Kabel fehlt!Magnat Sounddeck 150Optisch gefällt das Sounddeck sehr, sehr gut. Es passt nahezu perfekt unter meinen TV mit Standfuß aus Glas.Magnat Sounddeck 150Die Oberseite besteht aus MDF, welches aber eine schwarze, gebürstete Beschichtung enthält, die optisch den Eindruck erweckt, als bestünde sie aus Aluminium.Magnat Sounddeck 150Die im Klavierlackdesign gehaltene Front ist leicht geschwungen im Curved Design.Magnat Sounddeck 150Das habe ich so bei noch keinem anderen Sounddeck gesehen und sieht in Verbindung mit einem entsprechenden Curved-TV sicher sehr schick aus. Auf der Rückseite befinden sich in einer Ecke alle Anschlüsse kompakt untergebracht.Magnat Sounddeck 150Dazu gehören ein optischer Eingang, ein koaxialer Eingang, ein HDMI-Eingang mit ARC und CEC, ein USB-Port, der Netzanschluss und ein Cinch-Eingang für analoge Quellen. Was man nicht sieht: Es ist auch eine Bluetooth-Schnittstelle mit dem Audiostandard aptX enthalten. Mehr braucht es meiner Ansicht nach auch nicht. Löblich: Es ist auch ein Ein-/Ausschalter vorhanden, so dass man bei Nichtbenutzung nicht den Netzstecker ziehen muss.

Rechts daneben befindet sich der Bassreflex-Ausgang:Magnat Sounddeck 150Legt man das Sounddeck auf den Rücken, kommt der 140 mm Downfire-Subwoofer zum Vorschein.Magnat Sounddeck 150Dieser sieht zwar klein aus, soll aber einen ordentlichen Bass bringen, wenn das Deck sich auf einer kompatiblen Fläche, wie beispielsweise einem Sideboard befindet. Das verstärkt den Bass erheblich.Magnat Sounddeck 150Eine Regalmontage macht also hier keinen Sinn! Schaut man sich das Deck wieder von vorne an, sind auf jeder Seite hinter einen vergitterten Front die beiden 2-Wege Lautsprecher mit einem 20 mm Hochtöner und 45 mm Mitteltöner erkennbar.Magnat Sounddeck 150Die Abmessungen sind für meine Zwecke optimal: Nur 8 cm Höhe lassen das Sounddeck nicht so klobig erscheinen. Dafür ist es mit 70 cm Breite recht ausladend, was mir aber eher entgegen kommt und besser gefällt als das schmale Sounddeck 200. Das passt optisch einfach besser unter einen breiten Standfuß. Die Tiefe von 34 cm ist bei mir grenzwertig. Um es auf meinem Sideboard passend aufzustellen, besorgte ich mir einen abgewinkelten Netzstecker für wenige Euro. So habe ich etwas mehr Platz zur Wand.Magnat Sounddeck 150Die Fernbedienung ist recht filigran und die gummierten Tasten könnten einen besseren Druckpunkt vertragen. Insgesamt geht die Qualität aber noch in Ordnung.Magnat Sounddeck 150Dem Anschluss an den TV sind keine Grenzen gesetzt. Da mein Grundig TV ARC und CEC unterstützt, war die Entscheidung einfach. Mit ARC/CEC werden die Daten über ein HDMI-Kabel in beide Richtungen übertragen. Das bedeutet, es wird nicht nur der Ton übertragen, sondern auch Steuersignale. So lässt sich die Box mit dem TV an und ausschalten und auch in der Lautstärke steuern. Für alle anderen Funktionen braucht es aber nach wie vor die kleine Fernbedienung. Klappt es nicht direkt mit ARC, sollte man ein anderes HDMI-Kabel verwenden. Bei mir funktionierte die Erkennung des Sounddecks durch den TV erst mit dem 2. Kabel. Den optischen Eingang hatte ich der Form halber auch getestet und die Übertragung funktioniert perfekt. Auch per Bluetooth mit einem iPhone oder Android-Smartphone gab es keine Probleme. Im Gegenteil, die Kopplung geht sehr schnell von statten.

Aber das wichtigste ist natürlich die Klangqualität. Dazu kann man verschiedene Modi einstellen, wie „Music“, „Voice“ oder „Film“ und auch die Höhen und den Bass separat regeln. Ein Nachtmodus senkt die Dynamik ab, verschlechtert aber auch den Klang.

Der erste Test hatte mich dann tatsächlich sehr überrascht. Ich hatte erwartet, dass der Klang nicht an mein 5.1 System heran kommt, aber er ist extrem gut. Egal ob Nachrichten, Blockbuster oder Serien. Der Fernsehton wird mit diesem Sounddeck um Längen besser. Nach Kopplung mit dem Smartphone, spielte ich einige Musikstücke quer Beet ab, von Rock, Rap, über Pop bis Klassik. Meinem Sohn, der sehr auf basslastige Musik steht, fiel regelrecht die Kinnlade runter, als ich einen seiner Lieblingssongs einspielte. Bei voller Lautstärke und geschlossenen Augen, glaubt man wirklich, eine vollwertige und leistungsfähige Anlage vor sich zu haben. Lautstärke und Bass passen so gar nicht zu den kleinen Abmessungen.

Aber Krach ist nicht alles. Auch der Klang bei leisen Stücken oder Klassik ist sehr ausgewogen. Hier zieht sich der Bass auch dezent zurück und der Klang steht einer guten Kompaktanlage nicht nach. Man kann das Sounddeck 150 wirklich gut auch zum Musik hören verwenden. Bei Filmen kommt richtig Atmosphäre auf. Die Klangkulisse wirkt beeindruckend, fast wie im Kino. Lediglich die Räumlichkeit lässt zu wünschen übrig. Gelegentlich hat man das Gefühl, ein Geräusch an anderer Stelle im Raum zu orten, an ein 5.1 System kommt die Räumlichkeit definitiv nicht heran.

Mein Sohn machte dann noch den Test mit seiner Xbox und zeigte nach einigen Runden Fifa und Ego-Shootern mit dem Daumen nach oben. Also alles richtig gemacht 😉

■ Fazit

Mit dem Magnat Sounddeck 150 bekommt man ein sehr gut verarbeitetes, optisch ansprechendes Soundystem zur Verbesserung des Fernsehtons, welches sich auch zum Hören von Musik eignet. Bass, Lautstärke und Klangbild überzeugen mich sehr, vor allem in Relation zur Größe und zum günstigen Preis.

Magnat 171150 Vollaktives Heimkino-Sounddeck 150 mit integriertem Subwoofer, Bluetooth und HDMI schwarz
Preis: --
0 neu1 gebraucht von EUR 199,99

Ich würde es jederzeit wieder kaufen und kann es vorbehaltlos weiter empfehlen, wenn man nicht ein 5.1 System 1:1 ersetzen möchte.

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